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Wechselspiel zwischen Tränen und Trost in Bild und Text

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Das kleine Literatur-Projekt mit selbst gestalteten Bildern ist über einen längeren Zeitraum in einer Kirchen-Gruppe von inhaftierten jungen Frauen in der Justizvollzugsanstalt Iserlohn entstanden. Das dritte Heft hat wieder seinen eigenen Charakter. Alle haben sich selbst überrascht was mit Pinsel, Farbe und Stift möglich ist.

Das Wechselspiel zwischen farbintensiven Zeichnungen und persönlichen Texten schafft eine eigene Atmosphäre, die dem Alltag ein anderes Gesicht geben. Es galt Tränen und Trost mit eigenen Worten, Texten und Bildern zu verarbeiten. Dieses Heft kommt an Pfingsten allen Inhaftierten mit weiteren Kleinigkeiten zu. Literatur und Kunst sind und bleiben Hoffnungszeichen nicht nur am Fest Pfingsten, sondern im Alltag des Gefangenseins überhaupt. Gefängnisseelsorger Andreas Altehenger begleitet bereits zum 3. Mal solch ein Projekt.

Die JVA Iserlohn ist für den Jugendvollzug vor allem von jüngeren Gefangenen zuständig. Die Anstalt soll in den nächsten Jahren komplett erneuert werden. Hier kommen etwa 60 jugendliche Mädchen unter, die straffällig wurden. Einige Projekte wie die Schulausbildung werden teilweise zusammen mit den jugendlichen Männern durchgeführt. Der Neubau ist notwendig, da die im Jahr 1969 errichtete Anstalt vollständig sanierungsbedürftig ist und die bauliche Situation den Bedürfnissen eines modernen Jugendstrafvollzugs nicht mehr genügt. „Junge Strafgefangene müssen Verantwortung für ihr Leben übernehmen und merken, dass Straftaten keine Lösung sind“, erläutert Jakob Klaas, Leiter der Abteilung Justizvollzug im NRW-Ministerium der Justiz, die Ziele eines modernen Jugendstrafvollzugs. „Jungen Männern und Frauen soll es in Iserlohn ermöglicht werden, in Wohngruppen angemessene soziale Umgangsformen zu erlernen.“ Zugleich soll die Kapazität der JVA von 280 Haftplätzen auf 340 Haftplätze erhöht werden.

 

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