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Emil: Von einem, der aus inneren Gefängnissen auszog

21. Januar 2026

Typisch Emil. Kennen Sie ihn noch? Der heutige 93-jährige Schweizer Kabarettist Emil Steinberger begeistert Generationen. Er trat auf Bühnen und im Zirkus auf, war Theaterdirektor und Kinoleiter und arbeitete als Grafiker und Filmregisseur. Als der Ruhm überhandnahm verließ Emil Europa und fand in New York nicht nur innere Freiheit, sondern heiratete nach langer Freundschaft seine Ehefrau Niccel. Eine Revue in Osnabrück mit dem spirituellen Autor Pierre Stutz.

Am 6. Januar 2026 wurde Emil 93 Jahre alt. Die Kino-Dokumentation „Typisch Emil – Vom Loslassen und Neuanfangen“ wurde mit dem spirituellen Autor Pierre Stutz in der Lagerhalle in Osnabrück ausgestrahlt. Der Dokumentarfilm zeichnet das Leben eines Künstlers nach, der auch in Deutschland mit seinen Kabarettprogrammen, TV-Shows und dem Kinofilm „Die Schweizermacher“ (1978) für Furore sorgte. Jenseits der heiteren Bühnenwelt zeigt der Film die ernsten Seiten seines Lebens. Er beleuchtet Emils innere Konflikte, seine ungenutzte Kreativität als junger Postbeamter und den mutigen Schritt, sich gegen die Erwartungen seiner Eltern zu stellen.

Noch einmal: Emil…

Loslassen und Neuanfangen

Gemeinsames Lachen ist für Pierre Stutz, dem ehemaligen Priester und spirituellen Autor aus der Schweiz, eine große Kraftquelle. Sich zu krümmen vor Lachen setzt neue Energien frei. Ausgelassene Lebensfreude und ein Kampf für die Menschenrechte sind keine Gegensätze: Charlie Chaplin lässt grüßen. Viele meinen, dass Spiritualität immer etwas Ernstes sein sollte. Das ist Stutz viel zu einseitig. Humor schafft Distanz. und setzt der Resignation klare Grenzen. In den Figuren von Emil kann Stutz sich selbst wiedererkennen. Der Psychologe Viktor Frankl sagt: „Auch von mir selbst muss ich mir nicht alles gefallen lassen.“ Diese Lebensweisheit entdecke er im Kino-Film „Typisch Emil.“ Dies erinnere Stutz an drei Urwünsche, die in vielen Mythen, Sagen, Lebensweisheiten und interreligiös in heiligen Texten entdeckt werden können:

Anerkennung

Gesehen und gehört werden, seine Talente entfalten zu können. Es kann leider zum Leben gehören, aus der Ursprungs-Familie den ersehnten Segen nur begrenzt zu erhalten. Emil ermutigt zu einer Versöhnung mit seinem ureigenen Weg, auch wenn der Schmerz bleibt, dass seine Mutter sein großartiges Talent kaum würdigt.

Verwandlung

Erfolg ist wunderschön und gefährlich. Emil hat mit 60 Jahren den Mut, alleine nach New York zu ziehen, weil er nicht im Muster „Was denken die anderen“ gefangen bleiben will. Es nie zu spät, so zu werden, wie wir von Anfang an gemeint sind: Geborgen und frei.

Verwurzelung

Der Dokumentarfilm erzählt vom Ur-Wunsch, in der Liebe verwurzelt zu sein. Liebe kennt kein Alter. Emil und seine Frau Niccel sind in der Dankbarkeit verwurzelt, deshalb sind sie menschenfreundlich unterwegs…

Pierre Stutz | Titelbild: Imago

 

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