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Inhaftierte renovieren Haus für Ukraine-Flüchtlinge

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In Zusammenarbeit mit dem Verein begegnen e.V. renoviert die Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne des Offenen Vollzuges für eine ukrainsche Familie ein Haus in Bielefeld-Mitte. Inhaftierte, die dafür ehrenamtlich tätig werden wollten, waren schnell gefunden. Allen voran die beiden Iraker Abdulla und Sabah Mustafa. Die im Jahr 2016 selbst geflüchteten Iraker unterstützen ehrenamtlich die siebenköpfige Familie aus der Ukraine.

Die jungen Männer sind im Jahre 2016 selbst aus ihrem Heimatland geflohen und sind froh – wie sie sagen- mit ihrem jetzigen Engagement etwas an die Gesellschaft zurück geben zu können. Unterstützt werden sie von dem gelernten Maler Frank Zick, sowie der jüdischen Kultusgemeinde, die u.a. die Verpflegung der Handwerker übernimmt. Die beiden Inhaftierten sind Teilnehmer des Jungtäterprojekts in der Außenstelle Clarholz, wo sie in dem Bediensteten Daniel Schulte schnell einen Unterstützer der Renovierungsarbeiten fanden. Die siebenköpfige ukrainische Familie war bis jetzt in einer Zweizimmerwohnung untergebracht. Schnell war klar, dass der Wohnraum nicht reicht, insofern ist man froh, dass die evangelische Kirchengemeinde das ehemalige Pfarrhaus zur Verfügung stellt.

Als die ersten Bomben auf Kiew fielen, hat die Familie ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen. Im Gepäck nur ein paar Rucksäcke mit dem Notwendigsten. Sie sind sichtlich beeindruckt von der Hilfe die ihnen hier zuteil wird, insbesondere als sie erfuhren, dass unter den Helfern zwei Männer sind, die seinerzeit selbst aus ihrem Heimatland fliehen mussten. Die örtliche Presse bezeichnete diese Umstände mit „Es ist eine jener unglaublichen Konstellationen, die durch den Krieg in der Ukraine hervorgerufen wird“. Dem ist wenig hinzuzufügen, außer mit der Familie zu hoffen, dass ihr Wunsch einer baldigen Heimkehr in ihr Heimatland erfüllt werden möge.

Axel Berger, JVA Bielefeld-Senne |Quelle: Justiz NRW

 

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