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Interkulturell: Migration und Integration

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Ende September 2019 werden sich Menschen aus über 500 Städten und Gemeinden an mehr als 5000 Veranstaltungen über Themen wie Migration und Integration beteiligen. Unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ soll die vielfältige Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. „Bei der Interkulturellen Woche geht es darum, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sehen und darin Gewinnbringendes für das Leben zu erkennen“, so die Veranstalter. Die Woche sei nicht nur ein interkulturelles Kochen, sondern eine Veranstaltung mit Tiefgang. So soll in einer Gedenkminute an diejenigen erinnert werden, die auf der Flucht ihr Leben lassen mussten.

Die Woche dient dazu, Impulse zu Themen der Migration zu geben, die in der gesellschaftlichen Wahrnehmung oft an den Rand gedrückt werden, obwohl sie eigentlich politische Dauerbrenner sind. Gerade in Zeiten des Rechtspopulismus und der Angst vor dem Anderssein ruft sie die Menschen auf, den Mut aufzubringen, den Anderen zu begegnen. Den Auftakt der bundesweiten Veranstaltung bildet am 22. September um 17 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Moritzkirche von Halle/Saale mit anschließendem Austausch. Auch die führenden Köpfe der evangelischen, katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche in Deutschland unterstützen die Interkulturelle Woche.

In einem gemeinsamen Schreiben wiesen Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie Metropolit Augoustinos, Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz Deutschlands auf die Chancen einer pluralistischen Gesellschaft hin: „Ohne Zuwanderung hätte Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nicht den heutigen Wohlstand erreicht, Generationen von MigrantInnen haben entscheidend dazu beigetragen.“ Da der Zustrom von Menschen anderer Ländern „kein deutsches Sonderphänomen“ sei, begrüßen Marx, Bedfort-Strohm und Augoustinos die Einigung der Vereinten Nationen auf einen „Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ und einen „Globalen Pakt für Flüchtlinge“.

Bereits seit 1975 mit dem”Tag des ausländischen Mitbürgers” findet jährlich Ende September bundesweit die Interkulturelle Woche (IKW) statt. Organisiert und getragen werden die Programme vor Ort zumeist von Bündnissen, in denen sich VertreterInnen von Kirchengemeinden, Kommunen, Migrantenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Vereinen, Initiativen sowie interessierte Einzelpersonen engagieren. Bis heute ist das Eintreten für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen des Zusammenlebens von Deutschen und Zugewanderten ein Ziel geblieben. Aber auch, durch Begegnungen und Kontakte im persönlichen Bereich ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen, ist ein zentrales Anliegen der Initiative. Die Informationsveranstaltungen werden durch Feste und Begegnungen, Theater- und Filmvorführungen sowie Lesungen von KünstlerInnen ergänzt.

Nähere Informationen: Interkulturellewoche.de

 

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