Im Oktober 2017 gründete sich aus der Personenkörperschaft „Konferenz der Katholischen Seelsorge bei den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik Deutschland“ der eingetragene, gemeinnützige und kanonische Verein mit dem Namen „Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V.“ In frühen Jahren lautete die Bezeichnung „Konferenz der katholischen Geistlichen im Strafvollzug.“

 

Der Verein setzt sich aus MitgliederInnen zusammen, die im hauptberuflichen Dienst als GefängnisseelsorgerIn in ihrem Bistum stehen und dem Verein per schriftlicher Erklärung beigetreten sind. Der bundesweite Zusammenschluss besteht nicht aus Delegierten, sondern jede/r einzelne MitarbeiterIn vor Ort kann partizipieren und die Fort- und Ausbildungsangebote nutzen.

 

Die Deutsche Bischofskonferenz begleitet mit der Pastoralkommission die Anliegen der Gefängnisseelsorge und die Arbeit des Vereines. Es kann jede und jeder im Dienst befindliche hauptberufliche SeelsorgerIn und andere Interessierte durch Beitrittserklärung Mitglied des Vereines werden. Die Organe des Vereines sind der Vorstand, der Beirat und die Mitgliederversammlung. Der Beirat besteht aus VertreterInnen der Regionen in den Ländern, Diözesen und (Erz-)Bistümern in Deutschland und den Beauftragten für besondere Arbeitsbereiche. Die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten wird auf Diözesan- und Bistumsebene geregelt. Staatliche Ansprechpartner sind die Justizministerien der Länder. Neben den Katholischen Büros sind Diözesanbeauftragte, SprecherInnen oder Dekane an der Schnittstelle zwischen MitarbeiterInnen, Bistum und dem Land tätig.

18. September 2019
Als Beamtin im Männergefängnis arbeiten
In Deutschland gibt es rund 38.000 Bedienstete im Justizvollzug. Der Frauenanteil liegt bei etwa 20 Prozent. Aktuell gibt es in Deutschland 2.000 unbesetzte Stellen. Da der Strafvollzug Ländersache ist, varriert die Ausbildung und das Gehalt je nach Bundesland. Für die Beamtenausbildung im Justizvollzugsdienst braucht man mindestens […]
8. April 2022
Lebenslänglich: Sprechen ÜBER jemanden, den man nicht kennt
„Ich habe lebenslänglich!“ sagte vor einigen Jahren ein Missbrauchsopfer in einer Dokumentation im Radio. Mir trieb das beim Hören Tränen in die Augen. Das unsägliche Leid dieses Menschen und aller Missbrauchten. Seitdem hat sich dieses Wort in mir eingebrannt. „Lebenslänglich.“ In zahlreichen Gesprächen mit queeren Menschen, […]
28. Januar 2022
Kein Weiter so! Ein radikaler Neuanfang tut not
Im März wird der Kölner Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki, nach viereinhalbmonatiger Auszeit voraussichtlich sein Amt als Erzbischof wieder aufnehmen. Ob und wie Woelki die Auszeit genutzt hat, um sein Verhalten in der Missbrauchsaffäre und sein Festhalten an der Macht zu überdenken, vermag ich nicht abzusehen. […]
7. Oktober 2023
Dass etwas anfängt: Wo Mauern fallen, werden Zugänge freigelegt
In Wien wurde die „Trompete von Jericho“ als Auszeichnung für die Initiative #OutInChurch entgegengenommen. Dieser Preis wird von verschiedenen österreichischen Kirchenreformorganisationen für „außerordentliche Verdienste um Reformen in der Katholischen Kirche hin zu einer Kirche mit Zukunft“ verliehen. Die Feier fand im Rahmen einer Preisverleihung statt, bei […]
5. April 2021
Den Nagel auf den Kopf treffen. Es scheint gottverlassen
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Diese Worte sind bekannt. Sie stehen in der Markus Passion. Nach über einem Jahr Leben in der Pandemie, mit unzählig entstandenen Existenznöten von Menschen in unserem Land und weltweit, nach zigtausend Toten, gibt es noch kein Ende, […]
27. Dezember 2024
Heiliges Jahr 2025 verbunden mit dem Aspekt der Hoffnung
Dr.in Christine Drexler ist katholische Theologin in Österreich. Im Jahr 2006 hat sie ihre Promotion zum Thema „Im Gefängnis befreiend von Gott sprechen? Merkmale und Mechanismen eines disziplinären Systems als theologische Herausforderung“ verfasst. Der Schweizer Verlag für Gefängnisseelsorge wird die Studie neu in einem Buch veröffentlichen. […]