Veranstaltungen

Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Inhaftierung, Familie und soziale Beziehungen

Mittwoch, 6. Okt. 2021

Aktuell sind ca. 13.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen inhaftiert. Hinter jeder inhaftierten Person stecken Menschen: Frauen oder Männer, Partner, Partnerinnen, Kinder, Enkel, Mütter, Väter, Geschwister, Freundinnen und Freunde… Die ersten Schritte von Seiten der Justiz, soziale Beziehungen zu stärken wurden gemacht. Unter anderem wurde die Besuchszeit im §19 StVollzG von einer auf mindestens zwei Stunden im Monat erhöht. Auch das Konzept „Familiensensibler Justizvollzug in  Nordrhein-Westfalen“ benennt verpflichtende Mindeststandards, z. B. kindgerechte Besuchsgestaltung.

Aber reicht dies aus, um soziale Beziehungen innerhalb der Haftzeit aufrechterhalten zu können, bzw. sogar zu stärken? Oder bedeutet Inhaftierung sozialer Beziehungsabbruch? Die Erfahrungen zeigen, dass die Chance der Wiedereingliederung in die Gesellschaft weitaus höher ist, wenn Inhaftierte über stabile soziale Beziehungen außerhalb der Haft verfügen. Wie können wir als AkteurInnen unterschiedlicher Bereiche und Professionen mit unserem jeweiligen Auftrag gemeinsam mit Politik und Justiz die Inhaftierten und ihre Bezugspersonen beim Aufbau und Erhalt ihrer sozialen Beziehungen unterstützen? Im Rahmen des Fachtages möchten wir die unterschiedlichen Perspektiven des Themas in den Blick nehmen und die damit verbundenen Herausforderungen diskutieren.

Die Begrüßung und Einführung in die Tagung wird mit einem Grußwort des Minister der Justiz Nordrhein-Westfalens, Peter Biesenbach (CDU) eröffnet. Zum Thema “Soziale Beziehungen unter einschränkenden Kontextbedingungen – Zum Spannungsverhältnis von Familie und Strafvollzug” wird Prof Dr. de Oliveira Käppler, von der Technischen Universität Dortmund sprechen. Die Folgen einer Inhaftierung für die betroffenen Menschen und deren Angehörige – Konsequenzen für den Justizvollzug beleutet Prof. i.R. Dr. Walkenhorst von der Universität zu Köln.

Der Fachtag findet im Haus Villigst unter Leitung  der evangelischen Gefängnisseelsorge Westfalens statt. Die Einladenden schreiben dazu: “Da es bei dieser Tagung auch um den Austausch verschiedener, mit diesem Thema befassten Personen geht, soll diese Einladung ausdrücklich auch Angehörige Inhaftierter erreichen, damit ein Gespräch nicht allein über, sondern vor allem mit von einer Inhaftierung Betroffenen stattfinden kann.”

Bitte melden Sie sich frühzeitig an. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung/Rechnung. Bitte überweisen Sie die Tagungskosten auf das in der Rechnung angegebene Konto. Bei einer Absage später als zwei Wochen vor Beginn wird eine Ausfallgebühr von 75%, bei einer Absage am Tag des Tagungsbeginns von 100% berechnet. Datenschutzbestimmungen und AGB finden Sie hier…  Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gilt die Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen.

 

Details

Datum:
Mittwoch, 6. Okt. 2021
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Gefängnisseelsorge ev. Konf.
Telefon:
+49 511 279 6406
E-Mail:
https://www.gefaengnisseelsorge.de/

Weitere Angaben

Hinweise
Bitte melden Sie sich frühzeitig an. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung/ Rechnung. Bitte überweisen Sie die Tagungskosten auf das in der Rechnung angegebene Konto.

Veranstaltungsort

Schwerte
Iserlohner Straße 25
Schwerte, NRW 58239 Deutschland
Google Karte anzeigen
Telefon:
+49 2304/755-230
https://www.haus-villigst.de