Sie haben Interesse an einer Tätigkeit als GefängnisseelsorgerIn? Dann schauen Sie sich die aktuellen Stellenausschreibungen an oder wenden sich direkt an Ihr Bistum oder an Ihre Landeskirche. Sie können als Priester, Diakon, Pastoral- oder GemeindereferentIn bzw. als PastorIn in der Gefängnisseelsorge tätig sein. In der Regel tun Sie das im Auftrag des betreffenden Bistums oder der betreffenden Landeskirche, die mit dem jeweiligen Bundesland einen Gestellungsvertrag schließt.

 

Die Tätigkeit der einzelnen Berufsgruppen unterscheidet sich kaum – allenfalls im gottesdienstlich-sakramentalen Handeln. Die Seelsorge im Gefängnis stellt für die dort pastoral Tätigen eine besondere Herausforderung dar. Deshalb ist theologische Kompetenz und eine angemessene Zusatzausbildung notwendig. Diese Aus- und Fortbildung wird durch die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz für alle in den Diözesen mit der Gefängnisseelsorge Beauftragten angeboten.

Manche Bistümer schreiben offene Stellen bundesweit aus, andere wiederum in den eigenen Reihen des pastoralen Personals. Voraussetzung für eine Anstellung als GefängnisseelsorgerIn ist ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie oder Religionspädagogik und eine abgeschlossene kirchliche Berufseinführung oder ähnlicher Qualifikationen (Master Studiengang oder Diplom Theologe/Theologin). Wichtig ist eine psychische Stabilität, Kommunikationsstärke und ökumenische sowie interreligiöse Teamfähigkeit.

 

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Erzbistum Paderborn

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Erzbistum Berlin

Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein


Des Weiteren wird angeraten die Pastoral-Psychologische Ausbildung wie der Klinischen Seelsorgeausbildung (KSA) oder berufsbegleitend die vierwöchige Ausbildung der Gefängnisseelsorge zu absolvieren. Die Klinische Seelsorgeausbildung in der Gefängnisseelsorge wird von der Evangelischen Konferenz durchgeführt. Zudem bietet der Schweizerische Verein für Gefängnisseelsorge eine umfassende Ausbildung in Kooperation mit der Theologischen Fakultät an der Universität Bern an.

12. Oktober 2021
Mit neuer Perspektive erfährt man besser den Himmel
Wer kennt ihn nicht, den Papierflieger? Eine Form von Origami und ein Objekt, das einem Flugzeug ähnelt und – einfach gefaltet – aus Papier besteht. Für viele eine Erinnerung an so manchen Schulstreich. Heute noch werden sie immer wieder gerne gebastelt und auf die Reise geschickt. […]
25. September 2021
Ich kann schreiben. Dies ist nicht selbstverständlich
“Armenhof“, so hieß die Siedlung, in der ich als Kind gewohnt habe. Der Name ist Programm. Wir waren arm und meine Eltern konnten nicht lesen und schreiben. Und trotzdem sind sie irgendwie klar gekommen. So wie es die meisten lese- und schreibunkundigen Menschen tun. Mir erschienen […]
25. September 2021
Bücher nicht als Zeitvertreib. Sie geben Mut
Kaum zu glauben, dass ein paar Worte einem Menschen das Leben retten können. Worte wirken oft weiter als wir annehmen. Ein Satz kann ein Segen sein, ein Wort die Wunde heilen. Worte, die weiterwirken. Freunde, Leserinnen und Leser schreiben oder erzählen, welcher Text sie inspiriert, anspricht, […]
5. September 2021
Ungewöhnliche musikalische Klänge im Knast-Gottesdienst
Sonntagmorgen in der Knastkirche: Fünf jugendliche Inhaftierte greifen zu den Instrumenten. Sie gestalten den Gottesdienst musikalisch mit. Es sind junge Leute mit mehr oder weniger muslimischen, bekenntnisfreien oder freikirchlichen Erfahrungen. Verschiedene Kulturkreise kommen zusammen. Ihre Gemeinsamkeit? Sie machen miteinander Musik. Im Rahmen des Projektes “Musikband” unter […]
3. September 2021
Noch eine Zigarette mit Großvater am Grab rauchen
Im Jugendvollzug sind die Großeltern wichtige Bezugspersonen. Sie genießen beim “verlorenen Sohn” der Familie große Achtung. Oma oder Opa haben oft die Elternrolle übernommen. Durch ihre Lebenserfahrungen nehmen sie die Enkel wie sie sind ob straffällig oder nicht. “Mein Großvater ist gestorben”, berichtet der 17-jährige Alfred. […]
28. August 2021
Flutopfer: Wenn es einem die Sprache verschlägt…
Eineinhalb Monate nach der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist im Aachener Dom der Opfer gedacht worden. Nach Starkregen waren Mitte Juli Ortschaften überflutet worden, ganze Häuser und Straßen wurden weggerissen. “Es wurde uns die Heimat weggenommen”, sagt eine Frau im rheinland-pfälzischem Ahrtal. “Nicht auch dass […]
31. Juli 2021
Zeilen aus der Zelle: Plattform Jailmail ist eingestellt
Die Online-Plattform Jailmail, die seit fast 15 Jahren Briefkontakte zwischen Gefangenen und Menschen in Freiheit vermittelt und so tausende Briefkontakte herstellte, hat das Angebot unerwartet Anfang des Jahres eingestellt. Die Betreiberin der Plattform, die dieses Engagement über viele Jahre kostenfrei anbot, wurde auf dem Videoportal TikTok […]
4. Juli 2021
Kirchen und Andachtsräume in Justizvollzugsanstalten
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2. Juli 2021
I have a dream: Strafgefangene als Menschen sehen
“Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen ihrer Farbe der Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden. Ich habe einen Traum!“ Der amerikanische Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King sprach […]