Der Förderverein für die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland trifft sich jährlich am Ort der Studientagung. Aufgaben des Fördervereines sind die finanzielle Unterstützung des Vereines der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland, die Förderung von Projekten vor Ort sowie die finanzielle Hilfestellung in Krisensituationen von GefängnisseelsorgerInnen (z.B. Gerichtsverfahren, anwaltlicher Beistand…).

Vorstand und geborene Mitglieder des Fördervereines bei ihrem Treffen.

 

Ein Projekt ist die Unterstützung des Ingeborg-Drewitz-Literaturpreises für Gefangene. Inhaftierte sollen motiviert werden, ihre Situation literarisch zu verarbeiten. Den Texten von Gefangenen können damit mehr Öffentlichkeit verschafft und eine kritische Auseinandersetzung mit dem deutschen Strafvollzug gefördert werden. Die Trägergruppen des Preises möchten den unermüdlichen Einsatz und die hohen Verdienste der Schriftstellerin Ingeborg Drewitz (1923-1986), die sie in der Straffälligenarbeit erworben hat, würdigen und bewahren.

Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt. Er wurde im Jahr 2006 als Antwort auf die Androhung von Beugehaft und die nachfolgende juristische Aufarbeitung zum Thema “Zeugnisverweigerungsrecht” eines Gefängnisseelsorgers in einer JVA in Wuppertal gegründet. Vorsitzende ist Krankenhausseelsorgerin Dorothea WortelkampMBaye.

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4. Februar 2023
Gründe für das Aufhören von kriminellen Handlungen
Farall & Shapland (2022) untersuchten in einer in England durchgeführten Desistance-Studie, inwieweit die Gründe für das Aufhören krimineller Handlungen mit dem Alter, der Dauer und Art der kriminellen Karriere assoziiert sind. Sie stellen fest, dass keine besonderen Verbindungen zwischen den Gründen für das Aufhören und diesen […]
21. Januar 2022
Weggesperrt. Aus den Augen, aus dem Sinn?
Menschen, die gefangen sind, sind häufig in der Gesellschaft nicht präsent und werden somit schnell übersehen. Besonders schwer ist es für Menschen, die inhaftiert wurden, weil sie kriminelle Handlungen vollzogen haben. „Sie sind ja selber schuld.“ oder „Man soll keine Täter zu Opfern machen“, heißt es […]
19. Oktober 2019
Gefängnis als Kirchort, als christlich-offene Gemeinde
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ heißt es im Matthäusevangelium der Bibel (Mt 20, 20). Wo Christen sich im Namen Jesu Christi versammeln, um das Wort Gottes zu lesen oder zu hören, ihren Glauben und ihr Leben […]
11. März 2025
Aus Liebe zur Kirche: Gedanken zum Abschied von der Hierarchie
Als einer der zentralen kritisierten Aspekte der Kirche tritt zunehmend die Hierarchie als ihre Organisationsform in den Vordergrund, nicht nur als unzeitgemäß, sondern auch als nicht der Botschaft Jesu angemessen. Auch durch die Mißbrauchsskandale wird deutlich, wie diese Machtstruktur Räume öffnet, die mißbraucht werden und extremen […]
11. Oktober 2020
Ehrenamt im Strafvollzug am Beispiel der JVA in Wriezen
„Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr habt mich besucht.“ Schon in der Endzeitrede von Jesus im Matthäusevangelium hat der Besuch von Menschen im Gefängnis eine Bedeutung. Soziale Hilfe für Straffällige hat in ihrer kirchlich-christlichen Ausprägung eine lange Tradition. Das Leben hinter Gittern ist ein Leben […]
20. Dezember 2019
Kommste Kirche, oder was? Religion im Knast
Die Kirche St. Peter in Oldenburg ist eine neugotische Hallenkirche. Die Kapelle in der Justizvollzugsanstalt ist dagegen wesentlich kleiner. Foto: Waltroper Zeitung. Clemens Fabry war von 2010 bis 2017 Pfarrer in St. Peter und ist nun Gefängnis-Seelsorger in der JVA Oldenburg. Er sagt, warum Relgionsfreiheit auch […]
30. November 2024
Angehörige Bediensteter können den JVA-Arbeitsplatz sehen
Jedes Jahr gibt es die Adventsausstellung der JVA Herford. Aus dem Jugendvollzug werden Produkte der Ausbildung und der Arbeitstherapie in der ehemaligen Gärtnerei an der JVA angeboten. Eine lange Schlange bildet sich zur Kasse hin. Vogelhäuser, Holzbänke, Steinschnecken oder Garteneulen aus Stahl nehmen die Menschen mit. […]
20. März 2020
Die Wahrheit(en) in jeder Zeit neu erkennen
Bischof Dr. Gerhard Feige aus dem Bistum Magdeburg ruft dazu auf, kirchliche Lehre und Strukturen immer wieder zu aktualisieren. Dies sei notwendig, da manches vom Zeitgeist vergangener Jahrhunderte geprägt sei und nicht unbedingt dem Evangelium Jesu Christi entspreche, schreibt Feige in seinem Brief zur österlichen Bußzeit. […]
7. April 2020
Medien nennen oft Herkunft von Tatverdächtigen
In der Berichterstattung über Gewaltkriminalität nennen deutsche Medien signifikant häufiger die Herkunft der Tatverdächtigen als in den Jahren 2014 und 2017. Zu diesem Ergebnis kommt der Journalismus-Forscher Prof. Dr. Thomas Hestermann in einer Expertise für den Mediendienst Integration. Verglichen mit den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik erfolgt […]