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Arrestanten helfen nach Hochwasser in Düsseldorf

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Nachdem das Hochwasser die Anlagen des Kleingärtnervereins Brühl e.V. verwüstet hatte, wendete man sich hilfesuchend an die benachbarte Jugendarrestanstalt (JAA) Düsseldorf. Kurzfristig organisierten zwei Sozialarbeiterinnen den mehrtägigen Einsatz von sechs jugendlichen Arrestanten zur Unterstützung der Aufräumarbeiten. Mit Lastenwagen aus einem Baumarkt, mit Schubkarren und den Händen füllten die Jugendlichen die Container mit Trümmern, die die bis zu zwei Meter hohe Flut in Düsseldorf-Gerresheim hinterlassen hat.

„Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich Menschen helfen kann, die meine Hilfe gebrauchen“, sagte einer der Arrestanten. Was für die Gerresheimer Kleingärtner eine willkommene Hilfe aus der Nachbarschaft war, war für die Arrestanten eine Möglichkeit sich sinnvoll in die Gesellschaft einzubringen. Für ihre Hilfe bekamen die Jugendlichen neben Getränken und warmem Essen aufrichtige Dankbarkeit und Anerkennung. Eine Erfahrung, die dem erzieherischen Gedanken des Jugendarrestes mit Sicherheit zuträglich ist. Am 15. Juli 2021 war das Sturmtief Bernd unter anderem über die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gezogen und hat für unwetterartige Regenfälle gesorgt.

Stark in Mitleidenschaft gezogen

Das Starkregen Ereignis hat in der Kleingartenanlage Brühl e.V. die Wege stark in Mitleidenschaft gezogen. Massive Sachschäden wie in der Eifel blieben zum Glück aus. Trotzdem stellen die Folgen der Überspülung langfristig eine nicht unerhebliche Belastung dar. Das Wegesystem muss fachgerecht saniert werden. Stellenweise riecht es immer noch nach Fäkalien oder Benzin. Liegengebliebener Schlamm muss mühevoll beseitigt werden. Schadstoffe, zum Beispiel aus Industrieanlagen, könnten durch das Hochwasser großflächig verteilt worden sein, meinen einige Kleingärtner. Die Flutkatastrophe hat in Düsseldorf ein Menschenleben gekostet. Ein 57 jähriger Mann ist innerhalb weniger Minuten nach einer Überspüling in seiner Wohhnung ertrunken.

Maurice Ninnemann, JAA Düsseldorf | Fotos: Justiz.nrw

 

Kommentar

  1. Helga Matthiessen sagt:

    Vielleicht wäre auch eine gewisse finanzielle Anerkennung angebracht gewesen. Junge Leute brauchen immer etwas Geld.

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