|
|
|
Sollte sich der Newsletter aufgrund Ihres E-Mail Programms nicht ordnungsgemäß darstellen lassen, können Sie die Informationen unter Newsletter abrufen. Hier sind die letzten Artikel hinterlegt...
|
|
|
|
|
|
Gefängnisseelsorge
|
Die allzeit wegweisende Hand (Gottes)
|
|
|
|
Guten Tag,
|
"die allzeit wegweisende Hand…", so sah das an der Eingangstür der Anstaltskirche mit dem WC-Hinweisschild aus. Der erste Besuch des Justizministers vom Land Nordrhein-Westfalen, Dr. Benjamin Limbach (Grüne) in der Anstaltskirche der JVA Herford. Seit Wochen werden die Flure der Abteilungen auf Hochglanz gebracht und Ablaufpläne geschrieben. Die Kirche der JVA ist im Jahr 1883 eröffnet worden. Jetzt wurde sie für die Amtseinführung der neuen Anstaltsleiterin für etwa 150 Menschen geöffnet.
|
Hinweisschilder für die Gäste
Neben dem Minister der Justiz nrw sind die Bürgermeisterin der Hansestadt Herford, der Landrat des gleichnamigen Kreises, KommunalpolitikerInnen, die Beiräte der JVA, die Vollstreckungsleitung und andere Menschen der Öffentlichkeit eingeladen. Der Leiter der Musikschule Herford ist ebenso gekommen. Die Liste der Namen in den Grußworten ist lang. Als Vertreter der Inhaftierten dient die Schaufenster-Figur, die schon lange in der Kirche "Wache" hält. Der Altar ist zur Seite gerückt, Fahnen abgehängt und der Kerzenständer verlegt worden. Stuhlreihen sind nummeriert und Namensschilder daran festgeklebt. Neue Hinweisschilder für die Toiletten außerhalb der Kirche in der angrenzenden Abteilung weisen den Gästen den Weg.
|
Ein Ereignis, das feierlich begangen werden will. Zufällige Begegnungen entstehen nach den Grußworten beim Snack an den Stehtischen. Bedienstete reden mit dem Minister, MitarbeiterInnen der Fachdienste mit der neuen Anstaltleitung. Über die Gefangenen wird gesprochen, es geht um Konzepte und Ereignise. Die inhaftierten Menschen hören durch die geöffneten Rundfenster den Applaus. Sie sind Zaungäste und sehen, wie die BesucherInnen von außen wieder zur Besucherpforte geführt werden.
|
Justizvollzug im Blickpunkt
Welche Freiheiten hat die Gefängnisselsorge hinter den Mauern und wo sind die Grenzen? Darum soll es bei der Studientagung im Oktober 2026 in Paderborn gehen. Im Oktober findet allerdings in Nordrhein-Westfalen traditionell die "Knastkulturwoche" statt. Mit verschiedenen Veranstaltungen rückt hier der Justizvollzug und die dort inhaftierten Menschen in den Mittelpunkt. Der Minsiter wird voraussichtlich nicht an beiden Terminen teilnehmen können. Übrigens: Die Gefangenen- Schaufenster-Figur ist "auf Schub" beim Katholikentag in Würzburg gewesen. "Auf Transport" wie dies anderswo Gefangene ausdrücken würden. In einem Podium auf dem Kirchentag wurden die Stimmen der Inhaftierten im Podium vorgelesen und eingeblendet.
|
|
|
|
Michael King
|
Gefängnisseelsorger JVA Herford
|
|
|
|
|
|
Herzliche Einladung zur Studientagung der Gefängnisseelsorge ins Liborianum Paderborn im Oktober 2026.
|
|
|
|
|
|
|
|
Kino-Tipp: Die Camino-Therapie - Finde Deinen Weg
|
|
|
Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt der Kino-Film von zwei Fremden, die auf dem Jakobsweg nicht nur zueinanderfinden, sondern zu sich selbst. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Camino de Santiago entsteht ein bewegender Film über Aufbruch, Loslassen und die Kraft des Zusammenhalts. Das Thema des Films zeigt, dass der Jakobsweg als Mittel der Resozialisierung dienen kann. Wenn zwei sich auf …
|
|
|
|
|
|
Fuß der Taube: Pfingstliche Gedanken zur verschollenen Hl. Geist-Taube
|
|
|
Bei vielen holzgeschnitzten, spätmittelalterlichen Dreifaltigkeitsdarstellungen fehlt oft der Heilige Geist. Die Taube, die ihn darstellte, hat die Jahrhunderte nicht überdauert. Gelegentlich war sie angebracht an einem Holzschrein, in dem der Vater den Sohn als Leidensmann vorzeigt. Ging nun der Schrein etwa bei Altaränderungen verloren, dann verschwand mit ihm auch meist die Taube. Manchmal war sie an der Krone Gottvaters …
|
|
|
|
|
|
Vergebung im Gefängnis: "…wie auch wir vergeben unseren Schuldigern"
|
|
|
Kategorien: Schuld, Versöhnung
|
Welche Rolle spielt Vergebung im Gefängnis? Braucht es das überhaupt? Wann kann Vergebung geschehen und was muss ihr vorausgehen? Kamm man sie erwarten? Markus Martin ist Gefängnisseelsorger an der JVA Landsberg am Lech und hat mit den Teilnehmern der dortigen Bibelgruppe über Fragen rund ums Vergeben und Verzeihen nachgedacht und diskutiert. Ein Einblick in die Wortmeldungen inhaftierter Männer. Die Worte …
|
|
|
|
|
|
Die Kraft in jedem Menschen: Bereitschaft für das Unberechenbare
|
|
|
Kategorien: Bildung, Diskurs, Politik
|
„Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich’s Wetter, oder es bleibt, wie es ist“ – diese alte Weisheit schenkt uns die zuverlässigste Wettervorhersage. Sie lässt offen, wie das Wetter wird und hat deshalb beständige Gültigkeit. Umso genauer eine Wettervorhersage, umso unsicherer ist sie. Mit dem menschlichen Bedürfnis, das Leben möglichst im Griff zu haben, können wir den Unsicherheitsfaktor ausblenden …
|
|
|
|
|
|
Minister Dr. Benjamin Limbach zum ersten Mal in der JVA Herford
|
|
|
Die ostwestfälische Justizvollzugsanstalt Herford gestaltet in der Anstaltskirche die feierliche Amtseinführung der neuen Leiterin Martina Schuchert. Dazu werden Wochen vorher die Flure gereinigt und die Räume auf Hochglanz gebracht. Eingeladen ist der Minister der Justiz im Land Nordrhein-Westfalen Dr. Benjamin Limbach (Grüne). Wunderschöne Anstaltskirche In seinem Grußwort spricht der Minister der Justiz in Nordrhein-Westfalen die Geschehnisse in der JVA Euskirchen …
|
|
|
|
|
|
Fahren ohne Ticket: Zivilrechtlicher Verstoß gegen Beförderungsbedingungen
|
|
|
Kategorien: Inhaftierte, Stellungnahme
|
Die Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland und die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. unterstützen mit großem Nachdruck die Initiative von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD), den Straftatbestand der „Erschleichung von Leistungen" zu entkriminalisieren. Das Fahren ohne Fahrschein sollte nicht mehr strafrechtlich verfolgt, sondern als zivilrechtlicher Verstoß gegen Beförderungsbedingungen behandelt werden. Wie viele andere Verbände der Zivilgesellschaft fordern wir die ersatzlose …
|
|
|
|
|
|
Praxishandbuch mit Anregungen für die politische Bildungsarbeit
|
|
|
Das Handbuch „Politische Bildung im hessischen Justizvollzug – Ein Handbuch mit Konzepten, Methoden und Materialien für Fachkräfte“ ist im Rahmen des Projekts „Kompetenz gegen Extremismus in Justizvollzug und Bewährungshilfe“ (KogEx Hessen 3.0) entstanden, das durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch das Hessisches Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat …
|
|
|
|
|
|
Neuer Sprecher für die Arbeitsgemeinschaft International
|
|
|
Kategorien: International, Tagungen
|
Die Arbeitsgemeinschaft International der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. hat einen neuen Sprecher: Dario Martic. Er arbeitet als Gefängnisseelsorger in der Jugendanstalt (JA) Hameln. Die Arbeitsgemeinschaft traf sich in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hamm zu Besprechungen und für den Abschied von Doris Schäfer, die diesen ehrenamtlichen Dienst jahrelang inne hatte. Doris Schäfer ist seit 15 Jahren in der JVA Würzburg …
|
|
|
|
|
|
Jede Gemeinde ein ‚Haus des Friedens‘ auch für Haftentlassene
|
|
|
Kategorien: Gesellschaft, Inhaftierte
|
"Und morgen sind sie wieder unsere Nachbarn!“ Etwa 60.000 Menschen, meist Männern, sind zurzeit in deutschen Gefängnis inhaftiert. In der Regel wissen wir kaum etwas von ihnen, außer dass sie tatsächlich oder mutmaßlich eine Straftat begangen haben. Das Podium mit dem bayerischen Staatsminister Joachim Herrmann möchte dazu dienen, unsere künftigen Nachbarn in den Blick zu nehmen. Es soll aber auch …
|
|
|
|
|
|
Inhaftierter Graffiti-Künstler gestaltet zeichnerisch seinen Haftraum
|
|
|
Kategorien: Haftalltag, Kunst
|
Knast bedeutet nicht zwingend im „Nichts“ zu wohnen. "Also fing ich an pragmatisch zu denken und meine Gedanken auf den ´Wohnraum´ zu übertragen. Wie bei einem „Tatmotiv“ haben auch meine Wandmotive eine Bedeutung. Alles hat zwei Seiten: Vor- und Rückwand, gutes und schlechtes. Knast kann schlecht sein, wenn man(n) es zulässt", so sagt der Gefangene als Graffitikünstler der Zelle 8011. …
|
|
|
|
|
|
Staatsminister des Innern Herrmann: "Sie werden unsere Nachbarn sein"
|
|
|
Kategorien: Diskurs, Inhaftierte, Kirchentag
|
Der Panoramasaal des Congress Centrum in Würzburg füllt sich mit Menschen. Es sind TeilnehmerInnen des 104. Katholikentages. Sie kommen zur Podiumsdiskussion mit dem Titel "Und morgen sind sie wieder unsere Nachbarn". Der Moderator, Tobias Müller aus Berlin, fragt in der Eröffnung, wer mit Gefängnis in irgendeiner Art schon einmal Kontakt hatte. Einige Handzeichen gibt es dann doch. "Niemand muss sich …
|
|
|
|
|
|
Arbeit der Gefängnisseelsorge ist ausschließlich analog zu verstehen
|
|
|
Kennen sie die manches Mal am Ortseingang positionierten Schilder, die vorbeifahrende Autofahrer auf das Angebot der Kirche(n) am Ort aufmerksam machen? Ehrlich gesagt war es für mich nicht ganz einfach einen solchen Wegweiser zu finden. Drei Gottesdienste an einem Ort und das zu festen Zeiten. Nicht nur das Schild scheint aus der Zeit gefallen zu sein... Seelsorge im Gefängnis In …
|
|
|
|
|
|
Mut, um aufzustehen: Von den Lebenswirklichkeiten inspiriert
|
|
|
Kategorien: Kirche, Kirchentag, Kommentar
|
An der Bushaltestelle in Würzburg steht eine Frau mit Regenschirm. Ein Gewitter zieht auf. Der Himmel ist dunkelblau und es regnet plötzlich in Strömen. Der Bus scheint nicht zu kommen an dieser Bushaltestelle am Hochhaus des Hotel "Premier Inn". Keine Überdachung schützt die Fahrgäste an der Haltestelle. "Das alles wegen dieses Katholiken-Dingsbums“ sagt die Frau, die schützend ihren Regenschirm über …
|
|
|
|
|
|
Eine Gefängnisseelsorge in Religionspluralen Kontexten
|
|
|
Kategorien: Interreligiös, Medien, Weltanschauungen
|
In den letzten Jahren ist durch Kirchenaustritte die Zahl der Mitglieder der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland auf unter 50 % gesunken. Und die Kirchenbindung der Verbliebenen ist lockerer geworden. Gleichzeitig ist – v.a. migrationsbedingt – die Religiöse Landkarte bunter geworden. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Gefängnissen, und die kirchliche Gefängnisseelsorge sieht sich zunehmend kritischen Fragen gegenüber. …
|
|
|
|
|
|
Wenn es Gefängnisseelsorge nicht gäbe, müsste man sie erfinden
|
|
|
Kategorien: Ökumene, Tagungen
|
Justizvollzugsanstalten versuchen, durch lückenlose Kamerabeobachtung jeden Winkel im Blick zu behalten. Zwischen notwendiger Sicherheit und Disziplin wird eines zu einem besonders hohen Gut: menschlicher Freiraum. Das nimmt die Jahrestagung der „Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland“ in den Blick, die im hessischen Hünfeld im St. Bonifatiuskloster tagte. Nichts wird weiter erzählt Menschlicher Freiraum ist in Justizvollzugsanstalten kaum zu finden. Kameras …
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Inhalte dieses Newsletters und der Website spiegeln eine Fülle von Meinungen wieder. Sie entsprechen nicht immer die des Vereins. Für die Inhalte der Beiträge sind die AutorInnen* verantwortlich. Fragen und Anmerkungen zum Newsletter sowie neue Beiträge bitte an king@jva-seelsorge.de
|
|
|
|
|
|
|
|