Im Oktober 2017 gründete sich aus der Personenkörperschaft „Konferenz der Katholischen Seelsorge bei den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik Deutschland“ der eingetragene, gemeinnützige und kanonische Verein mit dem Namen „Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V.“ In frühen Jahren lautete die Bezeichnung „Konferenz der katholischen Geistlichen im Strafvollzug.“

 

Der Verein setzt sich aus MitgliederInnen zusammen, die im hauptberuflichen Dienst als GefängnisseelsorgerIn in ihrem Bistum stehen und dem Verein per schriftlicher Erklärung beigetreten sind. Der bundesweite Zusammenschluss besteht nicht aus Delegierten, sondern jede/r einzelne MitarbeiterIn vor Ort kann partizipieren und die Fort- und Ausbildungsangebote nutzen.

 

Die Deutsche Bischofskonferenz begleitet mit der Pastoralkommission die Anliegen der Gefängnisseelsorge und die Arbeit des Vereines. Es kann jede und jeder im Dienst befindliche hauptberufliche SeelsorgerIn und andere Interessierte durch Beitrittserklärung Mitglied des Vereines werden. Die Organe des Vereines sind der Vorstand, der Beirat und die Mitgliederversammlung. Der Beirat besteht aus VertreterInnen der Regionen in den Ländern, Diözesen und (Erz-)Bistümern in Deutschland und den Beauftragten für besondere Arbeitsbereiche. Die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten wird auf Diözesan- und Bistumsebene geregelt. Staatliche Ansprechpartner sind die Justizministerien der Länder. Neben den Katholischen Büros sind Diözesanbeauftragte, SprecherInnen oder Dekane an der Schnittstelle zwischen MitarbeiterInnen, Bistum und dem Land tätig.

16. November 2018
Debatte um Missbrauch wird weitergehen
Eigentlich hatte das Thema der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. auf ihrer Studientagung im September 2018 in Ludwigshafen nichts mit der Missbrauchsdebatte zu tun, sondern das Tagungsthema hieß: „AndersSein am AndersOrt“. Aber dennoch war es das Subthema der ganzen Tagung, denn zeitgleich war die Versammlung der […]
12. Mai 2022
Wenn wir uns bewegen und verändern, geschieht dies bei Kirche
„Du stehst nicht im Stau, du bist der Stau!“ Vielleicht haben Sie dieses Transparent auch schon mal an einer Autobahnbrücke gesehen. Mir ist es nach einem Gespräch mit einer Bediensteten der JVA eingefallen. Sie sagte: „Du machst ja sehr gute Arbeit, da könnte sich Deine Kirche […]
26. Februar 2021
Spiritualisierte Gewalt: Geist­licher Missbrauch
Betroffene spiritualisierter Gewalt in kirchlich anerkannten Gemeinschaften in Deutschland und das Netzwerk gegen geistlichen Missbrauch (NGM) wenden sich in einem offenen Brief an Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen), den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe „Kirchliche Bewegungen und neue Geistliche Gemeinschaften“, und an Bischof Georg Bätzing (Bistum Limburg), den […]
10. September 2022
Der „Synodale Weg“ hat es in die tagesschau geschafft
Jetzt hat es der „Synodale Weg“ der deutschen Katholischen Kirche in die tagesschau geschafft. Die Inhalte ernten nur Kopfschütteln. Was machen die da schon wieder? War doch klar, dass die Mehrzahl der amtierenden Bischöfe eine andere Sexualmoral ablehnen. Enttäuschte Gesichter und tiefe Betroffenheit. Das ist das […]
13. September 2019
Gelobt sei Gott. Sicht von Missbrauchsopfern
François Ozons Film ­schildert – aus der Sicht von ­Missbrauchsopfern eines katholischen Priesters, die um Aufklärung und Gerechtigkeit kämpfen – den bisher größten Skandal der Katholischen Kirche in Frankreich. Es gibt in diesem Film recht früh eine Schlüsselszene, die körperliches Unwohlsein erzeugt: die persönliche Gegenüberstellung zwischen […]
30. Mai 2022
Krankenhausseelsorgerin gibt kirchliche Beauftragung zurück
„Lieber Bischof Joseph, ich gebe dir meine Missio zurück“: Die Spitalseelsorgerin aus der Schweiz, Veronika Jehle, schreibt ihren Abschiedsbrief aus dem pastoralen Dienst der römisch-katholischen Kirche. In einem Klartext-Brief begründet Veronika Jehle, warum sie nicht mehr mit einer bischöflichen Beauftragung als Spitalseelsorgerin arbeiten möchte. Die Missio […]