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Trauma-Broschüren auf Ukrainisch und Russisch

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Das Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement (ZTK) GmbH in Köln ist ein interdisziplinärer und qualifizierter Zusammenschluss von Fachleuten unterschiedlicher Berufsgruppen aus den Bereichen der Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie, Sozialpädagogik und dem Rechtswesen. Die Mitarbeitenden sind seit vielen Jahren auf die vielfältigen Arbeitsbereiche der Psychotraumatologie und des Krisen- und Konfliktmanagements spezialisiert. Nun hat die Unfallkasse Berlin Trauma-Broschüren auf Ukrainisch und auf Russisch übersetzt.

Kriegserlebnisse verusachen Traumata. Was ist überhaupt ein psychisches Trauma und was passiert bei einem Trauma? Wie wirkt sich die Traumatisierung aus? Was können Betroffene tun, was können Freunde und Angehörige leisten? Die Broschüre gibt auf diese Fragen Antworten. Sie soll aufklären, Ängste nehmen, informieren und komplizierte Sachverhalte verständlich machen. Sie ist für akut von einem traumatischen Ereignis betroffene Menschen und deren Angehörige geschrieben. Darin gibt es erste Informationen zum Thema psychischer Traumatisierung. Es gibt im Umgang mit traumatisierten Menschen kein Patentrezept. Die Bilder vom Krieg in der Ukraine sind belastend.

Reaktionen der Mitmenschen auf Traumatisierte

Insbesondere für diejenigen, die ähnliches selbst erleben mussten: zum Beispiel den Zweiten Weltkrieg. Das betrifft insbesondere Menschen ab etwa 75 Jahren, die sogenannten Kriegskinder. Welche Erinnerungen werden bei ihnen durch die aktuellen Ereignisse ausgelöst – und wie kann man als Angehöriger helfen? Erlebt man ein Trauma erneut, spricht man von einer Retraumatisierung. In Sachen Kriegserfahrung und -erleben sind davon insbesondere Menschen der Geburtsjahrgänge zwischen 1930 und 1945 betroffen. Daher beschäftigt sich die Broschüre auch ausführlich mit den hilfreichen und den weniger hilfreichen Reaktionen der Mitmenschen auf Traumatisierte. Sie soll dabei unterstützen, diese als psychisch verletzt, aber nicht als unzurechnungsfähig oder verrückt zu sehen und sich ihnen gegenüber entsprechend zu verhalten.

Übersetzung in Ukrainisch und Russisch

Die Unfallkasse Berlin hat die „älteren“ Trauma-Broschüren mit dem Titel „Trauma – was tun? Für Erwachsene und für Menschen, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu tun haben“ auf Ukrainisch und auf Russisch übersetzt. Diese können für die Arbeit mit Geflüchteten verwendet werden. Es ist ein hilfreicher Ratgeber für Betroffene und Angehörige. Die Publikationen des Zentrums für Trauma- und Konfliktmanagement eignen sich vor allem als Informationsmaterial für Beratungsstellen, psychosoziale Dienste, Kliniken, Therapeuten, Ärzte, Psychologen und für die Notfallseelsorge. Sie kann zudem bei Fortbildungen, Veranstaltungen und Tagungen verteilt werden. Die Gefängnisseelsorge kann ihre Netzwerke nutzen, um BetreuerInnen mit der Übersertzung der Unfallkasse ukrainische Geflüchtete zu erreichen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten.


 

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