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Knast-O-Mat: Kein Job wie jeder andere

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Die Nachwuchsgewinnung bedeutet für die Justiz Nordrhein-Westfalen eine vielschichtige Herausforderung. Ziele sind in diesem Zusammenhang: attraktive Arbeitsplätze in den Justizeinrichtungen, ein modernes, zielgruppenorientiertes, internes wie externes Personalmarketing, die Aufrechterhaltung und Ausbau eines für eine Tätigkeit in der Justiz NRW geweckten Interesses, die Sicherstellung eines aktuellen Standards entsprechenden Rekrutierungs- und Bewerbungsprozesses sowie die langfristige Bindung gewonnener MitarbeiterInnen. Der Minister der Justiz Nordrhein-Westfalen, Peter Biesenbach, hat den Startschuss für die Kampagne „Knast-O-Mat“ gegeben.

“Kick off, interne Kommunikation, Kampagne, Kreativteam, Models, Testimonials, shooting, recruiting… Die Stichworte sind ungewöhnlich für die Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen – so ungewöhnlich wie hier auf Mont Cenis in der Fortbildungsakademie des Ministeriums des Inneren zu sein. Aber manchmal muss man ungewöhnliche Wege gehen, um etwas zu erreichen. Und wir wollen etwas erreichen, nämlich nicht mehr und nicht weniger als den Personalbedarf in allen 27 Berufsgruppen und Regionen Nordrhein-Westfalens dauerhaft mit einer ausreichenden Anzahl qualifizierter BewerberInnen in einem ausgeglichen Geschlechterverhältnis zu decken. Das ist eine große Herausforderung. Aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam diese Herausforderung bewältigen werden. Denn wir haben den InteressentInnen viel zu bieten.

Wir, die Justiz NRW, sind einer der größten Arbeitgeber im Land mit 40.000 MitarbeiterInnen, 204 Gerichten, 22 Staatsanwaltschaften, 36 Justizvollzugsanstalten und 6 Jugendarrestanstalten. Wie kein anderer Arbeitgeber verkörpert die Justiz so grundlegende Werte wie Gerechtigkeit, Unabhängigkeit, Sicherheit, Fairness, Verlässlichkeit, Objektivität, Verantwortung, Gleichheit und vieles mehr. Das sind Werte, die für alle Generationen gezählt haben. Bei den heutigen Bewerbergenerationen stehen sie aber ganz besonders stark im Fokus, wenn es um die Berufswahl geht.

Diese Attraktivität müssen wir aber besser kommunizieren, als das in der Vergangenheit geschehen ist. Das Personalmarketing, die Werbung, die adressatengerechte Kommunikation sind ganz wesentliche Bausteine zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Nachwuchsgewinnung. Dabei geht es weniger darum, eine Interessentin oder einen Interessenten durch einen einzelnen Flyer, ein einzelnes Plakat oder ein einzelnes Video für eine Tätigkeit in der Justiz zu begeistern. Entscheidend ist vielmehr, durch ein Maßnahmenbündel das Bewusstsein der potentiellen BewerberInnen in Bezug auf die Justiz NRW als attraktiver Arbeitgeber nachhaltig positiv zu beeinflussen. Dafür brauchen wir Flyer, Plakate, Videos und vieles mehr.”

Interessierte BürgerInnen haben die Möglichkeit mit Hilfe des Knast-O-Mat´en herauszufinden, ob sie sich grundsätzlich für den Beruf im Vollzug eignen. Mit Hilfe von 20 Fragen wie unter anderem „Ist das Tragen einer Uniform im Job ein Problem für Dich?“ oder „Sind geschlossene Räume ein Problem für Dich?“ soll der potentielle Bewerber eine direkte Einschätzung erhalten, ob er „da rein passt“.

 

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