Mit unterschiedlichsten Lebensthematiken ist der Justizvollzug ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Darin spiegeln sich Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Überzeugungen sowie abgründigen und freudigen Geschichten. “Seelsorge” ist die Sorge um den ganzen Menschen, der mehr ist, als gängige Trends aussagen, gesellschaftliche Verhältnisse widerspiegeln oder das zugängliche Bewusstsein eines Menschen zeigt.

 

Als GefängnisseelsorgerIn sind wir den Lebensthemen und persönlichen Biografien ausgesetzt. Kann der Seelsorger und Pastor, der manches Mal in die Reihe eines “salbungsvollen Gutmenschen” eingeordnet wird ein loyales Gegenüber anbieten? Solche Vermutungen beschäftigen manchen Gefangenen oder umgekehrt auch entsprechend den Vollzugsbediensteten.

 

Für die inhaftierte Menschen sind mit der Seelsorge viele Hoffnungen verbunden, was ein seelsorgerlicher Dienst für sie alles erreichen kann. Allgemein wird erwartet, dass sie einen Menschen mit Verständnis und Mitgefühl antreffen. Der Vertrauensvorschuss mit unserer seelsorgerlichen Schweigepflicht ist kostbar und schutzbedürftig. Das Gefängnis ist mit all den harten Geschichten ein Ort der permanenten Krise, wo alle, Inhaftierte, Fachdienste und VollzugsmitarbeiterInnen, oft unter Anspannung arbeiten und leben.

23. Februar 2019
GefängnisseelsorgerInnen oft kantige Originale
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26. Dezember 2019
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16. Januar 2019
Ethische Reflexion im Justizvollzug
Ethikkomitees sind Instrumente der Institution Justizvollzug, die durch bestimmte Rahmenbedingungen und der Bereitschaft zu einer sachlichen Auseinandersetzung im Alltag des Justizvollzugs einen […]
11. Mai 2020
NS-Urteil bezog sich auf das sogenannte Heimtückegesetz
Unterrichtsraum während der NS-Zeit im ostwestfälischen Gefängnis in Herford. Während des Zweiten Weltkriegs waren in Remscheid mehr als 10.000 ausländische „Zivilarbeiter“ und […]
25. August 2019
Interview: Jeder Mensch ist nahezu zu allem fähig
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26. Juli 2019
Ökumene ist im Knast gelebte Selbstverständlichkeit
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