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Gefängnisseelsorge
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Migrationserfahrungen können Ressourcen sein
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Guten Tag,
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ab Freitag, 12. Juni 2026 gelten europaweit neue Regeln im Umgang mit Flüchtlingen. Asylverfahren sollen damit schneller und einheitlicher werden. Kern des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (Geas) ist eine verpflichtende Vorprüfung an den EU-Außengrenzen. Dabei werden Fingerabdrücke, Herkunft, Gesundheitszustand und mögliche Sicherheitsrisiken erfasst. Wer geringe Asylchancen hat oder als Sicherheitsrisiko gilt, durchläuft ein Schnellverfahren, dem eine sofortige Rückführung folgen kann.
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Betroffene müssen dafür bis zu sechs Monate in geschlossenen Einrichtungen bleiben. Wer bessere Schutzchancen hat, darf einreisen und durchläuft das reguläre Asylverfahren. Hilfswerke und die Kirchen bewerten die Reform kritisch und fürchten gravierende Auswirkungen auf Asylsuchende. "Der neue EU-Asyl- und Migrationspakt ist ein Pakt gegen Geflüchtete", sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt, Dagmar Pruin. Statt Asylbewerbern effektiver Schutz zu gewähren, werde er ihnen durch die Reform praktisch verweigert.
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Das Bundesinnenministerium sieht im neuen Asylsystem den Weg zu einer kontrollierteren Asylpolitik. "Mit dem Start des Asyl-Pakts schärfen und härten wir das europäische Asylsystem, stärken die Kontrolle an den Außengrenzen und sorgen dafür, dass Regeln nicht nur beschlossen, sondern durchgesetzt werden", erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
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Mit dem Themenkomplex Migration und Delinquenz beschäftigten sich Gefängnisseelsorge-KollegInnen, die im Jugendvollzug arbeiten. Fazit: Ein Dickicht von Gesetzen und Verfahrensschritte, die kaum durschaubar sind. „Es wird schärfer und das bekommen wir im Jugendvollzug mit“, sagt ein Teilnehmer. „Es wird immer mehr direkt aus der Haft abgeschoben. Mit gravierenden Folgen für die betroffenen Menschen“, führt er aus.
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Doch lesen Sie selbst in diesem Newsletter.
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Michael King
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Gefängnisseelsorger JVA Herford
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Erinnerungsort an die erschütternde Amokfahrt 2020 in Trier
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Kategorien: Geschädigte, Regional
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Eine dicke Kerze steht im Bereich der vielen kleinen Kerzen in einer Ecke des Trier Doms. Sie brennt wie das „ewige Licht“ dauerhaft. Die Kerze und die angebrachten Tonfiguren dahinter erinnern an die Amokfahrt in der Stadt 2020. Weihbischof Jörg Michael Peters erzählt an diesem Erinnerungsort den GefängnisseelsorgerInnen, die im Jugendvollzug arbeiten, den Hintergrund. Bei der Amokfahrt am 1. …
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JVA Heidering: „Ich arbeite in der Justizvollzugsanstalt als Seelsorgerin“
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Kategorien: Bedienstete, Inhaftierte, Porträt
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"Gelassen einschlafen", so lautet eine Reihe des Radio rbb um 21:58 Uhr. Dazu gibt es in einen täglichen "Abendsegen" eine Art Meditation, die mit einem Segenswort endet. Gefängnisseelsorgerin Christina Brath, die in der Justizvollzugsanstalt Heidering bei Berlin arbeitet, hat eine Woche die Staffel der abendlichen Sendungen übernommen. Sie erzählt als Seelsorgerin in einer Justizvollzugsanstalt. Robin Ich arbeite in einer Justizvollzugsanstalt …
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Migration als Ressource, die biografisch und gesellschaftlich wirksam ist
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Kategorien: Jugendvollzug, Migration
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"Und raus bist Du. Migration und Delinquenz", so lautet der provokante Titel zur Studientagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendvollzug. 17 GefängnisseelsorgerInnen aus dem Bundesgebiet treffen sich im Jugend- & Gästehaus des Bistum Trier. Sie stellen sich eine Woche den vielfältigen und komplexen Aspekten von Migrationsgeschichten und möglicher Inhaftierung von jungen Menschen. Eigene Migrationsgeschichte Beides hat nicht unbedingt miteinander zu tun. Migration …
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Es machen sich Ängste breit, wohin die Reise gehen wird…
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Kategorien: Gesellschaft, Literatur, Philosophie
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Eisenbahngleichnis Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit. Wir sehen hinaus. Wir sahen genug. Wir fahren alle im gleichen Zug. Und keiner weiß, wie weit. Ein Nachbar schläft, ein anderer klagt, ein dritter redet viel. Stationen werden angesagt. Der Zug, der durch die Jahre jagt, kommt niemals an sein Ziel. Wir packen aus, wir packen …
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Sexueller Missbrauch: T-Shirts verdecken den Blick in die Trierer Jesuitenkirche
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Kategorien: International, Kunst, Sexueller Missbrauch
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Die Seminarkirche des Priesterseminars in Trier war von 1570 bis 1773 Kirche des Jesuitenordens. An diesem Ort der dreischiffigen gotischen Hallenkirche versperrt zurzeit am Eingang eine Art Garderobe aus weißen T-Shirts den Weg in die Kirche. Schnell wird klar, es geht um den Sexuellen Missbrauch in Kirche und Gesellschaft. Die T-Shirts verdecken den uneingeschränkten Blick in die Dreifaligkeitskirche. Kinderschutzexperten aus …
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JVA Heinsberg: "Der Jugendknast ist keine Lösung für Zwölfjährige"
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Kategorien: Jugendvollzug
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Der Leiter der JVA Heinsberg im Jugendvollzug, Jochen Käbisch, ist gegen eine Herabsetzung der Strafmündigkeit. Bereits 14-Jährige sind inhaftiert. Viele erleben hinter Gittern zum ersten Mal eine richtige Tagesstruktur. Jochen Käbisch hat die Debatte über die immer wieder neu aufkommende Forderung nach einer Senkung des Alters zur Strafmündigkeit auf 12 Jahre mitkommen. In Dormagen wird der 14-jährige Yosef von einem …
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Die Publikation "AndersOrt" der Gefängnisseelsorge wird 15 Jahre alt
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Kategorien: Geschichte, Kommentar, Medien
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In der Geschichte der Gefängnisseelsorge gab es schon früh Publikationen. Bereits 1925 wurde die Pastoralinstruktion vom Fürstenbischof Kardinal Bertram in Breslau für die Vereinigung der katholischen Strafanstaltsgeistlichen auf dem Gebiet von Preußen veröffentlicht. In den 1980 er Jahren ist eine Bundesstelle der Gefängnisseelsorge in Fulda eingerichtet worden. Die Personalkörperschaft von Tätigen in der Gefängnisseelsorge hat sich 2017 zu einem gemeinnützigen …
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Spuren hinterlassen: "Was wollen Sie? Meinen Fingerabdruck?"
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Kategorien: Spiritualität, Theologie
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Erstaunt und vielleicht innerlich amüsiert äußert sich ein Inhaftierter im Ostergottesdienst der rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalt Rohrbach, als der Gefängnisseelsorger dazu einlädt, die Osterkerze mit dem eigenen Fingerabdruck auf einem Wachsplättchen zu verschönern. Keine Spuren hinterlassen Das Hinterlassen des eigenen individuellen Fingerabdrucks hat nicht bei wenigen der einsitzenden Menschen zu ihrer Inhaftierung geführt. Die eigenen Spuren zu hinterlassen - theologisch eine durchaus …
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Sterben im Strafvollzug: Erforschung eines kaum bekannten Themas
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Kategorien: Lebensältere, Sterben
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Die Studie mit dem Namen ARREST soll die palliativmedizinische Versorgung Inhaftierter abbilden und mögliche Defizite und Potenziale aufdecken. Eine schwere unheilbare Erkrankung kann einen Menschen in jeder Lebenssituation treffen – auch während einer Haftstrafe oder einer Sicherungsverwahrung. In Deutschland werden sterbende Inhaftierte in der Regel vorzeitig entlassen, wenn dadurch die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird. Es gibt jedoch Menschen, die …
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Eine Haltung: Aufrichten - nicht richten. Retten - nicht strafen
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Kategorien: Straftheorie, Theologie
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Ein Jugendrichter in Halle an der Saale, sagte bei einer Diskussion, er wolle junge Menschen nicht richten, sondern aufrichten. Er hat bei verschiedenen Urteilen so manch ungewöhnliche Strafe ausgesprochen, die Konsequenzen aufzeigen. Ein Urteil zu fällen ist nicht einfach und doch hatte der Jugendrichter stets noch etwas anderes im Blick: die Würde und eine mögliche Wiedergutmachung. Theologisch ist das mit …
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Gott sagt: Kehrt um, verlasst die alten Wege! Ändert euer Leben...
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Kategorien: Spiritualität, Theologie
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Gott sagt: Kehrt um, verlasst die alten Wege! Kehrt um und ändert euer Verhalten! (Ezechiel Hesekiel 33,11) Gott spricht angeblich so eindeutig und klar. Wenn das mal so einfach wäre, das eigene Leben zu ändern. Der Spruch kommt als moralische Aufforderung daher. Mit Ausrufezeichen! Ich sehe Hinweisschilder mit all den Apellen und Regelvorgaben im Gefängnis: Machen Sie dies, machen Sie jenes, …
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Spieleabende hinter Gittern: Die Arbeit der "IniZelle" Würzburg
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Kategorien: Ehrenamt, Regional
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Die Initiative "IniZelle" aus Würzburg organisiert seit fast 40 Jahren Spieleabende mit Gefangenen. Über die Arbeit und Erfahrungswerte der Ehrenamtlichen können viele Geschichten erzählt werden. Die Spieleabende stehen für gemütliches Beisammensein, Austausch und Freizeit, ein für viele Menschen zum normalen Alltag zählender Bestandteil, eigentlich nichts Besonderes. Integration in die Gesellschaft Häufig wird viel gelacht, vielleicht kommt es mitunter zu persönlichen …
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Best-Practice: Kreuz im Knast durch Gespräche gemeinsam herstellen
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Kategorien: Kunst, Projekte
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Bei der Einführungs- und Ausbildungstagung für Mitarbeitende „Kirche im Justizvollzug“ im St. Bonifatiuskloster Hünfeld waren die Teilnehmenden eingeladen, eigene Erfahrungen und "Best Practice" vorzustellen. Georg Becher, Gefängnisseelsorger an der JVA Detmold und der JVA Bielefeld-Senne (Offener Vollzug) stellt eine Bedienungsanleitung um Kreuze zu knoten zur Verfügung. „In Gesprächen mit inhaftierten Menschen gelange ich immer mal wieder an Punkte, an denen …
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Waffeln statt Anliegen: Wenn Seelsorge durch den Magen geht
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Kategorien: Bedienstete, Kommentar, Tagungen
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„Notiz fürs nächste Jahr: Dem Gefängnisseelsorger frühzeitig absolutes Reiseverbot für Fortbildungen in Hünfeld erteilen!“ – diesen Satz diktierte mir der Sicherheitsdienstleiter (SDL) schmunzelnd in den Block, als ich nach meiner Rückkehr vom Ausbildungskurs der Gefängnisseelsorge im St. Bonifatiuskloster in Hünfeld sein Büro besuchte. Der Grund für das Seufzen des SDL? Ich war vollgepackt mit kreativen, Ideen aus der Fortbildung zurückgekehrt. …
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Häftlinge lesen damals wie heute Bücher aus der Anstaltsbücherei
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Das Zuchthaus Herford und seine Häftlinge 1934-1939 (Folge 36). Bereits im Jahr der Machtübernahme wurde von den Nationalsozialisten das Büchereiwesen landesweit „gleichgeschaltet”. Von dieser „Gleichschaltung” waren auch die Gefangenenbüchereien betroffen. § 115 der Dienst- und Vollzugsordnung von 1933 erklärte die Aufgaben der Gefangenenbücherei für die NS-Gesellschaft und betonte, dass „besonderer Wert auf solche Werke zu legen ist, die den Geist …
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Die Inhalte dieses Newsletters und der Website spiegeln eine Fülle von Meinungen wieder. Sie entsprechen nicht immer die des Vereins. Für die Inhalte der Beiträge sind die AutorInnen* verantwortlich. Fragen und Anmerkungen zum Newsletter sowie neue Beiträge bitte an king@jva-seelsorge.de
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