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Knastkarrieren – Porträts inhaftierter Jugendlicher

Tabak als “Krisenklau” im Knast?
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Ein ver-rückter Ort und doch Spiegelbild
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Weggeschlossen in einer neun Quadratmeter großen Zelle. Darin leben für Monate. oder Jahre. Für Leute von draußen ist das schwer vorstellbar, für Gefangene in deutschen Justizvollzugsanstalten ist das Realität. In der Justizvollzugsanstalt Heinsberg sitzen 426 Häftlinge ein, alle zwischen 14 und 14 Jahre alt. Wie ist das Leben im Knast? Und was macht das Gefängnis mit denen, die hier auf engstem Raum einsitzen?

Die JVA Heinsberg wurde im Jahr 1978 in Betrieb genommen und verfügte damals über 218 Haftplätze im geschlossenen und 24 Haftplätze im offenen Jugendstrafvollzug. Nach Abschluss der mit dem ersten Spatenstich am 19. März 2008 begonnenen umfangreichen Aus- und Umbauarbeiten erhöhte sich die Zahl der Haftplätze auf insgesamt 566. Hiervon sind 134 Haftplätze zum Vollzug von Untersuchungshaft bei Jugendlichen vorgesehen. Die Anstalt ist seitdem die größte Einrichtung ihrer Art im Land Nordrhein-Westfalen.

Überregionale Bedeutung hat die Anstalt durch ihre verschiedenen sozialpädagogischen Konzepte erhalten, wie etwa die Einrichtung von je nach Klientel speziellen Wohngruppen, beispielsweise für Gewalttäter oder besonders junge Straftäter. In diesen Wohngruppen erfahren die Insassen eine intensivere therapeutische Begleitung als im normalen Strafvollzug. Weiter wurde in der JVA Heinsberg ein pädagogisches Stufenmodell entwickelt, das mittlerweile Modellcharakter für den Jugendstrafvollzug hat. Ein breit gefächertes Ausbildungsangebot in Kooperation mit dem Berufskolleg Geilenkirchen und einem Ausbildungsträger bilden eine wesentliche Grundlage zur Wiedereingliederung der Straftäter.

7 Tage im Knast porträtierte Kane (22), Manuel (19), Laschet (22) und Jay (22). DIE BOX begreift sich als Entwicklungslabor für dokumentarisches Erzählen.

 

 

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