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Schlüsselrolle Gefängnisseelsorge: Ein Feature des domradio.de

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Der Gedanke an ein Gefängnis gestaltet sich oft aus einer Mauer, Wachtürmen und vergitterten Fenstern. Wie die Menschen in Haft leben, können wir uns wohl kaum vorstellen. Gefängnisseelsorgerinnen und -seelsorger haben nicht nur einen besonderen Einblick auf das Leben im Knast, sondern auch einen speziellen Zugang zu den Menschen vor Ort. Sie sind die einzigen, die sich mit den Häftlingen über alles unterhalten können, ohne dass die Gefangenen Befürchtungen haben müssen, dass die Gespräche beispielsweise später gegen sie vor Gericht verwendet werden.


Im Knast gibt es nur wenige Lichtblicke für die Gefangenen. Viele Gefängnisseelsorgerinnen und -seelsorger arbeiten hingabevoll für diese lichten Momente. In diesem Radio-Feature sprechen sie über ihre besondere und spannenden Dienst. Gefängnisseelsorgerinnen und -seelsorger aus Nordrhein-Westfalen sprechen in diesem 40 minütigem Feature des domradio-Volontärs Florian Helbig über ihre Arbeit und gewähren einen besonderen Blick auf das Leben und die Herausforderungen für Menschen im Gefängnis. Sie hören Beate Josten (JVA Wuppertal-Vohwinkel), Michael King (JVA für Jugendliche, Herford), Maria Gondolf (JVA Köln), Ryszard Krolikowski und Winfried Grohsmann (JVA Werl), sowie Gerhard Peschers vom Förderverein Gefangenenbüchereien. Geschmückt wird das Feature durch Texte vom Schreibwettbewerb für Menschen in Haft und Arrest in Deutschland 2021 des Förderverein Gefangenenbüchereien.

domradio.de ist das katholische Multimediaportal des Erzbistums Köln, das mit seinem Radioprogramm und den damit verknüpften, multimedialen Online-Plattformen Beiträge in der Art einer Verkündigungssendung aktuell und zeitgemäß verbreitet. Träger und Gesellschafter des werbefreien Portals ist das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e. V. Das Domradio sendet in Köln und Umgebung über UKW, in Berlin-Brandenburg über DAB+ und als Live-Stream auf domradio.de sowie in der eigenen App. Hinzu kommt das umfangreiche Internetangebot mit Berichten, Reportagen, Gottesdienst-Live-Streaming, Audio-, Bilder und Video-Datenbanken, täglich aktuellen Videonachrichten und Podcasts.

Nachdem sich das Erzbistum Köln jahrelang im Bürgerfunk der Lokalsender in Nordrhein-Westfalen engagiert hatte, wurde zum 750. Jahrestag der Grundsteinlegung des Kölner Doms im August 1998 ein vierzehntägiges Veranstaltungsradio geschaffen, das den Probelauf für das Domradio bildete. Am Pfingstsonntag im Jahr 2000 ging mit dem Kölner Domradio erstmals in Deutschland ein kirchlicher Sender in offizieller Trägerschaft eines Bistums auf Sendung. Bereits eine Woche zuvor war die sendereigene Webseite domradio.de im damals noch jungen Internet freigeschaltet worden.

 

1 Kommentar

  1. Bernhard Kuhn sagt:

    Hallo,
    ich möchte nur einmal mitteilen, dass ich immer wieder gerne den Newsletter zur Gefängnisseelsorge erhalte. Ich war selber jahrelang in Regis-Breitingen und im Frauengefängnis von Chemnitz als Gefängnisseelsorger tätig. Für mich, und ich denke auch für so manch Inhaftierte, waren die Jahre von 2006 bis 2020 eine große Bereicherung. Schade, dass die Gefängnisseelsorge dort so wenig ernst genommen wird und nur von evangelischer Seite aufrecht erhalten wird. Eine gesegnete vorösterliche Bußzeit wünscht
    P. Bernhard Kuhn SDB

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