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Inhaftierter: Wir müssen doch beten und etwas tun…

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Gefangene der Haftanstalt Bremen-Oslebshausen haben eine Gebetsaktion für den Frieden gestartet. Zur Vorbereitung des Gottesdienstes am Sonntag bemalten die Männer Pappen mit Flaggen und Flaggenkombinationen von Ländern, die an Kriegen und Konflikten beteiligt sind, wie der katholische Gefängnisseelsorger Diakon Richard Goritzka mitteilt.

Ein Häftling habe sich an ihn mit den Worten gewandt: „Das Leid der Menschen in der Ukraine rührt mich zu Tränen! Wir müssen doch beten und etwas tun!“ „Im gemeinsamen Gespräch wurde deutlich: Das Gebet für den Frieden im Sinne Jesu Christi darf nicht Hass schüren oder Gedanken von Rache und Vergeltung nähren“, betont Goritzka. Im Gottesdienst hätten die Gefangenen das Gebet „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ gebetet, das dem heiligen Franziskus zugeschrieben wird. Danach hätten die Häftlinge ihre Friedensappelle, Gebete und guten Vorsätze mit Pinsel und Farbe aufgeschrieben.

Zuständig ist die Vollzugsanstalt für alle Gefangenen des Bundeslandes Bremen. Insgesamt verfügt die Anstalt über zwei Standorte, Am Fuchsberg 3 befinden sich die größten Gebäudeanteile. Hier sind der geschlossene Erwachsenvollzug, die Untersuchungshaft männlich und der Jugendvollzug untergebracht. Die ältesten Häuser wurden 1874 errichtet und zurzeit werden dort umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, die erst in einigen Jahren vollständig abgeschlossen sind.

Am Fuchsberg 5 befinden sich der Offene und der Frauenvollzug mit insgesamt 100 Haftplätzen. Diese Abteilungen wurden 1978 errichtet. In Bremerhaven existiert eine weitere Vollzugsabteilung in der Nordstraße 12 im Stadtteil Lehe. Das Gebäude wurde 1916 erbaut und ist in den vergangenen Jahren umfangreich saniert worden.

 

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