Im Oktober 2017 gründete sich aus der Personenkörperschaft „Konferenz der Katholischen Seelsorge bei den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik Deutschland“ der eingetragene, gemeinnützige und kanonische Verein mit dem Namen „Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V.“ In frühen Jahren lautete die Bezeichnung „Konferenz der katholischen Geistlichen im Strafvollzug.“

 

Der Verein setzt sich aus MitgliederInnen zusammen, die im hauptberuflichen Dienst als GefängnisseelsorgerIn in ihrem Bistum stehen und dem Verein per schriftlicher Erklärung beigetreten sind. Der bundesweite Zusammenschluss besteht nicht aus Delegierten, sondern jede/r einzelne MitarbeiterIn vor Ort kann partizipieren und die Fort- und Ausbildungsangebote nutzen.

 

Satzung des Vereines

Geschichte

Die Deutsche Bischofskonferenz begleitet mit der Pastoralkommission die Anliegen der Gefängnisseelsorge und die Arbeit des Vereines. Es kann jede und jeder im Dienst befindliche hauptberufliche SeelsorgerIn und andere Interessierte durch Beitrittserklärung Mitglied des Vereines werden. Die Organe des Vereines sind der Vorstand, der Beirat und die Mitgliederversammlung. Der Beirat besteht aus VertreterInnen der Regionen in den Ländern, Diözesen und (Erz-)Bistümern in Deutschland und den Beauftragten für besondere Arbeitsbereiche. Die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten wird auf Diözesan- und Bistumsebene geregelt. Staatliche Ansprechpartner sind die Justizministerien der Länder. Neben den Katholischen Büros sind Diözesanbeauftragte, SprecherInnen oder Dekane an der Schnittstelle zwischen MitarbeiterInnen, Bistum und dem Land tätig.

11. Juli 2024
Ochse und Esel werden in der Knast-Krippe gesucht
Ochs und Esel, die beiden tierischen Zeugen von Jesu Geburt fehlen noch in der sozialkritischen Knast-Krippe im Jugendvollzug der JVA Herford. Die ungewöhnliche Weihnachtskrippe wurde gemeinsam mit jugendlichen Gefangenen durch den Holzbildhauer Rudi Bannwarth aus dem baden-württembergischen Ettlingenweier gestaltet. Die Dreikönige sind ein Bediensteter, die Freundin […]
14. April 2022
Langer Tisch der Entfremdung: Mahl nicht für Handverlesene
Gewiss erinnern Sie sich an den Tisch, leer und lang. An der einen Schmalseite saß Putin. An der anderen Seite mal Macron, mal Scholz. 6 m Abstand. Man friert beim Anblick. Distanz kommt zum Ausdruck, ein Auseinander, nichts ist da, was die Leere füllt. Ein Bild […]
4. Februar 2022
Geht es um eine Kirche ohne Angst? Synodaler Weg
Die dritte Synodalversammlung des Synodalen Weges der Katholischen Kirche in Deutschland ist in Frankfurt am Main eröffnet worden. Insgesamt nehmen 218 Synodale an der Konferenz teil. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und Präsidentin des Synodalen Weges, Dr. Irme Stetter-Karp, betonte, dass das ZdK […]
11. Januar 2026
Versuchung ist groß, Menschen aufzuteilen in würdig und unwürdig
Sakramente sind besonders. Sie bezeichnen eine menschliche Wirklichkeit, die göttlich durchwirkt. Ob es das Hinabtauchen und wieder aufleben aus dem Wasser der Taufe als Zeichen geliebten Angenommenseins ist, die leibhaftige Gegenwart Jesu im Teilen des Brotes, das einander Zusagen von Liebe und Treue in guten wie […]
12. Juli 2020
Beim König in Gnaden: Gefangenenpatron Leonhard
Der Heilige Leonhard wird als  „Bauernherrgott“ im Alpenland verehrt. Dabei war seine Herkunft weder bäuerlich noch alpenländisch: Leonhard lebte in Frankreich, seine adlige Familie gehörte zum Hof der Merowinger. Der Sohn wurde von Erzbischof Remigius von Reims getauft und unterrichtet, bekam später sogar ein Bistum angeboten […]
8. November 2019
Das Logo des Synodalen Weges ist vorgestellt
Man ist überzeugt: Die Kirche braucht ein synodales Voranschreiten. Die Katholische Kirche in Deutschland fängt dabei nicht am Nullpunkt an. Die „Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland“ (Würzburger Synode 1971 bis 1975), die „Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR“ (1973 – 1975) und der Gesprächsprozess der […]
Knastschlüssel