Als GefängnisseelsorgerInnen, die für die Gefangenen, aber auch für Bedienstete zur Verfügung stehen, ist die Arbeit wesentlich geprägt durch das Seelsorge- bzw. Beichtgeheimnis sowie das Zeugnisverweigerungsrecht (§ 53 StGB / § 139 StGB).

Dies ermöglicht einen Freiraum des Vertrauens, der „ungeschminkten“ Aussprache, des ehrlichen Dialogs, der gerade hinter Gittern besonders wichtig ist, wo Gewissensnot, Schulderfahrung, Druck und existentielle Bedrängnis herrscht. Die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. will Menschen von „draußen“ für die Problematik straffällig gewordener Menschen sensibilisieren.

Sie beteiligt sich am gesellschaftlichen Diskurs über den Strafvollzug und setzt sich mit Grenzsituationen auseinander. Sie engagiert sich überkonfessionell und arbeitet religionssensibel. Zudem setzt sie sich konstruktiv kritisch gegenüber Kirche und Staat ein.

 

X