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Eine Schreibwerkstatt zu Corona-Weihnachten

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Im Jahr 2020 fallen Advent und Weihnachten in die zweite Corona-Welle. Wie wird wohl Weihnachten in diesem Jahr im Gefängnis stattfinden? Zur Vorbereitung auf Weihnachten haben die Seelsorger im Kantonalgefängnis von Frauenfeld im Kanton Thurgau eine Schreibwerkstatt vorgeschlagen. Inhaftierte und BetreuerInnen schreiben Texte aus der Bibel und dem Koran ab, die etwas mit Weihnachten zu tun haben. Oder sie erzählen eigene Weihnachtsgeschichten.

Wer mitmachen will, gestaltet frei nach seinem Geschmack eine bis zwei Seiten. Die so gestalteten Blätter werden gebunden. Aus dieser Gefängnisbibel wird an der Weihnachtsfeier vorgelesen. Die Feier ist auch eine Art Vernissage des Gemeinschaftswerkes. Später wird das Corona-Evangelium in der Bibliothek des Gefängnisses aufbewahrt. Es kann fortgesetzt werden. Wie Mönche schreiben die Beteiligten das Evangelium ab. Sie stellen sich in den Dienst seiner Weitergabe und setzen so ein persönliches Zeichen gegen die unfreundliche Zeit. Mit ihrer Handschrift gestalten sie die weihnachtliche Frohbotschaft und spiegeln darin eigene Erfahrungen und Fragen.

  • Kann zur inneren Vorbereitung der Beteiligten auf Weihnachten beitragen.
  • Kann ohne Gesichtsverlust abgebrochen werden, falls das Projekt nicht auf das vermutete Interessen stößt.
  • Kann bei Corona-Ansteckungen im Gefängnis zum Ersatz einer Weihnachtsfeier führen. Zum Beispiel bei Ausfall oder Verschiebung der Weihnachtsfeier.
  • Kann bei erfolgreicher Durchführung auch nach außen kommuniziert werden: Wie feiert man im Gefängnis im Corona-Winter Weihnachten?

Matthias Loretan

 

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