Armin Breidenbach (geboren 1950 in Remscheid) forscht über Jahre zum Zuchthaus Herford in den Jahren 1934 bis 1939. Im Jahr 1939 wurde das Zuchthaus ein Jugendgefängnis. Viele Artikel mit Geschichten von Inhaftierten und den damaligen Haftbedingungen sind entstanden. Die Gefängnisseelsorge der heutigen JVA Herford ist an diesem Projekt mit finanziellen Mitteln des Erzbistum Paderborn beteiligt.

Breidenbach studierte in Münster und Berlin. Er hat Abschlüsse als Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. In Berlin war er langjährig in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Seit dem Jahr 2015 ist er Rentner. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen „Verfolgung und Widerstand in Remscheid 1933–1945“ und „Das Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen und seine Häftlinge 1933–1945“ hat er herausgegeben.

Artikelserie zum Zuchthaus Herford 1934-1939


 


16. Juli 2026
“Opferbuch” erinnert an politische Häftlinge im Zuchthaus Herford
Betsaal des Bochumer Gerichtsgefängnisses in der ABC-Straße, wo im April 1934 der Massenprozess gegen Hermann Blask und weitere 110 Angeklagte stattfand. Einer der Angeklagten war Marcel Rosenkiewicz, der später einen Teil seiner Strafe im Zuchthaus Herford verbüßen musste. Repro: Alfons Zimmer. Im Rahmen der Recherchen zu […]
12. Juli 2026
Eine Studie zur katholischen Gefängnisseelsorge in der DDR
Gefangene zu besuchen, zählt zu den „sieben Werken der Barmherzigkeit“ und gehört zum pastoralen Grundanliegen der Kirchen. In der Sowjetische Besatzungszone (SBZ) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bemühten sich Kirche und Caritas, Zugang zu den Häftlingen in den Strafvollzugsanstalten zu erhalten, um seelsorglich wirken zu […]
23. Juni 2026
Denkmal in der JVA Tegel für inhaftierten Dompropst Lichtenberg
Denkmäler sollen öffentlich erinnern. An Menschen, an Ereignisse, an besondere Ideen. Ein Denkmal hinter Gefängnismauern scheint da seinen Zweck zu verfehlen, ist es doch gerade nicht öffentlich zugänglich. Alexander Obst, katholischer Seelsorger an der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel war anderer Meinung. Als Ergebnis eines Projekts mit Strafgefangenen konnte […]
14. Juni 2026
Ehemalige Häftlinge des Zuchthauses Herford im KZ Dachau
Das Zuchthaus Herford und seine Häftlinge 1934-1939 (Folge 37). Strafhäftlinge konnten im „Dritten Reich” nicht unbedingt davon ausgehen, dass sie nach restloser Strafverbüßung tatsächlich nach Hause entlassen wurden. Karl Schabrod stellte 1969 in seiner Untersuchung über den antifaschistischen Widerstand an Rhein und Ruhr unter anderem fest, […]
5. Juni 2026
Publikation “AndersOrt” der Gefängnisseelsorge ist 15 Jahre alt
In der Geschichte der Gefängnisseelsorge gab es schon früh Publikationen. Bereits 1925 wurde die Pastoralinstruktion vom Fürstenbischof Kardinal Bertram in Breslau für die Vereinigung der katholischen Strafanstaltsgeistlichen auf dem Gebiet von Preußen veröffentlicht. In den 1980 er Jahren ist eine Bundesstelle der Gefängnisseelsorge in Fulda eingerichtet […]
25. Mai 2026
Häftlinge lesen damals wie heute Bücher aus der Anstaltsbücherei
Das Zuchthaus Herford und seine Häftlinge 1934-1939 (Folge 36). Bereits im Jahr der Machtübernahme wurde von den Nationalsozialisten das Büchereiwesen landesweit „gleichgeschaltet”. Von dieser „Gleichschaltung” waren auch die Gefangenenbüchereien betroffen. § 115 der Dienst- und Vollzugsordnung von 1933 erklärte die Aufgaben der Gefangenenbücherei für die NS-Gesellschaft […]
Knastschlüssel