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Musik zu Bonhoeffers Filmsequenzen komponiert

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Das richtige Wort zur richtigen Zeit? Dietrich Bonhoeffer als der ökumenische Zeuge für Gerechtigkeit und Frieden. Im Jahr 2021 jährt sich der Eintritt von Dietrich Bonhoeffer in die ökumenische Bewegung und ihr Friedenszeugnis zum 90. Mal. Bonhoeffer war vom 1. bis 4. September 1931 Jugenddelegierter bei der Internationalen Konferenz des Weltbundes für internationale Freundschaft durch die Kirchen in Cambridge, England, wo er zum Jugendsekretär des Bündnisses ernannt wurde. Dies war einer der Vorläufer des Ökumenischen Rat der Kirchen.

Deutschland kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges: Der Pastor Dietrich Bonhoeffer sieht den offensichtlichen Kniefall der christlichen Kirche vor dem Nazi-Regime mit großer Sorge. Nachdem ein Treffen mit Anhängern der Bekennenden Kirche von der Gestapo gesprengt wird, darf er nicht mehr predigen und publizieren. Von den November-Pogromen, die seine schlimmsten Befürchtungen bestätigen, erfährt er in den USA. In Amerika in Sicherheit zu bleiben erscheint ihm jedoch als Verrat an der christlichen Idee und so kehrt er in seine Heimat zurück. Sein Schwager Hans von Dohnanyi überzeugt ihn, als Kurier für die Widerstandsgruppe innerhalb der deutschen Spionageabwehr zu arbeiten.

Das Ringen zwischen christlichen Idealen und praktischer Notwendigkeit lässt Bonhoeffer zu der Erkenntnis kommen, dass es moralisch verwerflicher sei, böse zu sein als Böses zu tun. Das erste misslungene Attentat auf Hitler führt zu einer Verhaftungswelle der Gestapo, der auch Bonhoeffer zum Opfer fällt. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist seine Verlobte Maria, die ihn im Gefängnis besuchen darf. Als der Gestapo nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 geheime Dokumente der „Abwehr“ in die Hände fallen, verstärken sich die Repressionen gegen Bonhoeffer. Maria unternimmt einen letzten verzweifelten Versuch, ihren Geliebten zu befreien. Doch der lehnt es ab zu fliehen. Bonhoeffer wird in das Konzentrationslager Flossenbürg verlegt. Von dort geht er seinen letzten Gang.

Filmausschnitte des Bonhoefer-Films mit der Musik von Divine Concern.

Musikvideos zum Film

Bonhoeffers Herausforderung geht weiter und beschäftigt das Gefängnis Musikprojekt mit dem Bandnamen „Divine Concern“ (Göttliche Betroffenheit), das vor den Toren der Fuldaer Justizvollzugsanstalt in Hessen entstanden ist. Die Neue Film Produktion GmbH unterstützt Divine Concerns 2021 Gedenksingle über Dietrich Bonhoeffer. Dies ist eine im Jahr 1956 von Franz Thies in Wiesbaden gegründete deutsche Filmproduktionsfirma. Hier wurde der Film Bonhoeffer – Agent of grace (Die letzte Stufe) produziert. Divine Concern hat für Ihre neue Single um offizielle Erlaubnis gebeten, die Videobilder des Bonhoeffer Films für ihrer Musikvideo „Wer bin ich?“ zu benutzen.

Der niederländische Singer-Songwriter und Gefängnisseelsorger Diakon Dr. Meins Coetsier berichtet: „Der Bonhoeffer Film ist einfach klasse und eine Film-Produktion als Sparringpartner für unsere Musikvideos zu haben ist richtig toll! Die Produktionsfirma war sehr behilflich und hat uns ermutigt mit dem Projekt weiterzumachen und uns für Gerechtigkeit und Frieden im Sinne Bonhoeffers einzusetzen.“

Das richtige Wort zur richtigen Zeit?

In einem Webinar zum 90. Jahrestag des Eintritts von Dietrich Bonhoeffer in die ökumenische Bewegung und ihres Zeugnisses für den Frieden reflektierten Referenten, wie Bonhoeffers Weisheit die Zeit überdauert hat und die ökumenische Bewegung noch heute beleuchtet. Es ist Diskussion über Bonhoeffers prophetisches Engagement für Gerechtigkeit und Frieden, die ihn so aktuell macht. Seinem Vermächtnis und seinem anhaltenden Einfluss seit seinem Tod 1945 ist gedacht worden sowie die Art und Weise, wie er auch heute noch prophetisches Handeln zu globalen Themen und in verschiedenen Kontexten inspiriert. Bonhoeffer schließt seinen Bericht über die Cambridge-Konferenz: „Wann wird die Zeit kommen, dass das Christentum das richtige Wort zur richtigen Zeit spricht?“

 

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