Im Kalender sind zu den eigenen Studientagungen Veranstaltungen von Drittanbietern und der Schwesterkonferenz der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland aufgeführt. Ausstellungstermine, Strafälligenhilfe- und andere Fachtagungen außerhalb der Gefängnisseelsorge sind ebenso enthalten.
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Die Lebenswelt(en) inhaftierter Jugendlicher

Montag, 12. September 2022 - Freitag, 16. September 2022

Die zwei Arbeitsgemeinschaften Jugendvollzug der katholischen und evangelischen Gefängnisseelsorge tagen alle zwei bis drei Jahre gemeinsam. 2022 ist es wieder soweit. Die Arbeitsbereiche sind dieselben und von daher lohnt der gemeinsame Blick auf ein Thema des Jugendvollzuges. Die Lebenswelt(en) Jugendlicher und junger Erwachsener rücken in den Fokus.

 

Das Gefängnisseelsorgeteam aus der JVA Wuppertal-Ronsdorf mit Karl Schwellenbach und Ulrike Hollander sowie aus der JVA Herford, Michael King, bereiten diese Tagung inhaltlich vor. Thema soll die Lebenswelt Jugendlicher mit den sozialen Medien und deren familiären Hintergründen sein. Der Ort der Tagung ist das Kardinal Schulte Haus in Bergisch-Gladbach.

Die inhaftierten jungen Menschen, die uns als GefängnisseelsorgerInnen begegnen, kommen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Ihre Lebenswelt(en) sind so unterschiedlich, wie ihre noch in der Entwicklung befindliche Persönlichkeit. In der Mangelwirtschaft des Jugendvollzuges kommen neue Probleme oder werden verstärkt: Subkulturen, das gegenseitige Hochschaukeln und die Reglementierungen seitens des Vollzuges.

Machtbalance

Die Lebenswelten junger Menschen in den sogenannten Intensivmaßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe sind maßgeblich durch eine Verschiebung der Machtbalancen zwischen jungen Menschen und BetreuerInnen gekennzeichnet (vgl. Wolf 1999): So steigt die Abhängigkeit junger Menschen von den BetreuerInnen, mit einer zunehmenden Schließung des Systems, wie es insbesondere für eine „Totale Institutionen“ (Goffman 1977) charakteristisch ist.

„Neue“ Medien

Zentral ist dabei nicht nur die Frage, inwiefern Einrichtungen physisch verlassen werden können, sondern auch inwiefern junge Menschen Kontakt zu anderen Menschen herstellen bzw. aufrechterhalten können. In diesem Zusammenhang kommt den „neuen“ Medien eine besondere Bedeutung zu. Denn im Alltag junger Menschen ist ein Leben ohne Smartphone kaum noch denkbar. Zugleich ist es gerade das Smartphone, welches jungen Menschen in Einrichtungen entzogen wird bzw. welches beim Einsatz von Verstärkerplänen mit Wohlverhalten ‚zurückverdient‘ werden muss. Hier wird ein Spannungsfeld deutlich, denn einerseits sind junge Menschen in ihren jugendkulturellen Zugehörigkeiten geradezu existenziell auf ihr Smartphone angewiesen, andererseits verwehrt ihnen Kinder- und Jugendhilfe und die Inhaftierung systematisch diesen Zugang. Welche Folgen auf der Seite der jungen Menschen sind mit einem solchen Vorgehen verbunden? Wie verhalten sich junge Menschen dazu?

Programm und Einladung 2022… Stand: 28. Juli 2022

 

Weitere Themen

♦ Gewalt Inhaftierter untereinander und gegen Bedienstete

♦ Corona und deren Auswirkungen auf den Jugendvollzug

♦ Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Lügen und Betrügen mit Ansage. Psychosozialer Drogenkonsum und deren Umgang damit

♦ Sexualität, Rollenbilder und Körperlichkeit → Siehe Bericht Arbeitsgemeinschaft Jugendvollzug ev.

 

Details

Beginn:
Montag, 12. September 2022
Ende:
Freitag, 16. September 2022
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Gefängnisseelsorge.kath
Telefon:
+49 (0)151 / 613 143 74
E-Mail:
www.jva-seelsorge.de

Weitere Angaben

Hinweise
Präsenzveranstaltung. Anmeldung an Michael King:

Veranstaltungsort

Bergisch Gladbach
Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51-53
Bergisch-Gladbach, Nordrhein-Westfalen 51429
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Telefon:
02204/408-593
www.k-s-h.de