Mit ökumenischer, interreligiöser und interkultureller Offenheit arbeiten wir hinter Mauern. Die Grundlage für die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten ist der Artikel 4 des Grundgesetzes, der die uneingeschränkte Religionsausübung gewährleistet.

 

Die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. ist ein bundesweiter und überdiözesaner Zusammenschluss. Er organisiert sich als gemeinnütziger und kirchlicher Verein von hauptberuflichen SeelsorgerInnen. Die MitarbeiterInnen arbeiten im Gestellungsvertrag des Landes mit dem Bistum, im Angestelltenverhältnis oder mit Verbeamtung des Landes in den staatlichen Einrichtungen.

 

Aufgaben und Tätigkeiten

Security Building
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Überregional

Zusammenarbeit mit der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge und anderen Kooperationspartnern.

Herausgabe der 2 x jährlich erscheinenden Fachzeitschrift AndersOrt.

Initiieren, planen und begleiten von Treffen in Zusammenarbeit mit den Regionen (Fach- und Studientagungen, Arbeitsgruppen, Kirchentage…).

Sensibilisierung der Menschen „draußen“ für straffällig gewordene Menschen und Beteiligung am gesellschaftlichem Diskurs über den Strafvollzug (Vorträge, Öffentlichkeitsarbeit, Austausch mit der Bundesvereinigung der AnstaltsleiterInnen...).

Erstellung von Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben und aktuellen Fragen.

Unterstützung in Konfliktsituationen mit kirchlichen und staatlichen Stellen.

Austausch und Kontakte mit VertreterInnen anderer Religionen und Weltanschauungen.

Qualitätssicherung seelsorgerlicher Arbeit durch kollegiale und ökumenisch ausgerichteter Zusammenarbeit, Aus- und Fortbildungen sowie Supervision.

Vor Ort

Intervention in Krisensituationen, vermitteln und schlichten bei Konflikten – gerade im Umgang mit so genannten „schwierigen“ Gefangenen.

Führen von Einzel- und Gruppengesprächen, die durch das Seelsorgegeheimnis sowie dem Zeugnisverweigerungsrecht geschützt sind.

Sinnsuche und Begleitung Inhaftierter in ihrer Biografie und derzeitigen Lebenssituation - unabhängig von religiöser, bekenntnisfreier, sprachlicher und nationaler Wurzeln.

Fragen nach Lebenssinn, Umgang mit Schuld und Vergebung, Ethik, Glauben und persönlicher Zukunft mit Inhaftierten und KollegInnen des Allgemeinen Vollzugsdienstes, des erziehungswissenschaftlichen, pädagogischen, psychologischen Dienstes sowie des Integrations- und Werkdienstes ins Gespräch bringen.

Angehörigenarbeit, Väterseminare und strukturelle Präsenz bei Sterbefällen sowie bei Integrations- und Resozialisationsfragen.

Partizipation bei Landes- und Diözesanstreffen sowie den bundesweiten Studientagungen und Arbeitsgmeinschaften der Gefängnisseelsorge beider Kirchen.

Grundlagen + Hintergründe

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