Gott sagt: Kehrt um, verlasst die alten Wege! Kehrt um und ändert euer Verhalten! (Ezechiel Hesekiel 33,11)
Gott spricht angeblich so eindeutig und klar.
Wenn das mal so einfach wäre, das eigene Leben zu ändern. Der Spruch kommt als moralische Aufforderung daher. Mit Ausrufezeichen! Ich sehe Hinweisschilder mit all den Apellen und Regelvorgaben im Gefängnis: Machen Sie dies, machen Sie jenes, sonst passiert… – ja was eigentlich? Niemand möchte gerne umkehren und etwas ändern. Zu eingefahren sind manche Muster und Gewohnheiten. Im Plural wird von „Euch“ gesprochen.




Fühle ich mich persönlich angesprochen?
Eine höhere Autorität wie „Gott“ sagt das sogar in wörtlicher Rede. Ich glaube, meine göttliche Stimme wirkt in mir selbst. Sie spricht innerlich zu mir. Oft weiß ich nur zu gut, dass ich lieber umkehren und einen anderen neuen Weg ausprobieren sollte. Eine Verhaltensänderung kann aber nur freiwillig wachsen. Es muss mein Weg sein, mein eigenster. Nicht der des Anderen.
Michael King






