29. Oktober 2019

Malawi: Nach 13 Jahren Haft Unschuld erwiesen

Der Rechtsanwalt (mitte) mit den beiden Befreiten vor dem Blantyre Gefängnis. Mit der Kampagne „Gefangene befreien in Afrika“ sammelt die Gemeinschaft Sant’Egidio kleine Spendenbeträge bei Gefangenen europäischer Gefängnisse. Viele kleine Spenden ergeben eine größere Summe, mit der in afrikanischen Gefängnissen Gutes bewirkt werden kann. Ende September kam eine ermutigende Nachricht aus dem Gefängnis von Chichiri (Blantyre) in Malawi: Zwei junge Männer, Steven Edward (30 Jahre) und Davide Alufisha (26 Jahre), konnten nach fast 13 Jahren Haft das Gefängnis endlich als freie Männer verlassen. Sie waren Anfang 2007 inhaftiert […]
14. September 2019

Ein Viertel Jahrhundert von Rottweil in die Welt

Von links nach rechts: Erwin Schäfer, Dominik Hasler, Alwin Hummel, Angelika Hartmann, Franz Erni, Monika Koch und Veronika Saile. Kaum bemerkt, aber eine zentrale Kontaktstelle für die Welt war fast 25 Jahre das Büro „CoMundo“ in der Eisenbahnstrasse direkt am Bahnhof in Rottweil. Wie der Name schon sagt, geht es um die Welt (spanisch „mundo“), also der Vermittlung von Fachpersonen nach Lateinamerika, Afrika und Asien. Die Kontaktstelle zog Menschen an, die sich bereit erklärten, für drei oder mehrere Jahre als Einzelperson oder Familie in der Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten. […]
1. September 2019

Norbert Nikolai beendet Gefängnisarbeit in Perú

Vor fast 10 Jahren am 1. November 2009 begann mein Einsatz in der Gefängnispastoral der Diözese Chosica in Lima/Perú. Ich habe diese Zeit als ein großes Geschenk erfahren, um an der Seite unserer Männer Gott sichtbar werden zu lassen und auch selber zu erfahren. Besonders die Arbeit in einem großen Team von Ehrenamtlichen, Ordensleuten und Ex-Straftätern hat mir sehr viel Freude gemacht. Jetzt bin ich 55 Jahre alt und möchte noch einmal neu aufbrechen, um in meiner Kirche Menschen zu begleiten. Der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, hat […]
26. August 2019

Comundo als Organisation neu aufgestellt

Norbert Nikolai ist in der Gefängnisseelsorge im Männergefängnis „San Juan de Lurigancho“ in Lima tätig. Foto: Adveniat. Die zwei führenden Organisationen der Personellen Entwicklungszusammenarbeit fusionieren und bauen ihre Arbeit aus. Die Fachleute von COMUNDO und INTERTEAM werden sich künftig mit vereinten Kräften zugunsten Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen im Globalen Süden einsetzen. Die beiden in Luzern ansässigen Organisationen der Personellen Entwicklungszusammenarbeit fusionieren und treten ab Beginn 2020 gemeinsam unter dem Namen COMUNDO auf. Die Kontaktstelle für deutsche Fachpersonen im baden-württembergischen Rottweil wird zum 1. November aufgelöst. INTERTEAM wird neben […]
16. August 2019

Gefängnisseelsorge in der Schweiz

Wenn Gefängnisseelsorger Andreas Beerli kommt, stehen alle Türen offen: die des Gefängnisses und die der Seelen. Sein Besuch wirkt für viele Gefangene befreiend. In einem Gespräch mit Journalistin Claudia Schneider gibt Andreas Beerli Einblick in die gegen aussen verschlossene Welt des Gefängnisses in der Schweiz. Als Gefängnisseelsorger hat er keinen Schlüssel, höchstens den seelsorgerlichen zum Gegenüber. Sie leiten die Gefängnisseelsorge der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Was hat sie motiviert, diese Funktion zu übernehmen? Seit 1999 besuche ich mehrmals monatlich das Bezirksgefängnis in Horgen. In den vergangenen 15 […]
15. August 2019

Privatisierung der Gefängnisse eine Lösung?

Es ist unmöglich, nach dem Besuch in einem brasilianischen Gefängnis nicht die traurige Gewissheit zu haben, dass die Gefangenen überall im Land Brasilien einer Situation von systematischer Folter ausgesetzt sind. Heute leben mehr als 720.000 Menschen in überfüllten Zellen, zwischen Ratten und Kakerlaken, ohne sanitäre Grundversorgung, aber mit verdorbenem Essen und einem Alltag voll extremer Gewalt. Damit ist Brasilien das Land mit der drittgrößten Inhaftiertenzahl der Welt. Die Situation der Gefängnisse, die vom Verfassungsgericht in Brasilien als „verfassungswidriger Zustand“ bezeichnet werden, macht deutlich, dass sich der brasilianische Staat […]
14. August 2019

Das Frauengefängnis im lettischen Riga

Seit etwa zehn Jahren kümmern sich die Dominikanerinnen von Bethanien um weibliche Häftlinge in Lettland. Ihre Tätigkeit umfasst neben der Seelsorge auch Kursangebote in den Bereichen bildende Kunst, Musik und Tanz. Auch nach der Haftentlassung steht der Konvent der Dominikanerinnen den Frauen offen und trägt dazu bei, ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen. Schwester Hannah Rita Laue OP ist Mitglied der Gemeinschaft der Dominikanerinnen von Bethanien und lebt im Konvent in Riga. Seit 1995 besteht in Riga ein Kloster der Dominikanerinnen von Bethanien, in dem gegenwärtig vier […]
6. August 2019

Mallorca-Pfarrer der Häftlinge und Fußballprofis

Sophie Mono | Mallorca Zeitung. Jaume Alemany ist ein besonderer Kirchenmann. Auf der Insel engagiert er sich an vielen Fronten – und ist der Meinung: “Die Kirche sollte nicht zu viel Macht haben” Als Jaume Alemany vor 66 Jahren in Palma de Mallorca geboren wurde, war die katholische Kirche in der Gesellschaft noch allgegenwärtig. „Sie hat an Bedeutung verloren und Macht eingebüßt, ganz klar”, sagt Alemany. Schlimm findet er das nicht. „Es ist gut so. Immer wenn die Kirche zu viel Macht hatte, ist es schiefgegangen.” Nein, Alemany […]
4. August 2019

Monotheistische Religion: Jesidentum

Woran glauben Jesiden? Was zeichnet das Jesidentum vor dem Hintergrund ihrer langen Verfolgungsgeschichte aus? Das Jesidentum ist eine eigenständige, monotheistische Religion, deren Wurzeln bis ca. 2000 Jahre v. Chr. zurückreichen. Nach dem Jesiden-Experten Philipp Kreyenbroek liegen diese in einer alt-iranischen Ur-Religion, die ähnlich überlieferte Schöpfungsmythen sowie ebenfalls die Engellehre und die Verehrung der Sonne beinhaltet. Im Jesidentum gibt es keine Missionierung, aber auch eine Konversion hierzu ist nicht möglich. Jesiden glauben an die Seelenwanderung und die Wiedergeburt (kurdisch: Kiras Guhartin). Das Leben endet nicht mit dem Tod, sondern […]
12. Juni 2019

Gefängnisseelsorge im Petersburger Dialog

Seit dem Jahr 2007 gibt es im Rahmen des Petersburger Dialogs die Arbeitsgruppe „Kirchen in Europa“. In ihr kommen Vertreter der evangelischen, der katholischen und der orthodoxen Kirchen aus Deutschland und Russland zusammen, um sich über aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und ihre Implikationen für die christlichen Kirchen auszutauschen. Anfang Juni fand das Treffen der Arbeitsgruppe in Moskau statt, bei dem der Vorsitzende der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V., Heinz-Bernd Wolters, teilnahm. Nach der Eröffnung der Tagung durch Archimandrit Filaret, den stellvertretende Vorsitzenden des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats und […]
14. Mai 2019

Brasilien hat dritthöchste Gefangenenquote

Die Wahl des rechtspopulistischen Präsidenten Bolsonaro in Brasilien macht das Leben nicht leichter, im Gegenteil. Es trifft wieder die armen Menschen. Der Präsident und seine Anhänger schüren Angst, legitimieren ein Feindbild, das mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Dies heißt noch mehr Ausgrenzung und Verfolgung für die schwarzen Bevölkerung, Homosexuelle, Frauen und Favelados. Die Polizei hat einen Freibrief bekommen, um die „schlechten Bürger“ zu erschießen und die „guten Bürger“ bekamen eine neue Gesetzesvorlage, um sich leichter bewaffnen zu können um sich zu verteidigen. Zweidrittel der Regierungsposten sind mit […]
22. April 2019

Hilfen für Inhaftierte im Norden Ugandas

Where dignity matters – wo Würde wichtig ist: Mit diesem Slogan setzen sich die MitarbeiterInnen der Nichtregierungsorganisation Advance Afrika für junge Erwachsene und Frauen in Gefängnissen im Norden Ugandas ein. Sie wollen Menschen, die Krieg und Vertreibung erlebt haben und durch Gefängnisaufenthalte ihre Zukunft verloren glauben, wieder Mut und Hoffnung geben. In ihrer Arbeit wird die Organisation mit Sitz in Gulu, Norduganda, durch Irene Mukasa-Erben, eine integrierte Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes der AGEH (Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe in Köln) unterstützt.   Gemeinsam arbeiten sie daran, das friedliche Miteinander in […]
19. April 2019

Fusswaschung in einer Haftanstalt

Papst Franziskus hat mit einer Fußwaschung in einer Haftanstalt bei Rom den Gründonnerstagsgottesdienst gefeiert. Mit der Messe im Vortragssaal der Justizvollzugsanstalt Velletri eröffnete er die Osterfeierlichkeiten im Vatikan. Dabei rief der Papst dazu auf, sich in den Dienst anderer zu stellen: “Jeder von uns muss Diener des anderen sein”, sagte er in seiner frei gehaltenen Predigt. Die Regel Jesu laute: “dienen statt zu dominieren, andere zu verletzen oder zu demütigen”. Nach der Predigt kniete Franziskus vor den zwölf Häftlingen nieder, die aus Italien, Marokko, Brasilien und der Elfenbeinküste […]
17. April 2019

Vatikan kann Häftlinge künftig leichter verlegen

Das Gefängnis des Vatikan platzt nicht gerade aus allen Nähten: Zur Zeit sitzt dort ein einziger Gefangener ein. Durch ein neues internationales Abkommen kann der Kirchenstaat Sträflinge nun einfacher als bisher in andere Länder verlegen. Der Vatikanstaat hat die kleinste Haftanstalt der Welt. Mit gerade einmal zwei Zellen ist sie in der Kaserne der vatikanischen Gendarmerie unweit des Petersplatzes untergebracht. Straftäter, die nicht Vatikanbürger sind, übergeben die Gendarmen den italienischen Behörden. Es kommt so kaum vor, dass jemand für die Zeit der Untersuchungshaft im Vatikan festgehalten wird. Der […]
24. März 2019

In den Gefängnissen von Hongkong

Der Schweizer reformierte Theologe Tobias Brandner betreut im Auftrag des Basler Hilfswerkes „mission 21“ in Hongkong Gefangene als Seelsorger. Er erzählt von unmenschlicher Isolationshaft. „Arbeit an der Hoffnung“ ist sein Leitsatz. Stanley, Südseite der Insel Hongkong, ruhiger Wohnort der Oberschicht, am Südrand ist das grösste Gefängnis Hongkongs. In der hintersten Ecke des riesigen Areals der Block 6 mit 240 Zellen, zur Hälfte von Gefangenen in Einzelhaft bewohnt.   Von Zelle zu Zelle gehend, schaue ich durch das vergitterte Loch in die Zelle, grüsse hinein, komme mir als Eindringling vor […]
21. März 2019

Revolution hinter Gittern zum Schweigen bringen

Von André Wielebski, Fotos: Achim Pohl, Adveniat. In Nicaragua bringt die Regierung Oppositionelle systematisch zum Schweigen. Auch Carlos Brenes, ein einstiger Kampfgefährte Daniel Ortegas, sitzt im Gefängnis. Sein Schicksal zeigt, warum ehemalige Revolutionäre sich von der sandinistischen Partei abwenden und welche politischen Gräben die Gesellschaft im einstigen Sehnsuchtsland der politischen Linken spalten. Als am Abend des 28. August 2018 das Handy von Thelma Brenes (34) klingelt, hofft sie, erlöst zu werden. Erlöst von der Ungewissheit, ob es ihrem Vater gut geht und ob ihm die Flucht aus Nicaragua […]
19. März 2019

Der Knast hat mich im Glauben reicher gemacht

Wer hier arbeiten will, kommt mit Diplomatie und Gerechtigkeitssinn nicht weit. Ein dickes Fell braucht man wohl eher, dazu jede Menge Gottvertrauen und eine große Portion Menschenliebe. Das Männergefängnis San Juan de Lurigancho in Lima ist einer der unbarmherzigsten und härtesten Arbeitsplätze in Lateinamerika. Hier leben zurzeit rund 10.800 Gefangene – Drogendealer, Räuber, Vergewaltiger, Totschläger, Mörder – Verurteilte und nicht Verurteilte, Schuldige und Unschuldige – aufgeteilt auf 21 Baracken, „regiert“ von Bossen, die für Ruhe – oder auch Unruhe sorgen, abgeschirmt von der Außenwelt und unter ständiger Bewachung […]
1. März 2019

Palmasola Gefängnisstadt im Tiefland Boliviens

“Centro de Rehabilitacion” – in Großbuchstaben prangt der Name der Gefangenenstadt von Palmasola über dem Eingangstor: Zentrum für Wiedereingliederung. Das Gefängnis ich liegt etwa zehn Kilometer südlich des Stadtzentrums im bolivianischen Santa Cruz de la Sierra im Ortsteil Palmasola. Das Gefängnis liegt im “kilometro 10”, dem 10. Ring vom Stadtzentrum aus gezählt.  Hier sitzen rund 3000 verurteilte Kriminelle und Untersuchungshäftlinge ein. Ein Staat im Staate – für den niemand mehr Interesse aufbringt als eben nötig. Eingeschlossen von einer doppelten Mauer und mit Stacheldraht abgeriegelt, sind die Häftlinge in Palmasola […]
8. Februar 2019

Italienische Gefängnisinsel Gorgona

Gefängnisinseln sind heute eigentlich nur noch Museen. Aber auf der Mittelmeerinsel Gorgona sind noch Gefangene inhaftiert. Fast genauso viele wie es Angestellte auf der Insel gibt: Wärter und Handwerker. Gorgona ist seit 1869 Gefängnis. Heute sitzen hier Räuber und Totschläger, die in Landwirtschaft, Viehzucht und Weinbau ausgebildet werden. Baden ist ihnen strengstens untersagt. Wer sich Gorgona als Fremder nähern will, wird von der Gefängnispolizei zur Rückkehr aufgefordert. Nur einmal in der Woche herrscht reger Betrieb. Am Besuchstag sitzen Gefangene und Angehörige in der einzigen Bar, die dann zur […]
7. Februar 2019

Viele Repressalien in Gefängnissen von Brasilien

Gefängnisseelsorgerin Schwester Petra Pfaller aus Brasilien, die auf Heimaturlaub in Deutschland war, besuchte zusammen mit Vera Lúcia Dal Zotto, einer brasilianischen Kollegin, die JVA Würzburg. Schwester Petra nutzt ihren Urlaub, um u.a. mit Adveniat und Misereor die Weiterführung von Projekten für die Gefängnisseelsorge in Brasilien sicherzustellen und um durch Interviews auf die schwierige und teilweise skandalöse Situation in den brasilianischen Gefängnissen aufmerksam zu machen. In der JVA Würzburg traf sie sich mit Doris Schäfer, der Leiterin der Arbeitsgemeinschaft „International“ der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. Schwester Petra, Sie […]
3. Februar 2019

Roboter als Bediensteter im Gefängnis

Während deutsche Haftanstalten mit Überbelegung und Fluchtereignissen zu kämpfen haben, gehen andere Länder im Strafvollzug neue Wege. Verurteilte Mörder und Vergewaltiger liegen in Norwegen bei gutem Wetter auf der Veranda und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Jedenfalls im wohl liberalsten Knast der Welt, der Gefängnisinsel Bastøy. Dort gibt es weder Zäune noch Mauern, keine Gitter und verschlossene Türen. Das Konzept heißt Selbstkontrolle: Die 100 Straftäter leben in einer Dorfgemeinschaft, bauen Kartoffeln an und kümmern sich um ein paar Milchkühe. Was wie Urlaub klingt, loben manche Strafrechtsexperten […]
28. Januar 2019

Papst kritisiert Spaltung in Gut und Böse

Papst Franziskus hat das pulsierende Zentrum Panamas für ein paar Stunden gegen die Kleinstadt Pacora vertauscht. Der Freitag steht bei Weltjugendtagen traditionell im Zeichen von Buße und Vergebung; am Abend sollte ein Kreuzweg an der Küstenpromenade Cinta Costera stattfinden. Franziskus wollte diesen Tag auch mit jenen verbringen, die das Thema Schuld in besonderer Weise kennen und die am Rand der Metropole leben. Deshalb besuchte er eine Jugendhaftanstalt. Dabei kritisiert er eine Gesellschaft, die auf eine Spaltung in Böse und Gute nicht verzichten will. Las Garzas, ein Ortsteil von […]
28. Januar 2019

Lateinamerikanische Gefängnisse überfüllt

Brasilien, Venezuela, El Salvador: Die Nachrichten über katastrophale Zustände in lateinamerikanischen Gefängnissen sind fast schon zur Gewohnheit geworden. Massenaufstände und Meutereien mit vielen Toten mögen einige Tage für Schrecken und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung sorgen, doch schnell sind solche Vorfälle wieder vergessen. Häftlinge stehen in der Hierarchie des Kontinents, der vielerorts von Armut geprägt ist, ganz unten. Kaum jemand interessiert sich wirklich für das Schicksal oder gar eine Resozialisierung inhaftierter Straftäter. Die Zustände in lateinamerikanischen Gefängnissen sind meist katastrophal. Auch deshalb will das katholische Kirchenoberhaupt mit seinem Besuch […]
17. Dezember 2018

Kampagne “Gefangene befreien in Afrika”

In der Mehrzahl der Fälle landet man in afrikanischen Ländern im Gefängnis für “kleinste” Vergehen: kleine Diebstähle wie der Diebstahl eines Apfels, einer Stange Seife oder von zwei Hühnern. Für diese kleinen Diebstähle bekommt man oft sehr lange Strafen. Wenn einer dieser armen Gefangenen – sie sind arm, weil nur Arme solche Vergehen begehen – die Justizkosten oder seine Geldstrafe nicht zahlen kann, läuft er Gefahr, jahrelang im Gefängnis zu bleiben.   In vielen afrikanischen Gefängnissen ist das Leben besonders hart: Oft gibt es kein Wasser, in den […]
24. Oktober 2018

City`s for Life – Gegen die Todesstrafe

Im Jahr 2002 haben verschiedene Menschenrechtsorganisationen (u.a. Amnesty International) mit der Gemeinschaft Sant’Egidio die „World Coalition against the Death Penalty“ ins Leben gerufen. Sie hat den Aktionstag „City´s for Life – Städte für das Leben / Städte gegen die Todesstrafe“ begonnen, der seitdem jährlich am 30. November ausgerichtet wird und auf Ebene der Zivilgesellschaft an diesem Tag Kampagnen zur Sensibilisierung für humanere Justizsysteme durchführt, die immer und unter allen Umständen das Leben verteidigen. Dieser Tag ist der Jahrestag des Dekretes, durch das im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana […]