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Die Kinderimpfungen stehen auf der Agenda

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Was ist nur los mit der Kirche in unserer gegenwärtigen (Corona) Zeit? Das ist keine rhetorische Frage, denn eine naheliegende Antwort ist in Deutschland und anderswo bekannt. Nach innen und nach außen ist das Bild eines sinkenden Ozeanriesen entstanden, den es unaufhaltsam in die Tiefe zieht. Der moralische Tiefpunkt ist längst erreicht, jetzt heißt es gnadenlos: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man tiefer sinken, als es der massenhafte und systematisch vertuschte Missbrauch an Schutzbefohlenen offenbart hat? Aktiv wegschauen, einschüchtern, vernebeln, sich herausreden – schäbiger geht es kaum.

Sich dies einzugestehen, ist nötig und wertvoll, und glücklicherweise gibt es immer mehr Mitglieder und Führungskräfte in unserer Kirche, die diesen und andere Missstände ansprechen und lückenlose Aufarbeitung in Gang setzen. Offenkundig ist, dass wir überwiegend mit uns selbst beschäftigt sind. Allzu viele Rettungsringe werden uns auch nicht zugeworfen. Ein weiteres Leck hat die Debatte über „Systemrelevanz“ im Lockdown geschlagen, daran wird der Einsatz von NotfallseelsorgerInnen in der Flutkatastrophe nicht viel geändert haben. Obwohl Letzteres wohl als Proprium kirchlichen bzw. christlichen Handelns wahrgenommen wird. Für Menschen in Not da sein, helfen, wo es gerade gebraucht wird. An der Seite der Opfer sein.

Renovierungsarbeiten in der JVA Herford in der 140 Jahre alten Anstaltskirche.

Viel zu lang für Kinder und Jugendliche

Diese Opfer waren unübersehbar, auch die innerlich zerrissene Kirche wandte sich ihnen wie selbstverständlich zu. Doch ich frage mich, wer das Leid der zahllosen Opfer in unserem Land wahrnimmt, die stumm ihr Schicksal ertragen, es vielleicht noch nicht einmal als Schädigung erleben? Ich meine damit die Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden, letztlich die junge Generation, die auf Gedeih und Verderb von der Definitionsmacht der Erwachsenenwelt abhängt, ob in Familie, Kita, Schule, Sportverein, Jugendclub, Heimeinrichtung, Psychiatrie, Gefängnis, Ausbildungsbetrieb oder Universität. Seit 18 Monaten erleben mindestens 15 Millionen Menschen in Deutschland die pure Willkür der Erwachsenenwelt. Kontaktverbote, Aussperrung von allen Einrichtungen des sozialen Lebens, wöchentlich wechselnde Regeln, Angst, die Großeltern zu töten, Lerndefizite, häusliche Gewalt, Perspektivlosigkeit, Einsamkeit – diese Liste des Leidens lässt sich beliebig verlängern. Der Lockdown sollte ultima ratio sein, so hieß es zunächst, doch er dauerte lange, viel zu lange. Viel zu lang besonders für Kinder und Jugendliche. Diese Generation erleidet Defizite, die nicht wieder aufzuholen sind.

Leider ist es noch längst nicht vorbei mit den Einschränkungen. Es ist mittlerweile Alltag, gesunde Kinder hunderttausend- und millionenfach auf Bestandteile eines einzigen Krankheitserregers zu testen. Es ist bekannt, dass die Tests, so angewandt, keinerlei Aussagekraft besitzen. Es ist bekannt, dass Covid-19 für junge Menschen weitestgehend ungefährlich ist, dass sie diese Krankheit kaum weiterverbreiten und dass sie überwiegend bereits immunisiert sind. Abstand halten, bei Wind und Wetter lüften, das Gesicht verhüllen sind die Sekundärtugenden, die deutsche Kinder heutzutage eingebläut bekommen. Vor allem die Maske ist das Symbol der Zugehörigkeit zur Gruppe und der Unterwerfung unter den Erwachsenen. Es ist bekannt, dass der Nutzen des Masketragens im Alltag gegen Null tendiert. Hingegen verursachen die Plastiklappen Schädigungen durch Einatmen von Kohlendioxid, gut angezüchteten Keimen und Mikroplastik. Wozu die Quälerei?

Die junge Generation schützen?

Ist es Sadismus, der erwachsene Menschen antreibt, so zu handeln? Ist es Unwissenheit oder Angst? Gehorsam? Was haben die Großen davon, die Kleinen zu kujonieren? Kaum jemand wird jetzt sagen: du hast Recht, es ist falsch, was ich tue. Der eine oder die andere denkt vielleicht: es ist zwar nicht richtig, aber was soll ich machen? Und beinahe jeder wird es weit von sich weisen, dass hier so etwas wie Missbrauch geschehen könnte. Aber wenn wir ehrlich sind, dann wird all das Geschilderte doch nur zu einem gewissen Teil mit dem Ziel veranlasst, die junge Generation zu schützen. Wovor auch? Sie ist nur einer geringen Gefahr ausgesetzt, viel geringer als durch Influenza. Das von der Erwachsenenwelt – oder denen, die den Erwachsenen die Kommandos geben – verfolgte Ziel ist in viel größerem Maß das Ziel des Fremdschutzes. Wider besseres Wissen bzw. aus falsch informiertem Verantwortungsbewusstsein heraus werden die jungen Menschen für den Schutz der Kontaktpersonen und der gesamten Gesellschaft verzweckt. Wenn damit ein Schaden für die Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden verbunden ist, dann handelt es sich wohl um Missbrauch, oder nicht?

Und jetzt wird die nächste Stufe gezündet. Die Kinderimpfungen stehen auf der Agenda. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Stiko einknicken würde. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, doch fürchte ich, dass der Deutsche Ethikrat in den nächsten Tagen folgen wird. Unfassbar eigentlich. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten für Covid-19, also für die wenigen jungen Menschen, die ernsthaft daran erkranken. Warum also impfen? Mit Stoffen, denen lediglich eine bedingte Zulassung zuerkannt wurde, die also für den Notfall zugelassen sind. Wo, um alles in der Welt, ist hier die Notlage? Über Langzeitfolgen der Impfung kann logischerweise nichts bekannt sein – und das bei einer Technologie, die noch nie am Menschen zur Anwendung gekommen ist! Wo, um Gottes Willen, sind unsere Kirchenführer? Sie müssten aufschreien oder bedächtig mahnen oder weise das Haupt wiegen – sie müssten sich einfach nur bemerkbar machen. Angesichts unserer eigenen jüngeren Kirchengeschichte ist es alles Andere als irrelevant, sich in diesem historischen Moment für ein Moratorium einzusetzen. Vielleicht geschieht ja das Wunder!

Wolfgang Wandzioch, JVK Fröndenberg, JVA Hamm | Titelfoto: Anne Stickel, Kolumbien

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