Im Oktober 2017 gründete sich aus der Personenkörperschaft “Konferenz der Katholischen Seelsorge bei den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik Deutschland” der eingetragene, gemeinnützige und kanonische Verein mit dem Namen “Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V.” In frühen Jahren lautete die Bezeichnung “Konferenz der katholischen Geistlichen im Strafvollzug.”

 

Der Verein setzt sich aus MitgliederInnen zusammen, die im hauptberuflichen Dienst als GefängnisseelsorgerIn in ihrem Bistum stehen und dem Verein per schriftlicher Erklärung beigetreten sind. Der bundesweite Zusammenschluss besteht nicht aus Delegierten, sondern jede/r einzelne MitarbeiterIn vor Ort kann partizipieren und die Fort- und Ausbildungsangebote nutzen.

 

Satzung des Vereines

Geschichte

Die Deutsche Bischofskonferenz begleitet mit der Pastoralkommission die Anliegen der Gefängnisseelsorge und die Arbeit des Vereines. Es kann jede und jeder im Dienst befindliche hauptberufliche SeelsorgerIn und andere Interessierte durch Beitrittserklärung Mitglied des Vereines werden. Die Organe des Vereines sind der Vorstand, der Beirat und die Mitgliederversammlung. Der Beirat besteht aus VertreterInnen der Regionen in den Ländern, Diözesen und (Erz-)Bistümern in Deutschland und den Beauftragten für besondere Arbeitsbereiche. Die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten wird auf Diözesan- und Bistumsebene geregelt. Staatliche Ansprechpartner sind die Justizministerien der Länder. Neben den Katholischen Büros sind Diözesanbeauftragte, SprecherInnen oder Dekane an der Schnittstelle zwischen MitarbeiterInnen, Bistum und dem Land tätig.

14. Mai 2026
Mut, um aufzustehen: Von den Lebenswirklichkeiten inspiriert
An der Bushaltestelle in Würzburg steht eine Frau mit Regenschirm. Ein Gewitter zieht auf. Der Himmel ist dunkelblau und es regnet plötzlich in Strömen. Der Bus scheint nicht zu kommen an dieser Bushaltestelle am Hochhaus des Hotel “Premier Inn”. Keine Überdachung schützt die Fahrgäste an der […]
15. Juni 2023
Erfahrungen von Machtmissbrauch im pastoralen Dienst
Wieder ein Buch über Missbrauch in kirchlichen Kreisen? Es ist ein Novum, dass sich jetzt Betroffene “LaiInnen” im pastoralen Dienst öffentlich zu Wort melden. Der Ursprung ist eine bundesweite Umfrage des GemeindereferentInnen-Bundesverband. Sind Gemeinde- und PastoralreferentInnen als pastorale Profis in der klerikal-hierarchischen Männerkirche strukturell zweitrangig? Viele […]
13. Juli 2019
Glaube spielte in preußischer Gefängnisreform eine Rolle
An der Außenwand der Kirche, dem Inneren des Gefängnisses zugewandt, hing ein großes Kreuz. Vorher war dort auf der Wand nichts. Dieses Kreuz hatte bis zu einem großen Sturm auf dem vorderen Dach des alten Gefängnisses „Ulmer Höh“ über der Altarseite der Kirche gestanden,. Dies mehr […]
12. Juli 2020
Beim König in Gnaden: Gefangenenpatron Leonhard
Der Heilige Leonhard wird als  „Bauernherrgott“ im Alpenland verehrt. Dabei war seine Herkunft weder bäuerlich noch alpenländisch: Leonhard lebte in Frankreich, seine adlige Familie gehörte zum Hof der Merowinger. Der Sohn wurde von Erzbischof Remigius von Reims getauft und unterrichtet, bekam später sogar ein Bistum angeboten […]
19. Oktober 2019
Gefängnis als Kirchort, als christlich-offene Gemeinde
„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ heißt es im Matthäusevangelium der Bibel (Mt 20, 20). Wo Christen sich im Namen Jesu Christi versammeln, um das Wort Gottes zu lesen oder zu hören, ihren Glauben und ihr Leben […]
25. April 2026
Haftraumtüren sowie Tür- und Torbilder aus alten biblischen Geschichten
Im Gefängnis spielen die Türen eine wichtige Rolle. Nur die Schlüsselträger können die schweren Haftraum- und Durchgangstüren öffnen. Die Redewendung „mit der Tür ins Haus fallen“, trifft in einer JVA zu. Die Zelle ist Schlaf- und Wohnzimmer zugleich. Bedienstete machen sich durch lautes, mit dem Schlüssel […]
Knastschlüssel