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Ein Triumph – Kinofilm mit berührender Wirkung nach draußen

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Die französische Komödie „Ein Triumph“ erzählt nach wahren Begebenheiten über ein besonderes Projekt mit Strafgefangenen, die als Theaterprojekt Samuel Becketts „Warten auf Godot“ aufführen. Der Film wurde 2020 mit dem Europäischen Filmpreis als beste Komödie ausgezeichnet. Der französische Star Kad Merad brilliert in der Hauptrolle dieser unterhaltsamen und spritzigen französischen Komödie. Seine überzeugende und vielschichtige Darstellung des Étienne berührt und bringt die Welt innerhalb der Mauern nach außen.

Étienne und seine „Godots“ beim ersten Ausgang in Freiheit. ©FILMWELT, Foto: Bethuel. ▶ Trailer

Warten wurde gelernt

Was macht ein leidenschaftlicher Schauspieler, der mangels guter Rollenangebote kaum über die Runden kommt? Étienne (Kad Merad) übernimmt die Leitung der Theatertruppe eines Gefängnisses, um ihr neuen Schwung zu verleihen. Ein chronisch arbeitsloser, aber liebenswerter Schauspieler übernimmt die Theaterwerkstatt in einem Gefängnis. Schlimmer als die Arbeitslosigkeit kann es ja nicht werden. Und welches Stück liegt da näher, als Warten auf Godot – wenn die Häftlinge eines gelernt haben, dann das. Eine bunte Truppe von Gefangenen bringt er zusammen. Etienne ist erstaunt, welches schauspielerische Talent in seinen Schützlingen schlummert. Wenn alles funktioniert, winkt sogar eine Tournee außerhalb der Gefängnismauern… Als er die Bande von Sträflingen auf eine Tour außerhalb des Gefängnisses mitnehmen darf, hat Etienne endlich die Chance, sich zu entfalten. Jeder Auftritt ist ein voller Erfolg und eine einzigartige Beziehung erwächst zwischen der Truppe. Aber bald kommt die finale Aufführung in Paris.

Presseheft

Nach wahrer Begebenheit

„Ein Triumph“ beruht auf wahren Begebenheiten: 1985 inszenierte der schwedische Schauspieler und Regisseur Jan Jönson mit den Inhaftierten des Hochsicherheitsgefängnisses Kumla das Stück Warten auf Godot. Becketts wohl bekanntestes Stück Warten auf Godot wird im Rahmen eines Sozialisierungsprogramms von einer Gruppe von  Gefängnisinsassen gemeinsam mit einem eher erfolglosen Regisseur erarbeitet. Denn vom Warten verstehen sie etwas… Mit den harten Jungs Moussa (Wabinlé Nabié), Kamel (Sofian Khammes), Patrick (David Ayala), Jordan (Pierre Lottin) und Alex (Lamine Cissokho) inszeniert Étienne das Stück. Selten hat man erlebt, dass Becketts berühmtes Theaterstück mit einer solchen Inbrunst und Realitätsnähe gespielt wird. Das Stück hat eine unglaubliche Wirkung auf die Gefangenen. Langeweile, Warten, totale Leere und Müßiggang prägen ihren Alltag, und in der realen Geschichte wurden die Gefangenen von diesem universellen Text berührt. Es ist das bekannteste zeitgenössische Theaterstück, dessen weltberühmter Titel allein schon die einfache Handlung auf den Punkt bringt.

 

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