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HUMAN European Culture Project für den Frieden

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Das HUMAN European Culture Project möchte Jugendliche und Erwachsene begeistern, sich für eine auf Freiheit, Toleranz und Frieden ausgerichtete Gesellschaft einzusetzen. Soll der europäische Friedensgedanke auch zukünftig ein tragfähiges Fundament sein, reichen Verträge und wirtschaftliche Abkommen nicht aus. Längst ist klar: Es sind die Menschen, die diese Vision leben müssen.

Gerade angesichts von Verunsicherungen in heutigen multikulturellen Gesellschaften ist die Verständigung auf gemeinsame Leitlinien für ein zivilgesellschaftliches Engagement unentbehrlich. HUMAN versteht sich daher als Impuls, mit jungen Menschen auf Grundlage der UN-Menschenrechte mit Musik, Tanz und Austausch den europäischen Friedensgedanken zu stärken. Die Idee für das HUMAN European Culture Project entstand in Brüssel-Molenbeek, in dem Stadtteil, der besonders durch die Attentate von Paris und Brüssel, durch Razzien und Festnahmen in die Schlagzeilen geriet. Seitdem wird nicht nur hier, sondern weltweit, immer drängender gefragt: Wie gelingt ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen über alle Grenzen von Tradition, Lebensstil, Weltanschauungen hinweg?

Ausgehend von der Initiative einer Molenbeeker Schule (Imelda) wird HUMAN daher mit mehr als 100 Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren in Verbindung mit zeitgenössischer Musik und modernem Tanz die UN-Menschenrechte neu entdecken und erlebbar machen. Die Premiere findet im November 2020 im großen Konzertsaal Cirque Royal in Brüssel statt. Grundlage für das HUMAN Culture Project ist ein neu komponiertes Musikwerk von Helge Burggrabe für Orchester und Perkussion, zu dem der weltbekannte Choreograf Royston Maldoom und sein Team (Wilfried van Poppel, Amaya Lubeigt, Nanni Kloke) gemeinsam mit Brüsseler Jugendlichen im Stil seines Community Dance-Projektes „Rhythm is it“ eine mitreißende Choreografie entwickelt.

Mit der HUMAN Premiere in Brüssel strahlt die Idee nach Europa aus. Ausgehend von der Choreographie von Royston Maldoom verwirklichen die beiden begeisternden Choreografen Wilfried van Poppel und Amaya Lubeigt über drei Jahre die HUMAN Idee nach dem erfolgreichen Konzept „Five days to dance“ an vielen Schulen Europas. Ihre Überzeugung ist: „Wer zusammen tanzen kann, kann auch zusammenleben.“

Eingebettet ist diese pädagogisch-künstlerische Projektwoche in ein für Schulen entwickeltes Curriculum mit fächerspezifischen Vorschlägen zur Bearbeitung von Menschenrechts-Themen im Unterricht. Den Abschluss bildet jeweils eine öffentliche HUMAN Aufführung der Jugendlichen, sodass auch das Publikum zur Auseinandersetzung mit den Grundwerten der Menschenrechte angeregt wird.

HUMAN.PräsentationPDF
Träger von HUMAN sind die gemeinnützigen Organisationen Musica Innova und Stella Maris Foundation, deren Ziel die Förderung interdisziplinärer Musikprojekte ist.

Geplant sind Schulprojekte in möglichst vielen Ländern, die durch Train-the-Trainer-Programme miteinander verbunden sind. So entsteht ein Netzwerk der Akteure, die sich in der Kraft des Dialogs über Essentials der Menschenrechte und im gemeinsamen schöpferischen Ausdruck nachhaltig verbunden wissen. Vorgesehen sind zudem weitere große HUMAN-Aufführungen im Stil der Brüsseler Premiere von Royston Maldoom, unter anderem am Theater Duisburg, am Theater Bremen und in Wien.

Mitwirkende Jugendliche aller beteiligten HUMAN-Projekte aus vielen Ländern Europas treffen sich im Herbst 2023 in Brüssel zum Jubiläum: 75 Jahre Verkündung der UN-Menschenrechte. HUMAN kehrt so in die „Hauptstadt Europas“ zurück und setzt mit einem großen öffentlichen Tanzperformance-Finale ein deutliches Zeichen für die Menschenrechte. Denn wo Freiheit und Menschenwürde geschützt sind, steht der Weg für friedliche Visionen, für Kreativität und ein kraftvolles, lebensbejahendes Zusammenleben offen.

 

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