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Zahlen aus der Justizvollzugsstatistik

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Mehr als 90 verschiedene Nationen treffen im Berliner Justizvollzug aufeinander. Die Staatsangehörigkeiten reichen von „A“ wie afghanisch bis „Z“ wie zyprisch. Die Entwicklung und das Ergebnis der bundesweiten Stichtagserhebung zeigen, dass sich der Anteil ausländischer Gefangener kontinuierlich erhöht.

Ein Trend, der bundesweit zu beobachten ist. Während die Gefangenenzahlen in Berlin von 2010 bis 2018 um 18,5 Prozent gesunken sind, ist der Anteil ausländischer Gefangener im selben Zeitraum um 20,2 Prozent gestiegen. Zum Stichtag hatten mehr als die Hälfte aller Gefangenen und Verwahrten (50,8 Prozent) keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Im Untersuchungshaftbereich (U-Haft) sind es inzwischen 75,1 Prozent. So hat die Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit mit 72,6 Prozent auch den berlinweit höchsten Anteil ausländischer Gefangener (im Bereich der U-Haft sind es 75,7 Prozent), es folgen die JVA Heidering mit 56,6 Prozent und die Jugendstrafanstalt (JSA) Berlin mit 53,4 Prozent. Die Türkei führt die Rangliste des Anteils ausländischer Gefangenen nach Herkunftsländern an, gefolgt von Polen und Rumänien.

Die voraussichtliche Dauer der Freiheitsentziehung hat sich deutlich verkürzt. Hatten am 31. März 2010 gut ein Drittel der ausländischen Strafgefangenen und Verwahrten (36,9 Prozent) eine voraussichtliche Dauer der Freiheitsentziehung von weniger als einem Jahr zu erwarten, ist dieser Anteil sieben Jahre später (Stichtag 31. März 2017) auf fast die Hälfte (46,8 Prozent) angestiegen. Er hat sich damit an das Niveau aller Strafgefangener angepasst.

Justiz Berlin

 

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