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SUMMARY:Gefängnisseelsorge auf dem 104. Katholikentag in Würzburg
DESCRIPTION:Die Gefängnisseelsorge in Bayern und in Deutschland ist auf dem 104. Katholikentag in Würzburg in Podien und auf der Kirchenmeile vertreten. 700 Veranstaltungen an fünf Tagen wollen dazu ermutigen nach Wegen für eine zukunftsfähige Gesellschaft und Kirche zu suchen. „Habt Mut\, steh auf!“ ist der Slogan dieser Veranstaltung. \n \n. \nGerade vor dem Hintergrund von Krieg\, stetig voranschreitendem Klimawandel und Artensterben\, sozialer Spaltung und Krisen in Politik und Kirche ist das Bedürfnis nach konstruktiven Diskursen und einem gemeinsamen Ringen um Antworten und Suchen nach solidarischen Lösungen groß. Die Debatten auf dem Katholikentag beruhen auf der Idee der unveräußerlichen Würde jedes Menschen und speisen sich im Besonderen aus der christlichen Hoffnung. Dies soll spürbar werden in den Veranstaltungen und Begegnungen in Würzburg. \nIn der Kirchenmeile wird ein Haftraum am Stand der Gefängnisseelsorge originalgetreu aufgebaut\, Videospots aus Gefängnissen in Deutschland sollen auf Bildschirmen laufen sowie GefängnisseelsorgerInnen auf Podien beteiligt sein. Eine Übernachtungsmöglichkeit kann die Gefängnisseelsorge nicht anbieten. Das Team in Würzburg freut sich über KollegInnen\, die einen Dienst am Stand übernehmen können. \nFilm- und Tonbeiträge\nZusammen mit unserem Kollegen Georg Ruhsert (JVA Würzburg) gibt es bereits ein kleines Team\, das sich bereits mit der Gestaltung des Standes beschäftigt hat. Neben diesem „Kernteam“ sind wir aber weiterhin an punktueller Unterstützung interessiert. Dies betrifft besonders die Erstellung von kurzen Ton- oder Filmbeiträgen. Hier die Kurzfilme auf YouTube... \n\n \nStandbesetzung\nWer sich schon jetzt konkret vorstellen kann\, an einem\, zwei oder mehreren Tagen den Stand zu betreuen\, kann unter folgendem Link https://caridate.caritas-os.de/jva-katholikentag eintragen. Manche Mitglieder haben schon grundsätzlich Bereitschaft angezeigt und stehen hier ohne Termine drin – bitte noch ergänzen. Wer sich alternativ für Auf- und/oder Abbau stark machen möchte\, bitte bei Andreas melden (Modellzelle aus Nürnberg anliefern und aufbauen bzw. in umgekehrter Reihenfolge abbauen). \n\n\n \nNachfragen\nEs ist jederzeit möglich\, selbst Änderungen an den Eintragungen vorzunehmen. Die endgültige Planung wird sicher erst im Frühjahr stehen – aber so haben wir (und auch alle anderen) einen guten Überblick. Nachfragen bitte an unseren für den Stand zuständigen Kollegen Georg Ruhsert unter: georg.ruhsert@bistum-wuerzburg.de – mit dem Hashtag #JVA-Katholikentag im Text oder Betreff. \n\n\n\n \n\n                            \n                             \nSamstag\, 16. Mai 2026\, 11 – 12.30 Uhr\nEinladung zur Veranstaltung für alle\, die sich für die Welt von Gefangenen\, Gefängnisseelsorge\, Resozialisierung … interessieren oder in dem Bereich engagiert sind Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und diskutieren Sie mit! Es kann zur Gelegenheit werden\, ein Netzwerk zu stärken und zu erweitern oder neue Ideen zu entwickeln. \nCongress Centrum\, Panoramaebene\, Raum 11/12/13\, Kranenkai | Debatten im großen Raum \nImpuls: Doris Schäfer\, Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V\, JVA Würzburg\nPodium:\nNadia Fiedler\, Geschäftsführerin der Christophorus-Gesellschaft\, Würzburg\nJoachim Herrmann MdL\, Staatsminister des Inneren\, ZdK-Mitglied\, München\nAntonia Oberst\, Initiative Zelle der Katholische Hochschulgemeinde Würzburg\nWeihbischof Paul Reder\, Bistum Würzburg\nModeration: Tobias Müller\, Berlin\nAnwalt/Anwältin des Publikums: Hans-Walter Kranert und Kira Schmedes\, Würzburg \n\n                            \n                        \n\n\n \n…und morgen sind sie wieder unsere Nachbarn\nDie Beschäftigung mit Gefangenen als Chance für uns alle\nEine Inhaftierung soll der Gerechtigkeit und der allgemeinen Sicherheit dienen. Doch kann man das Böse zähmen\, indem man ‚die Bösen‘ unserem Blick entzieht? Welche Besserung kann man erwarten\, wenn jemand im Lauf der Inhaftierung Wohnung\, Arbeit\, familiäre und soziale Bindungen\, Lebenstüchtigkeit und Selbstvertrauen verloren hat und ihm oder ihr nur ehemalige Mitgefangene als Kontakte geblieben sind? Welche Verantwortung hat eine Gesellschaft\, haben die Kirchen und religiöse Gemeinden\, um ihnen für ihre Entlassung eine neue Chance zu geben? Warum identifiziert sich Jesus mit Gefangenen? Können sie uns vielleicht helfen\, unseren Blick auf das Leben neu auszurichten und unser Verständnis vom Leben zu weiten und zu vertiefen? Wie können wir voneinander lernen\, damit wir morgen zu besseren Nachbarn werden? \nVorbereitet von: Christophorus Gesellschaft Würzburg\, Gemeinschaft Sant’Egidio\, Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. und Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Würzburg \n\n\nWebsite Katholikentag
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SUMMARY:Arbeitsgemeinschaft Jugendvollzug: Migration und Delinquenz
DESCRIPTION:Die Arbeitsgemeinschaften Jugendvollzug der katholischen und evangelischen Gefängnisseelsorge tagen zusammen. Der gemeinsame Blick auf ein Thema des Jugendvollzuges bereichert und bildet  Die Lebenswelt(en) Jugendlicher und junger Erwachsener rücken in den Fokus. Der Jugendvollzug hat besondere Rahmenbedingungen.\n \nAb 2026 tagen die beiden Arbeitsgemeinschaften der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge und der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. dauerhaft jährlich gemeinsam. Ein wichtiger und richtiger Schritt\, da die Arbeitsfelder dieselben sind und der Austausch sowie die jährliche Fortbildung zusammen getragen werden. \nMigration und Delinquenz\nVon Migrantinnen und Migranten verübte Straftaten stehen in der Öffentlichkeit im Fokus. Eine einfache Zuschreibung für Zusammenhänge zwischen Migration und Kriminalität gibt es nicht\, da die Zuwanderungsprozesse und Kriminalitätsphänomene höchst vielfältig sind. Unter MigrantInnen wird nur ein kleiner Teil straffällig. Allerdings sind Straftaten zum Teil mit einer unterschiedlichen Alters- und Geschlechtszusammensetzung sowie mit belastenden Lebens-umständen und ungünstigen Lebenserfahrungen (etwa mit Instabilität und Gewalt) zu erklären\, von denen Zugewanderte tendenziell häufiger betroffen sind. \nEin alleiniger Blick auf den Anteil ausländischer Staatsangehöriger in den Kriminalstatistiken vermag es nur bedingt\, zu einem differenzierten Bild beizutragen. Bei näherem Hinsehen geht es je nach Deliktsbereich vor allem um jugendliche Männer\, die sich nach Aufenthaltsstatus\, Einwanderungszeitpunkt\, sozialer Teilhabe\, Herkunft und demografischer Zusammensetzung unterscheiden. Unter jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund war die Zahl der Straftaten lange Zeit deutlich rückläufig. Seit 2022 ergeben sich aus Kriminalstatistiken Hinweise auf einen Anstieg der Kriminalitätshäufigkeit bei einheimischen wie zugewanderten Kindern und Jugendlichen. \nÜber die Themen wollen wir uns austauschen\, diskutieren\, betrachten und vernetzen. In der Stadt Trier treffen wir uns. Wir werden Menschen begegnen\, die sich mit den komplexen Bereichen von Migration und Delinquenz auskennen. \n \nEinladung 2026… Stand 24. April 2026\n\n\nMichael King + Stefan Thünemann (JVA Herford)\, Sebastian Alt (JSA Arnstadt)\nHans-Jürgen Schneider (JVA Ottweiler)
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SUMMARY:Alpenländer-Tagung der Gefängnisseelsorge
DESCRIPTION:Jährlich treffen sich auf der Internationalen Alpenländer-Tagung GefängnisseelsorgerInnen aus Bayern\, Liechtenstein\, Österreich und der Schweiz. Sie tauschen sich zu verschiedenen Themen aus\, um über die Landesgrenzen im deutschsprachigen Raum vernetzt zu sein.\n \n..\nTagungen\n65. Tagung 2018 Krankmachende und Heilende Gottesbilder\n66. Tagung 2019 Bibel + Koran\, Christen + Muslime im Dialog\n68. Tagung 2021 Schuld und Vergebung\n67. Tagung 2022 Wort\, das sagt: Du bist erwünscht\n69. Tagung 2023 Gefängnisseelsorge in säkularisierter Gesellschaft\n70. Tagung 2025 Macht- und Machtstrukturen\n71. Tagung 2026 „Daheim bin ich hier nicht!“ Fremdheitserfahrungen im Spannungsfeld Gefängnis\, Abschiebung und Seelsorge Pallotti-Haus Freising (Bayern) \nPastoral.at \n \n  \n  \n  \nEinladung Freising (Bayern) 2026\nAnmelde-Formular 2026
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SUMMARY:SV: Therapeutische oder medikamentöse "Behandlung"?
DESCRIPTION:Die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland und der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. treffen sich einmal jährlich am Ort einer Einrichtung der Sicherungsverwahrung (SV)\, um die Häuser und Konzepte der verschiedenen Bundesländer kennenzulernen sowie sich gegenseitig auszutauschen.\nDie JVA Bautzen wird auch das „gelbe Elend“ genannt. \nVor 12 Jahren war die Gesetzesreform der SV. Niedersachsen war das erste Bundesland\, das bereits 2018 eine zweite SV-Einrichtung eröffnet hat und damit auf die seit Jahren steigenden Belegungszahlen in den SV-Einrichtungen zu reagieren schien. Die Sicherungsverwahrung ist eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung. Im Gegensatz zur Freiheitsstrafe knüpft die SV einzig an die Gefährlichkeit des Straftäters für die Allgemeinheit an und hat damit Präventivfunktion. Die Gefährlichkeit des Straftäters muss im Wege einer Prognose festgestellt werden. \nThema\nHerzlich laden wir zum achten gemeinsamen Treffen der beiden Arbeitsgemeinschaften Sicherungsverwahrung der evangelischen und katholischen Gefängnisseelsorge ein: Montag\, 29. Juni 2026 – Dienstag\, 1. Juli 2026 in der JVA Bautzen. Geplantes Arbeitsthema: „Chemische Kastration als Therapie?“ Wir danken schon jetzt der Leitung und Abteilungsleitung der JVA Bautzen für die Bereitschaft\, uns das Haus und Konzept vor Ort vorzustellen. \nNeben vielen anderen Angeboten und Therapien in den Häusern hat sich eine andere „Behandlung“ verbreitet: die chemische Kastration\, bzw. die Behandlung mit triebdämpfenden Medikamenten. Uns kamen in diesem Zusammenhang mehrere Fragen in den Kopf: Wie wirken diese Medikamente? Was für Nebenwirkungen gibt es? Lässt sich eine Veränderung objektiv „nachweisen“? Was passiert\, wenn die Medikamente (nach einer Entlassung?) abgesetzt werden? Kann ein Gericht mit der Auflage entlassen\, diese Medikamente weiter zu nehmen? Dazu wird uns Dr. Gwenner\, Leiterin der Abteilung Sicherungsverwahrung in Bautzen\, ihre Erfahrungen und Einschätzungen zur Verfügung stellen. Alle Interessierten (auch KollegInnen\, die mit „Anschluss-SVern” oder so genannten „Vornotierten“ zu tun haben) sind herzlich willkommen! Die Tagung endet am 1. Juli nach dem Mittagessen. Einladung und Anmeldung… \nFür die AGs- Sicherungsverwahrung:\nMichael Kullinat und Jörn Jakob Klinge (JVA Schwalmstadt)
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SUMMARY:4. Fachtagung zu Kunst und Kultur in Gefängnissen
DESCRIPTION:Das Projektteam von Theater hinter Gittern am Theater Konstanz zur vierten Fachtagung zu Kunst und Kultur in Gefängnissen ein. Es werden kulturelle und bildende Projekte im Strafvollzug vorgestellt und die Möglichkeiten und Chancen für Menschen in Haft sowie Mitarbeitende und die Gesellschaft diskutiert.\n \nDie Fachtagung ist bundesweit einzigartig und bringt jährlich Fachleute aus ganz Deutschland zusammen. Zudem bildet sie durch die hohe Interdisziplinarität der Referent*innen sowie Teilnehmer*innen eine wichtige Schnittstelle zwischen Praxis und Wissenschaft\, sodass aktuelle Themen des Strafvollzugs beleuchtet werden können. Vorträge\, Podiumsdiskussionen und Arbeitskreise bieten Raum für Information und Austausch. Ziel ist es\, den Diskurs über die Bedeutung von Kultur- und Bildungsangeboten in Gefängnissen zu stärken und mehr in die Öffentlichkeit zu tragen. \n \nDie Fachtagung richtet sich an\n\nFachkräfte aus Kriminologie\, Pädagogik\, Sozial- und Rechtswissenschaften\, Psychologie und Seelsorge\nVollzugsleitungen und MitarbeiterInnen im Vollzug\nKunst- und Kulturschaffende\nEhemalige Inhaftierte\nInteressierte\, die sich für die Weiterentwicklung des Strafvollzugs und gesellschaftlich relevanter Kultur- und Bildungsprojekte interessieren\n\n\n\n \nTeilnahmegebühr\n*exkl. Verpflegung\, Fahrt- und Übernachtungskosten\nFestivalpass für beide Tage: 34\,00 Euro p.P.| 1 Tag: 20\,00 Euro p.P.\nFestivalpass ermäßigt: 23\,80 Euro p.P.| 1 Tag: 14\,00 Euro p.P.\nRabattmöglichkeit: Arbeitslose\, Schüler*innen\, Studierende\, BFD\, FSJ\, Schwerbehinderte ab GdB 80. \nProgramm | Anmeldung hier…
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SUMMARY:Zur Freiheit berufen: Grenzen und Möglichkeiten der Seelsorge im Justizvollzug
DESCRIPTION:Zur jährlichen Studientagung treffen sich GefängnisseelsorgerInnen bundesweit für Gespräche\, Weiterbildung und politischer sowie kirchlicher Positionierung an wechselnden Orten. Jeder in der Gefängnisseelsorge Tätige kann an der Tagung teilnehmen. Die Kosten hierfür übernimmt das jeweilige Land oder das Bistum vor Ort. Im Rahmen der Studientagung wird die Mitgliederversammlung der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. durchgeführt.\n \nTor und Außenmauer der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Iserlohn. \nDie Einrichtungen des Justizvollzuges auf dem Gebiet des Erzbistum Paderborn: Geschlossener und Offener Vollzug\, Abschiebungsgewahrsam\, Jugendvollzug und das Justizvollzugskrankenhaus (JVK). \n\n\n \n  \nwww.gefaengnisseelsorge-paderborn.de\n\nJVA Iserlohn: Symbol der Möglichkeiten\nDas Titelbild zeigt ein Teil der Gefängnismauer der noch stehenden Justizvollzugsanstalt Iserlohn in Nordrhein-Westfalen. Die Tage der JVA im Iserlohner Ortsteil Drüpplingsen sind gezählt. Doch noch stehen alle Gebäudekomplexe in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet wie es immer war: die Mauer\, die Schleuse\, die Hafthäuser sowie die Werkhallen. Im Jahr 2024 wurden die letzten inhaftierten Jugendlichen in andere Justizvollzugsanstalten verlegt. Die Natur holt sich jetzt das Gelände immer mehr zurück. \nDie Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Die Gefängnisgänge\, Hallen und Hafträume sind mehr oder weniger leer. Die JVA Iserlohn wurde 1970 in Betrieb genommen. Der Bau ist marode: „Es gab schon immer Probleme mit dem Regenwasser\, das ins Innere eindrang“\, erzählt der Projektleiter und ehemalige Abteilungsleiter der JVA Iserlohn Roland Pastoor. \nPastoor weiß viele Geschichten zu den einzelnen Bereichen zu erzählen. Ebenso die Mauern und Räume\, die Wand-Malkunstwerke und der Teddy\, der noch im Dienstzimmer der Sporthalle hängt. „Die JVA Iserlohn kennt keine Zäune und keinen Nato-Draht auf der Mauer. Darauf wurde bewusst verzichtet“\, weiß der Projektleiter und erfahrene Vollzugsbedienstete zu berichten. Viele Projekte und Resozialisierungsmaßnahmen sind hinter diesen Mauern durchgeführt worden. „Lichtblick“ heißt das ehemalige Café\, an der die Bibliothek angegliedert war. Jetzt steht dort nur noch die Theke ohne Kaffeemaschine. Die Unterschrift von Peter Maffay ist auf einer Wand zu sehen. Bei einem Besuch im Jahr 2011 sprach er mit inhaftierten Jugendlichen. Bereits 1992 stattete Maffay der JVA Iserlohn einen Besuch ab. Ein stilles Denkmal\, das es bald nicht mehr gibt. \nMut machen\, neue Dinge auszuprobieren\nWelche Geschichte die Bemalung an der Außenmauer hat\, ist nicht bekannt. Die dunkelgraue Betonmauer wird unterbrochen durch ein farbig-geometrisches Tor. Ein Hinweis\, dass die Mauern durchlässig sind. Die Farben zeigen\, dass Vollzug nicht starr und reglementierend sein soll. Der Ort des Gefängnisses ist keine Endstation\, sondern eine „Durchgangsstation“\, die gestaltet werden wollen. Der Spiegel des Autos gibt des Blick zurück frei. Noch verschwommen und unklar. \n„Zur Freiheit berufen“ könnte Mut machen\, neue und andere Dinge auszuprobieren. Gefängnisseelsorge hat viele Möglichkeiten\, Freiräume hinter Gittern sichtbar zu machen. Und dies sowohl für Gefangene als auch für Bedienstete. Der ehemalige Priester und Schweizer Autor Pierre Stutz spricht in seinem Buch „geborgen und frei“ spricht von religiös-erwachsenen Menschen. Sie sind „nicht fixiert auf Autoritäten“ und Gefängnisdirektoren. „Sie nehmen ihr Leben bewusst in die Hand. Sie verlassen die Opferrolle\, weil sie wissen\, dass sie die anderen und die Welt nicht ändern können. Darum suchen sie zuerst in sich selber Zugänge zu dem\, was lähmt und empört\, um sich konstruktiv-kritisch für eine Veränderung einsetzen zu können.“ \nMichael King \nIn Nordrhein-Westfalen gibt es 36 Justizvollzugsanstalten (JVA) mit dem Justizvollzugskrankenhaus (JVK). Insgesamt sind es etwa 18.000 Haftplätze sowie fünf Jugendarrestanstalten (JAA) mit etwa 250 Plätzen. \n\n\n\n \nZur Freiheit berufen: Grenzen und Möglichkeiten der Seelsorge im Justizvollzug: Unter diesen Gedanken wollen wir uns in diesem Jahr mit dem Blick auf unsere Arbeitssituation beschäftigen. Oft erleben wir\, dass uns Inhaftierte aber auch Kolleginnen und Kollegen aus Fachdiensten\, uniformiertem Dienst oder Anstaltsleitung einerseits als „die Freien“ einordnen: „Sie von der Kirche haben doch noch Möglichkeiten\, wo uns die Hände gebunden sind…“ Auf der anderen Seite erleben wir unsere Arbeit wie in einem doppelten Korsett: Kirchliche Vorgaben und vollzugliche Rahmenbedingungen bilden eine recht enge Schnittmenge für unser pastorales Handeln vor Ort. \nEs erfordert Geschick und Feinsinn\, diese Handlungsräume so zu gestalten\, dass wir dem eigenen Anspruch gerecht werden\, seelsorglich die Fragen und Nöte aller vom Vollzug Betroffenen gewissenhaft und im Geiste Jesu Wirklichkeit werden zu lassen. Aus dem Kreis unserer Mitglieder\, aus dem Beirat und natürlich auch im Vorstand haben wir exemplarisch Situationen (in Vorträgen und Workshops) ausgewählt\, an denen wir unser Jahresthema konkret werden lassen wollen. Auf eine spannende Woche\, viele Begegnungen und interessante Gespräche mit Ihnen und Euch freut sich das Team des Vorstandes! \nAndreas Bär \n\n\n \n\n                            \n                             \nÜberblick: Vorträge\n\nWelche Freiheiten haben wir? (Vortrag Prof. Aaron Langenfeld\, Universität Paderborn)\nWie gehen wir mit den Tätern um? (Vortrag + Workshop Dr. Christoph Wrembek\, SJ)\nBlick über den Tellerrand: Seelsorgerliche Freiheiten aus den Gefängnissen in Belgien (Louisa Puschel)\n\nWorkshops\n\nUnsere „Freiheiten“ an der Grenze des Lebens (Palliativ Care\, Dr. med. Martin Langer\, Oberärztin Dr. med. Petra Hinzmann\, JVK Fröndenberg)\nLetzte Möglichkeiten am Ende der Freiheit (Haus des Jugendrechts\, Paderborn)\nGrenzen und Freiheit in der Gefängnisseelsorge im Rahmen von Selbstverständnis\, Arbeitsweise\, Haltungen und Rolle (Gunther Landschütz\, Leiter der Beratungsdienste im Erzbistum Paderborn)\nDr. Christoph Wrembek SJ: Die Bibel steckt voller Beispiele des Scheiterns auf der ersten Ebene. Wo können wir innerhalb juristischer\, gesellschaftlicher und kirchlicher Grenzen\, Normen und Erwartungen Freiräume offenhalten?\n\n\n                            \n                         \n\n\nReferenten\nDienstag\, 6. Oktober 2026\, 9-12 Uhr \n \nDr. Christoph Wrembek SJ ist 1961 in den Jesuitenorden eingetreten. Er arbeitet als Priesterseelsorger und Exerzitienbegleiter\, schreibt Bücher und lebt in Hannover. Seit Ende 1991 ist er regelmäßig in Estland tätig und hat den Förderverein Johannes-Esto-Zentrum e.V. ins Leben gerufen. \nDer Themenkreis „Scheitern – Am Rande stehen – Ausgegrenzt sein (und oft auch bleiben) – Sehnsucht nach Wiedereingliederung“ ist ein großer Topos in unserer Arbeit. Dies wird allzu oft nur auf die Inhaftierten bezogen. Aber auch wir als Seelsorgende erleben immer wieder Situationen des Scheiterns und das in mehrfacher Hinsicht: \n\nWenn wir im Ringen um einen menschenwürdigen Vollzug oft gegen staatliche Sicherheitsbedenken ankämpfen und sehr selten unsere christlichen Werte 1:1 umsetzen können…\nWenn Kollegen oder Kolleginnen unter uns sich durch Fehlverhalten aus dem Dienst katapultieren und als Kollateralschaden auch den Ruf der Gefängnisseelsorge insgesamt einer Belastung unterwerfen.\nWenn wir erleben müssen\, dass trotz der großen Aufmerksamkeit und Sorge Einzelnen gegenüber (und das gilt auch für Bedienstete aus dem Vollzugspersonal) ein Entkommen aus Teufelskreisen (Süchte\, Minderwertigkeitsängste\, …) nur schwer und leider oft auch gar nicht stattfindet.\nWenn wir als Botschafter der Hoffnung und frohen Botschaft selbst in ein depressives oder anderweitig belastendes Lebensgefühl stürzen\nWenn wir angesichts manch schlimmer und grausamer Straftaten am Liebesgebot und an der Offenheit dem/der Nächsten gegenüber verzweifeln.\n\n\n\n \n \nProf. Dr. Aaron Langenfeld\, Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft und Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn. \nDas Arbeitsfeld liegt „zwischen den Stühlen“ von staatlichen (Justiz) und kirchlichen (Pastoral) Vorgaben. Inhaftierte\, Bedienstete\, Angehörige und Ehrenamtliche zu begleiten findet in diesem Spannungsfeld statt. Gleichzeitig haben sie „die Freiheit“\, die Arbeit in den Schwerpunkten selbst zu strukturieren\, soweit es die Rahmenbedingungen erlauben… In Anlehnung an den Artikel „Was ist Freiheit?“\, der mit Professor Dr. Martin Breul verfasst wurde\, erleben wir regelmäßig Menschen\, die mit freiem Willen (Ihr 1. Postulat\, bei dem sich mir aufgrund vieler Schilderungen Inhaftierter die Frage nach den äußeren Zwängen z. B. Sucht stellt) den Entschluss gefasst hatten\, das moralisch Falsche nicht nur zu denken\, sondern auch in die Tat umzusetzen (Ihr 4. Postulat im Artikel). \nWir ringen in mehrfacher Hinsicht damit (zunächst in uns selbst\, dann auch als Verfechter der Menschenwürde gegenüber gesellschaftlichen Gruppierungen) damit\, den positiven Wert des Entscheiden-Dürfens dieser Menschen gegenüber dem verursachten Leid bei den Opfern in einen Bezug zu setzen\, der dem Leid der Geschädigten gerecht wird und den Tätern / Täterinnen das Bewusstsein der Tragweite ihrer freien Entscheidungen nahe zu bringen. So fragen wir uns oft selbst in unserer Rolle und in unserem Selbstverständnis: \n\nWir gelingt es uns auf gewissenhafte Weise\, einen Dialog zwischen Gut und Böse (Opfer und Täter aber auch bei den Tätern in ihrer inneren Gespaltenheit) aufzubauen?\nWie gehen wir mit den dabei unumgänglichen Rückschlägen um?\nIn welcher Form können wir in solchen Handlungsfeldern Beispiele für ein „gutes Leben“ anbieten oder gar vorleben?\n\n\n\n\nWorkshops\nDienstag\, 6. Oktober 2026\, 15-18 Uhr | Mittwoch\, 7. Oktober 2026\, 9-12 Uhr \n\nGunther Landschütz\, Leiter der Beratungsdienste im Erzbistum Paderborn\n \nGrenzen und Freiheit in der Gefängnisseelsorge im Rahmen von Selbstverständnis\, Arbeitsweise\, Haltungen und Rolle. Ein Workshopangebot als kollegialer Austausch und Selbstvergewisserung. \n\n\n \nDr. Christoph Wrembek SJ \nDie Bibel steckt voller Beispiele des Scheiterns auf der ersten Ebene. Daraus ergeben sich die Fragen: Wo können wir innerhalb juristischer\, gesellschaftlicher und auch kirchlicher Grenzen\, Normen und Erwartungen Freiräume offenhalten? Wie gehen wir mit den inneren (also persönlichen) als auch äußeren Grenzen um\, wenn wir Freiräume ermöglichen wollen? \n\n\n\n \n \nTeam des Haus des Jugendrechts Paderborn | Initiative Kurve kriegen\nNiels Niemann\, Kriminalhauptkommissar und Koordinator \nDienstag\nVorstellung der Konzepte „Kurve kriegen“ und Haus des Jugendrechts Paderborn von den VertreternInnen der einzelnen Professionen (Pädagogische Fachkraft sowie Polizeiliche Ansprechpartner der NRW-Initiative „Kurve kriegen“\, MitarbeiterInnen des Hauses des Jugendrechts Paderborn von der Staatsanwaltschaft Paderborn\, der Polizei Paderborn\, der Jugendhilfe im Strafverfahren der Jugendämter der Stadt und des Kreises Paderborn). Dies beinhaltet auch die Beschreibung der Zielsetzung\, die das Haus des Jugendrechts Paderborn mit dieser engen Zusammenarbeit verfolgt. Hier können wir auch die Fragestellung einfließen lassen\, welche weiteren Player darüber hinaus mit dem Haus des Jugendrechts Paderborn zusammenarbeiten. (Netzwerk des Hauses des Jugendrechts Paderborn) \nMittwoch\nAm zweiten Tag würden wir die Thematik zur Fehlerkultur angehen. Zu diesem Punkt haben wir uns folgende Gedanken gemacht\, die man im Rahmen der Studientagung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erörtern könnte. Man kann den Begriff der Fehlerkultur im Hinblick auf pädagogisches Handeln mit dem Begriff der „Verantwortungsübernahme“ ergänzen\, der in der pädagogischen Arbeit immer wieder wichtig ist: Übernimmt ein Mensch wirklich die Verantwortung für sein (rechtswidriges) Handeln z.B. in Form von einer Wiedergutmachung entstandenen Schadens? Wie kann das erfolgen? \nDas kann dann auch mit Werten\, Moralvorstellungen und persönlichem Gewissen derart positiv konnotiert werden\, dass damit auch die Begehung weiterer rechtswidriger Taten verhindert werden kann. Zum Beispiel kann hier der sog. Täter-Opfer-Ausgleich ein Thema sein. In den Konzepten der Kriminalprävention spielen Risikofaktoren und Schutzfaktoren eine gewichtige Rolle. Von Interesse für die teilnehmenden SeelsorgerInnen aber auch für uns kann ein gemeinsamer Austausch über diese Faktoren sein. Welche Erkenntnisse hat die Seelsorge mit den genannten Faktoren? Finden diese sich auch in den konzeptionell festgehaltenen Risiko- und Schutzfaktoren wieder? \n\n\n \n \nPalliativ Care\, Dr. med. Martin Langer\, Justizvollzugskrankenhaus (JVK) NRW in Fröndenberg\, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Witten/Herdecke\, Leitender Arzt Anästhesiologie\, Operative Intensivmedizin\, Hospiz- und Palliativmedizin\nOberärztin Dr. med. Petra Hinzmann \nPalliative Care im Justizvollzug – Praxisdialog zu Konzepten\, Herausforderungen und Perspektiven \nPalliative Care im Justizvollzug stellt Mitarbeitende vor besondere fachliche\, ethische und organisatorische Herausforderungen. Der Praxisdialog im Rahmen der Studientagung Gefängnisseelsorge beleuchtet die Versorgung schwerkranker und sterbender Inhaftierter im Spannungsfeld von Sicherheit\, Fürsorge und Menschenwürde. Gemeinsam werden praxisnahe Handlungsmöglichkeiten\, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie kommunikative und psychosoziale Aspekte erarbeitet und diskutiert. Ziel ist es\, Sicherheit im Umgang mit palliativen Situationen im Vollzugsalltag zu stärken und Impulse für eine würdevolle Begleitung am Lebensende zu geben. \nZwischen den (Kirchen-)Stühlen? \n\n\n\nDie Übersicht des Tagungsprogramms erfolgt in Kürze…\n\n \n\n                            \n                             \nAnmeldung\nTagungsgebühr 200 Euro Mit der Anmeldung überweisen auf das Konto der Katholischen Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. Übernachtung in Einzelzimmer/Vollverpflegung 598 Euro Ist im Tagungshaus Liborianum bar oder mit EC Karte zu zahlen.\nEinige TeilnehmerInnen sind im benachbarten IN VIA Hotel untergebracht.\nAnmeldung an: anmeldung(at)jva-seelsorge.de\nAnmeldeschluss: 30. August 2026 \nOnline Anmelden\n \n\n                            \n                        \n\n\n \nLiborianum\nAn den Kapuzinern 5–7\n33098 Paderborn \nHaus: +49 (0) 5251 121-3\nHandy: +49 (0) 160 9956 9510\ninfo(at)liborianum.de\nwww.liborianum.de\nAnfahrtsweg ausdrucken \nParkplätze gibt es im Innenhof. Das Tor wird nach Klingen geöffnet. Wenn der Parkplatz belegt ist\, bitte die öffentlichen Parkmöglichkeiten nutzen (Parkhaus Libori\, Parkplatz Maspernplatz) \n\n\n \nAnfahrt Liborianum  \n\n\nHerzlich Willkommen und herzliche Einladung nach Paderborn\nGefängnisseelsorgerInnen auf dem Gebiet des Erzbistum Paderborn.
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SUMMARY:Arbeitstreffen des erweiterten Vorstandes
DESCRIPTION:Der Vorstand und der Beirat treffen sich zwei Mal im Jahr (Frühjahr und Herbst)\, um aktuelle Themen und Entwicklungen zu besprechen\, die Studientagung vorzubereiten und Projekte zu planen. In der zweiten Jahreshälfte findet das Treffen parallel am selben Ort statt\, an dem der Vorstand und Beirat der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland tagen.\n \n  \nDie MitgliederInnen des erweiterten Vorstandes\, bestehend aus den Beauftragten sowie den Sprechern und Vorsitzenden der Länder kommen jeweils Dienstagmittag bis Mittwochnachmittag zusammen. Die fünf Mitglieder des Vorstandes beginnen ihre Gespräche bereits am Montag. Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten der TeilnehmerInnen aus den Ländern und Bistümern trägt der Verein. \nFür das Herbst-Treffen wird immer die 45. Kalenderwoche (Dienstag Beginn mit Kaffee und Mittwoch Ende mit Mittagessen) angestrebt. Paralell tagen im Herbst die Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge und die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. am selben Ort. Im Wechsel werden dazu die Tagungshäuser von der jeweiligen Konferenz gebucht. Das katholische  Vorstandsgremium beginnt seine Beratungen jeweils am Montag davor. \nFolgetermin\nFrühjahr 2027: Dienstag\, 23. Februar – Mittwoch\, 24. Februar 2027\, Ort noch offen\nHerbst 2027: Dienstag\, 8. November – Mittwoch\, 9. November 2027\, voraussichtlich Hünfeld
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SUMMARY:200 Jahre Straffälligenhilfe: Tagung der BAG-S
DESCRIPTION:Vor 200 Jahren gründete der Pfarrer Theodor Fliedner in Düsseldorf die erste zivilgesellschaftliche Organisation in Deutschland\, die Menschen nach ihrer Haftentlassung bei der Wiedereingliederung unterstützte: die „Rheinisch-Westfälische Gefängnisgesellschaft“. \nDie Initiative entstand aus der Einsicht\, dass es leicht ist\, Menschen auszugrenzen\, es jedoch wesentlich anspruchsvoller ist\, ihnen den Weg zurück in die Gesellschaft zu eröffnen. Die Erkenntnis\, dass straffällig gewordene Menschen beim Übergang aus der Haft Unterstützung benötigen\, prägt bis heute die Arbeit der Straffälligenhilfe. Und auch wenn sich die Bedingungen im Strafvollzug als auch die Angebote der Straffälligenhilfe seither grundlegend verändert haben\, gilt weiterhin: Der Übergang von der Haft in die Freiheit stellt für die Betroffenen eine erhebliche Herausforderung dar und sollte durch passende Unterstützungsangebote begleitet werden. \nDie Bundestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (BAG-S)\, die am 23. und 24. November 2026 in Erfurt stattfindet\, lädt Sie ein\, aktuelle Fragen der Straffälligenhilfe zu diskutieren. Wie kann in diesen gesellschaftlich unruhigen Zeiten weiterhin professionelle Unterstützung bei der Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen gewährleistet werden? Wie können sich Akteure vernetzen\, um über Ländergrenzen hinweg voneinander zu lernen und zu profitieren? Welche Bedingungen sind für eine professionelle Arbeit zu gewährleisten? \nNeben Vorträgen zu übergreifenden Themen bieten praxisnahe Workshops Raum für den Austausch der Teilnehmenden zu konkreten Fragen der aktuellen Straffälligenhilfe. Wir wünschen uns\, dass Sie die Tagung mit spannendem fachlichen Input\, neuen Kontakten und frischen Ideen verlassen und hoch motiviert in Ihren Arbeitsalltag zurückkehren – wenn auch vielleicht nicht für die nächsten 200 Jahre\, so doch zumindest für die nächsten anstehenden Aufgaben.
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SUMMARY:Ausbildungskurs: Kirche im Justizvollzug
DESCRIPTION:Die Stärkung der Selbstreflexion und Selbstfürsorge des Gefängnisseelsorgenden ist die Grundlage für die professionelle Unterstützung anderer. Eine Erweiterung der theologischen Sprachfähigkeit ist erforderlich\, um die Erfahrungen mit den Gefangenen und den Bediensteten ausdrücken und verständlich deuten zu können. Dies ist Bestandteil der ökumenisch ausgerichteten Ausbildungskursen „Kirche im Justizvollzug“.\n2026 im St. Bonifatiuskloster in Hünfeld. \n  \nAusbildungsauftrag\nWegen der Abgeschlossenheit des Gefängnisses wirkt die Gefängnisseelsorge als Brückenbauer zwischen Gefangenen und Angehörigen\, zwischen Anstalt und Gesellschaft\, zwischen Anstaltsseelsorge und Kirche(n) außerhalb der Mauern. Im Schreiben der Deutschen Bischöfe (Nr. 84) vom 24. Februar 2015 „Denkt an die Gefangenen\, als wäret ihr mitgefangen“ (Hebr 13\,3) – Der Auftrag der Kirche im Gefängnis\, heißt es: \n„Die Seelsorge im Gefängnis stellt für die dort pastoral Tätigen eine besondere Herausforderung dar. Das Gefängnis ist ein Ort\, an dem zu Spannungen zwischen kirchlichen und staatlichen Anforderungen\, zwischen verschiedenen Personengruppen\, zwischen Erwartungen und Realität besonders deutlich erfahren werden. Deshalb ist theologische Kompetenz und eine angemessene Zusatzausbildung notwendig. Diese Aus- und Fortbildung wird durch die Katholische Gefängnisseelsorge in Deutschland e.V. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz für alle in den Diözesen und Ländern mit der Gefängnisseelsorge Beauftragten angeboten.“ \nLiturgie im Blick\nEingespannt zwischen verschiedenen Erwartungen\, muss jede/r Seelsorgende für sich schauen\, was in der jeweiligen Anstalt „dran“ ist. Jeder möchte etwas von mir: die Gefangenen\, die Leitung\, die KollegInnen\, „meine“ Kirche. Und manchmal fragt man sich: „Was mache ich hier eigentlich?“ In diesem Ausbildungsmodul geht es um die „Arbeitsfelder“ in der JVA. Wir sind im Auftrag der Kirche in den Anstalten\, und es gibt einen Grund dafür. Daher möchten u.a. den Bereich der Liturgie in den Blick nehmen („Was feiern wir hier eigentlich?“)\, dann den Bereich der persönlichen Begleitung\, was einem oft wie „Nichtstun“ vorkommt. Außerdem sind wir als GEFÄNGNISseelsorger*innen nicht nur für die Inhaftierte da (keine Gefangenenseelsorge)\, sondern auch für das System und die KollegInnen.  Darüber hinaus möchten wir einen best-practice-Workshop durchführen und bitten darum\, Erfahrungen\, Material\, Ideen und Fragen zur Arbeit mitzubringen (und vorher anzumelden!). Einladung 2026… \nAnmeldung via E-Mail: anmeldung@jva-seelsorge.de \nMichael Kullinat (JVA Schwalmstadt) | Alexander Rudolf (JVA Weiterstadt) \n2027: 8. bis 11 März 2027: Institution Gefängnis
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CATEGORIES:Ausbildung
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