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Kann man an der eigenen Gefangenschaft etwas ändern?

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In einem offenen Brief haben hunderte russische Wissenschaftler den Angriff Russlands auf die Ukraine kritisiert. Dieser ist „sinnlos und unfair“. Die Menschheitsgeschichte hat gezeigt, dass Krieg und Terror sinnlos sind. Sie greifen das Leben und Gott den Schöpfer an. Es ist sein Boden und sein Gras, das verwelkt, es sind seine Kinder, die sterben, seine Blumen verblassen. Gibt es eine Alternative? Ob es überhaupt geht, im Leben etwas zu erneuern und zu ändern? Ändert man etwas an der Politik, der Kirche, der Pandemie und an den Kriegen und Unruhen in der Welt?

Manche Menschen meinen, sie wissen wie das geht, die Welt zu verändern. Vorallem, wer Schuld hat oder ist an der schwierigen Lage. Es sind oft die andern, die es verbocken, die dafür sorgen, dass mein Lebensfrieden, Eigenwollen und meine Existenz zerstört wird. Sei es in der Familie, in der Stadt, im eigenen Land oder im Ausland; in der Ukraine, in Europa oder an anderen Orten der Welt. Aber stimmt das? Sind es nur die andern? Keiner schaut gerne sich und seine seelische Gefangenschaft mit allen weltlichen Zwängen, Ängsten und Absicherungsgedanken oder Hass und Neid an. Jesus ist diesbezüglich klar: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? “ (Mt 7,3)

Loslassen: „Sehet die Vögel“

Ein erster Schritt auf dem Weg zum Loslassen und Verändern ist, sich bewusst zu machen, dass wir „umsorgt“ sind. „Sehet die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes“ (Mt 5,25-34). Für die Vögel ist es jetzt Frühling, sie zwitschern und tanzen, sie hüpfen durch den Garten und finden alles, was sie brauchen. Für jeden gibt der Boden etwas her, für alle ist gesorgt und keiner muss sich sorgen. Die Bachstelze z.B. fragt nicht: Wann kommt mein Lohn? Kann ich in Urlaub fahren? Bin ich genug abgesichert oder muss ich noch zusätzlich eine Versicherung abschließen. Nein, die Schöpfung bei unserem himmlischen Vater, sagt uns Jesus, war und ist von Anfang an genial lebendig, harmonisch, gerecht und für alle da! Die Vögel sind frei und zufrieden, sie erwarten keine selbst ernannte Perfektion, Ordnung, Status oder Ansehen in dieser Welt, die illusorisch ist.

Heute, Hier und Jetzt!

In diesem Sinne erinnern die Vögel im Frühling daran, dass es nur eine wichtige Zeit für uns unter der Sonne gibt, die alles verändert: Heute, Hier und Jetzt! Das Osterfest steht vor der Tür. Es gilt zu erwachen, um die Lebensaufgabe anzunehmen, ein besserer und lebensfreudiger Mensch zu werden, im Hier und Jetzt! Ein Weg für Liebe und Friede und für Freiheit! Dazu hat das diakonische Gefängnismusik-Projekt „Divine Concern“ (Göttliche Betroffenheit) eine Song-Meditation mit dem Titel Love and Peace für Frieden auf Erden geschrieben.

Meins G.S. Coetsier | JVA Hünfeld  und Fulda

 

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