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Mit Musik Inhaftierten Mut fürs Leben machen

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„Zuerst gab es Howlin’ Wolf, dann Jimi Hendrix, jetzt hat die Welt Lord Bishop!” Der Leiter eines dynamischen Rock-Trios, mit Duda the Bricklayer (Schlagzeug) und Rodrigo Lanceloti (Bass, Gittarre), begeisterte hinter den dicken Mauern der JVA Fulda mit fetten Rock’n’ Roll Klängen. “Es ist sehr schön hier in Fulda zu sein!“ sagt Lord Bishop zu seinem Publikum.

Der religiöse Sänger und Gittarist hat mit seiner Gruppe schon viele Konzerte hinter sich, doch es ist ihm ein Herzensanliegen, den Inhaftierten Mut zu machen und er verspricht für sie zu beten. Der Künstler überzeugte die Gefangenen dank seiner unglaublichen Energie, die er auf der ‚Gefängnis Bühne‘ ausstrahlte. Lord Bishop kombiniert Funk, Rock, Blues, Punk und einen Hauch von Reggae zu einem emotionsgeladenen ‚Knast-Mix.‘ Die Musik beschreibt der Meister selbst als ‚Hendrixian Motör Funk‘. So wie sein äußeres Erscheinungsbild ist auch seine Performance auf der Bühne: groß, nahezu gewaltig, unnachahmlich, entschlossen und schlicht und ergreifend unvergesslich.

Die Herren haben die Vorstellung im Fuldaer Kirchenraum wirklich gerockt. Rodrigo Lanceloti zauberte einen Gitarrensolo, der für minutenlange Gänsehaut sorgte. Nach einer sensationellen Show, wollten die Gefangenen ihren ‚Rock-Bischof‘ beinahe nicht aus dem Andachtsraum entlassen. „Wir haben Musik mit Seele für die Gefangenen gespielt, die Rock’n’ Roll haben sollte,“ sagte der Musiker im Gespräch mit Diakon Meins Coetsier nach dem Konzert.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Anstaltsleiter Karsten Koudela sowohl die Band als auch die Strafgefangenen und Gäste begrüßt. Er dankte dem Verein für die Finanzierung des Konzerts. Organisiert hatte den einstündigen Auftritt Markus Stein von der JVA Fulda in Zusammenarbeit mit Peter Gebhard vom Vorstand des Vereins „ Förderung der Bewährungshilfe in Hessen e.V. Die jährlich unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen im Rahmen von „Theater hinter Gittern“ seien nicht nur eine sinnvolle Abwechslung im Gefängnisalltag, sondern leisten auch einen Beitrag zur Resozialisierung.

 

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