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Menschen gehen vorbei, gucken und gucken noch einmal. Ein Gefängnis-Transport-Bully mit einem Fernseher lenkt den Blick zur Seite. „Wollen Sie sich mal reinsetzen?“ Zwar etwas ungläubig lässt sich aber kaum jemand lange bitten. Und schon ist die Tür zu.

Die Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge in Nordrhein-Westfalen ist für die Bundeskonferenz drei Tage mit einem Bully der JVA Bielefeld-Senne der Blickfang in Halle 7 auf dem Kirchentag in Dortmund. Unterstützt wird den Stand vom Allgemeinen Vollzugsdienst, den katholischen KollegInnen, ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in den JVA’en und zeitweise auch von gelockerten Inhaftierten. Selbst ein Hund der in der Seelsorge in der JVA Iserlohn im Jugendvollzug „arbeitet“ war am Stand.

Gäste des Kirchentages stellten immer wieder Fragen und ließen sich hineinnehmen in die Welt hinter den Mauern. 6 Filme der Plattform www.podknast.de waren in Dauerschleife einer der Blickfänge. Neben den oft klassischen Messeständen waren die aufgestellten Bettbretter der Ausstellung Bettenkunst aus der JVA Herford, die mit unzähligen sogenannten Toilettensprüche übersäht sind, ein weiterer Anziehungspunkt. An zwei Nachmittag sorgte zudem Musik am Stand für einen willkommenen Stopp bei der Gefängnisseelsorge. Rundherum konnte fast das gesamte Arbeitsfeld dargestellt werden.

Viele Gäste zeigten sich immer wieder sehr beeindruckt von der Arbeit hinter Gittern. Besonders froh waren aber die, denen am Ende wieder aufgeschlossen wurde. Schon der Bully vermittelte ein Gefühl von Eingesperrt sein.

Stefan Thünemann | JVA Herford


Mit Gittern gehts „auf Transport
Erleichtert kommt man wieder raus.

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