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Der ehemalige Zweibrücker Pfarrer Franz Mockenhaupt im gesegneten Alter von 94 Jahren in Frieden eingeschlafen. Manche haben ihn nicht mehr erlebt, denn er hat 2003 mit 76 Jahren seinen Dienst in der Justizvollzugsanstalt Koblenz beendet, in der er viele Jahre mit halber Stelle neben seiner großen Pfarrei gewirkt hat.

Dort war er für viele U-Gefangene die gute Seele, die immer ein offenes Ohr hatte, die Kontakte zur Familie hergestellt wie auch innerhalb der Familien Konflikte auf ruhige Art gemanagt hat. Als ich 1983 anfing, hatte er schon etliche Jahre in Koblenz gearbeitet und einen ‚legendären‘ Ruf. Nach seiner Pensionierung zog er nach Neunkirchen-Heinitz ins Pfarrhaus und wirkte dort noch bis zu Coronabeginn als aktiver Seelsorger.

Daneben kam er regelmäßig zu mir in die JVA Zweibrücken zu Eucharistiefeier und Beichtgesprächen. Dort war bei Gottesdienstbesuchern sehr geschätzt wegen seiner aufbauenden und Mut machenden Gedanken. Was mich oft überraschte, dass ihn weibliche Jugendliche zum Beichtgespräch aufsuchten mit den Worten „ich möchte mit dem alten weisen Mann reden“. So war er für viele eine stille Autorität geworden. Nun ist er nach kurzer Verweildauer in einer Senioreneinrichtung friedlich eingeschlafen. Möge Gott ihm all sein segensreiches Wirken vergelten.

Wolfgang Schreiner

 

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