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Bilder-Ausstellung: Das Wichtigste im Leben

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Erneut und bereits zum vierten Mal wurde Anfang November im Rathaus der Stadt Halberstadt in einer Ausstellung Bilder von Straffälligen aus den Justizvollzugsanstalten (JVA) Sachsen-Anhalts ausgestellt. „Wir wollen, dass die Werke und Bilder gezeigt werden und die öffentliche Diskussion anregen“, sagt Jennifer Schmidt vom Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt bei der Eröffnungsveranstaltung.

„Das Wichtigste im Leben“ lautet der Titel Ausstellung, die durch Thomas Rimpler in Vertretung für Oberbürgermeister Andreas Henke eröffnet wurde: „Ich freue mich, wenn die Stadt Halberstadt einen Teil dazu beitragen kann, dass sich die Öffentlichkeit mit dem Thema der Resozialisierung befasst und dass die Ausstellung im Rathaus zum Nachdenken sowohl über die Opfer als auch über die Straffälligen angeregt.“

Jennifer Schmidt vom Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt, stellvertretender Oberbürgermeister Thomas Rimpler, Edith Gehrmann vom Halberstädter Verein „Hoffnung“ und Diplom Sozialpädagogin Uta-Maria Schmidt sowie Gefängnisseelsorger Markus Jäckel von der JVA Halle/Saale (von links) vor einer Collage, die innerhalb des Projektes „Väter aktiv, Väter im Strafvollzug“ entstanden ist.

Jede der etwa 20 gezeigten Arbeiten ist sehr persönlich und drückt Gedanken, Gefühle, Lebenswelten, Fragen und Ansichten zur Aufarbeitung aus. Zu den Gästen der Eröffnung zählten auch die Diplomsozialpädagogin Uta-Maria Schmidt und der Seelsorger Markus Jäckel aus der JVA Halle/Saale. Sie berichteten über ein Pilotprojekt „Väter aktiv, Väter im Strafvollzug“, vertreten mit einer Collage innerhalb der Ausstellung „Das Wichtigste im Leben“.

„Das, was Sie machen, hat Depotwirkung und ebnet den Weg für die Wiedereingliederung Straffälliger“, lobt Edith Gehrmann, Vorstandsmitglied des Halberstädter Vereins „Hoffnung“. Sie arbeitet seit 1991 in der Bewährungshilfe und hat die Ausstellung nach Halberstadt geholt wie in den vorangegangenen Jahren auch. „Das Thema Straffälligkeit, Resozialisierung und Kinder lässt mich nicht los“, so die erfahrene Bewährungshelferin, die zudem seit Jahren dem Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung angehört. In ihren Augen ist Aufklärung ein gesellschaftliches Anliegen, denn Straffällige werde es immer geben. Edith Germann richtet ein großes Dankeschön an die Stadt Halberstadt, die die Ausstellung im Rathausflur möglich gemacht hat und damit das Anliegen der Aufklärung unterstützt.

Edith Gehrmann hofft, dass sich viele Besucher die Ausstellung „Das Wichtigste im Leben“ ansehen werden. Darüber hinaus bietet sie auf Wunsch ihre Begleitung bzw. Führungen durch die Ausstellung an. Eine Anmeldung dafür ist möglich über verein.hoffnung.hbs(at)freenet.de und unter der Telefonnummer 03941/600597.

Pressestelle Stadt Halberstadt

 

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