Im Oktober 2017 gründete sich aus der Personenkörperschaft “Konferenz der Katholischen Seelsorge bei den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik Deutschland” der eingetragene, gemeinnützige und kanonische Verein mit dem Namen “Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V.” In frühen Jahren lautete die Bezeichnung “Konferenz der katholischen Geistlichen im Strafvollzug.”

 

Der Verein setzt sich aus MitgliederInnen zusammen, die im hauptberuflichen Dienst als GefängnisseelsorgerIn in ihrem Bistum stehen und dem Verein per schriftlicher Erklärung beigetreten sind. Der bundesweite Zusammenschluss besteht nicht aus Delegierten, sondern jede/r einzelne MitarbeiterIn vor Ort kann partizipieren und die Fort- und Ausbildungsangebote nutzen.

 

Satzung des Vereines

Geschichte

Die Deutsche Bischofskonferenz begleitet mit der Pastoralkommission die Anliegen der Gefängnisseelsorge und die Arbeit des Vereines. Es kann jede und jeder im Dienst befindliche hauptberufliche SeelsorgerIn und andere Interessierte durch Beitrittserklärung Mitglied des Vereines werden. Die Organe des Vereines sind der Vorstand, der Beirat und die Mitgliederversammlung. Der Beirat besteht aus VertreterInnen der Regionen in den Ländern, Diözesen und (Erz-)Bistümern in Deutschland und den Beauftragten für besondere Arbeitsbereiche. Die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten wird auf Diözesan- und Bistumsebene geregelt. Staatliche Ansprechpartner sind die Justizministerien der Länder. Neben den Katholischen Büros sind Diözesanbeauftragte, SprecherInnen oder Dekane an der Schnittstelle zwischen MitarbeiterInnen, Bistum und dem Land tätig.

12. August 2019
Vom Zorn überwältigt. Kehrseiten unseres Lebens
Die Erfahrungen, die ich im Knast gemacht habe, gehören trotz mancher Ernüchterung wahrscheinlich zum Besten, was mir auf meinem beruflichen Weg begegnet ist. Ich hätte es mir als Pastoralreferent in einer weitgehend verbürgerlichten Kirche nicht träumen lassen: die vielen ausgesprochen dichten und unmittelbaren Begegnungen mit Menschen, […]
15. Februar 2020
Im Gegensatz zu der Ausbeutungsmentalität
Zu Recht wurde das nachsynodale Dokument hierzulande vor allem für seine Aussagen über die Frauen scharf kritisiert. In Lateinamerika überwiegt eine positive Rezeption, besonders hinsichtlich seiner Aussagen in Richtung sozialer, interkultureller und ökologischer Themen. Die politisch-sozialethische Ausrichtung des Dokuments stärkt und würdigt das Engagement vieler. Außerdem […]
17. Dezember 2023
HeilsbringerIn: Wer gibt der Kirche und mir ein Gesicht?
Gibt man in eine der gängigen Suchmaschinen im Internet Katholische Kirche ein und geht anschließend auf Bilder, erscheinen Fotos von Innenräumen von Kirchen, es erscheinen Bischöfe und Kleriker. Wenn man die Wahl der neuen Bischöfe in den Erzbistümern Paderborn und Bamberg medial verfolgt, die geäußerten Erwartungen, […]
24. September 2023
Einander und uns selbst nicht auf einen Sockel stellen
Königinnen- und Königsfiguren, geschaffen von dem Holz schnitzenden Ralf Knoblauch, sind unterwegs, um an den verschiedensten Stellen im Land für das zu stehen, was den Menschen ausmacht: seine königliche Würde in all der Vielfalt, in der er erschaffen ist. Eine Würde, für die der Mensch nichts […]
3. Januar 2023
Perspektivwechsel: Die andere Seite der Verehrung
Im Jahr 2005 rieb ich mir nur die Augen über das, was vom Weltjugendtag in Köln in den Medien berichtet wurde. Wie können so viele junge Menschen einem alten Mann huldigen, der eine erzkonservative Sexualmoral vertritt? Papst Benedikt mag ein renommierter Theologe gewesen sein. Er lebte […]
8. März 2025
Dem Gefangenen Freiheit: Eine Ahnung, was es heißt, frei zu sein
Wie kann es sein, dass es in der Institution Kirche immer noch Menschen gibt, die das Gegenteil von Freiheit verkörpern? Ein Dokument des Grauens ist die Geschichte des verstorbenen Ingo. Er lebte in einem visuellen Gefängnis, wie ein krachender Kokon, der sich schon seit Jahrzehnten um […]
Knastschlüssel