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Gefängnisseelsorge
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Inhaftierter einfach weg... Abgeschoben.
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Guten Tag,
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lange hat er darauf gewartet: Seine Abschiebung nach Aserbaidschan. Dort ist der jugendliche Gefangene zwar nicht geboren, aber er spricht zumindest einige Wörter der dortigen Sprache. Nachts erfolgt die Abschiebung aus dem Knast über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Warum dies ausgerechnet nachts erfolgt? "Damit sie den Flug rechtzeitig erreichen", meint eine Bedienstete. Oder ist es ein Grund, dass niemand etwas mitbekommen soll?
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Am nächsten Tag ist der Inhaftierte einfach weg. Abgeschoben. Die Mitgefangenen konnten sich nicht verabschieden. Die Angehörigen wurden kurzfristig noch am Abend seitens der Sozialarbeiterin telefonisch informiert. Selbst schuld? Wäre der Jugendliche nicht straffällig geworden, hätte der in Bielefeld Geborene vielleicht ein Bleiberecht erwirken können. Doch der Jugendliche wollte freiwillig ausreisen. Ist er somit frei und muss nicht weiter im Jugendvollzug sein.
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Über Leipzig geht der Flug. M. meldet sich zwei Tage später per E-Mail. Er sei gut in der Hauptsstadt Baku angekommen. Ein Flug mit 20 Straftätern und jeweils zwei Begleitern. Einige seien am Flughafen erst einmal festgehalten worden. Er habe sich aber bis zur Gepäckausgabe durchdrängeln können. Viel hat er nicht dabei. Eine Tasche mit Kleidern und sein Überbrückungsgeld. Im Laufe der nächsten Wochen erzählt er, dass er zum Militär muss. In der Bergkarabach-Region wird er stationiert.
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Monate später meldet sich M. wieder und sendet Bilder von sich aus der Hauptstadt. Er chillt und genisst das Leben. Erst im weiteren Verlauf meint er, er müsse sich eine Arbeit suchen. Sein deutsche Sprache kann ihm helfen... Dann bricht der Kontakt ab. Wie es ihm wohl jetzt ergehen mag?
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"Migration und Haft" ist Thema der Zeitschrift Infodienst von der Bundearbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe BAGS sowie in der nächsten Studientagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendvollzug im Juni 2026 in Trier.
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King Michael
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Gefängnisseelsorger JVA Herford
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Ein Vater, der seine drei Kinder verloren hat. Und der Mann, der sie getötet hat. Ein außergewöhnliches australisches Fernsehinterview, das in Frage stellt, was wir über restorative Gerechtigkeit, Reue und Vergebung zu wissen glauben. Deutsche Untertitel einstellbar...
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Wie wird in deutschsprachigen Gefängnissen heute gepredigt? Was sind hinter Gittern Themen? Geht es immer um Schuld und Vergebung? Klingt religiöse Rede drinnen wie draußen – oder muss sie am Ort existenzieller Unfreiheit andere Töne anschlagen?
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Dieser Predigtband mit Texten aus den letzten zehn Jahren von mehr als 25 Männern und Frauen, die hinter Gittern zu Gefangenen sprechen, gibt einen Einblick in theologisches Denken an einem der Öffentlichkeit unbekannten Ort. Er ist eine theologische Fundgrube für jene, die die Welt von ihren Rändern her denken wollen und eine Ideensammlung für alle, die sich für ihre eigene Predigt inspirieren lassen wollen.
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arbeite dies, um Text einzufügen.
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Katholische Arbeiter leisten Widerstand im NS-Regime (Teil III)
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Das Zuchthaus Herford und seine Häftlinge 1934-1939 (Folge 27). Bereits in Folge 25 der Artikelserie über das Zuchthaus Herford und seine Häftlinge wurde darauf hingewiesen, dass sehr viele der im „Dritten Reich” wegen Vorbereitung zum Hochverrat Verurteilten längst aus der Kirche, der sie früher angehört hatten, ausgetreten waren. Auf den Häftlingskarteikarten dieser Widerständler findet sich unter der Rubrik „Bekenntnis” bzw. …
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Unanständig menschlich: Zuhören können ist eigentlich einfach
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Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist, ist das Wochenende auch schon wieder vorbei. Viel öfter, als ich selbst im Radio spreche, bin ich auf der anderen Seite und höre zu – zum Beispiel eben dem Radio. Und neulich habe ich da von einem Verein gehört. Der heißt: Momo hört zu. Der Name ist klug gewählt. Momo, das …
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Hinter Gittern wird nicht über "die Köpfe hinweg" gepredigt
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Eigentlich wird hinter Gittern nicht gepredigt. Eine Predigt bedeutet zunächst ein monologisches Geschehen. Im Knast ist dies anders. Es kommen direkt und unmittelbar Reaktionen mit Zwischenrufen oder Anmerkungen. Das ist gut so. Aber wird eine derartige „Predigt“ damit zum Dialog? Oder sind Inhaftierte mit jeglicher Weltanschauung es gewohnt, still alles hinzunehmen, was der "Himmelskomiker" so sagt? Die Kanzel als Ort …
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👓 Gottesdienst, Rezension
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Himmel beginnt da, wo du aufhörst bestimmen zu wollen
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Es gibt Geschichten in der Bibel, die klingen so, als kämen sie direkt aus einem dieser hippen Ratgeber für Minimalismus. Jesus erzählt beispielsweise, dass nicht jeder, der einmal mit ihm am Tisch saß, auch automatisch durch diese verflixte Tür "in den Himmel" kommt. Am Ende, sagt er, werden viele draußen bleiben. Vor allem die, die ziemlich sicher waren, schon einen …
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Das bolivianische Gefängnis Palmasola ist eine ganz andere Welt
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Lea und Maria Schmidli leben in der Schweiz. Sie sind allerdings im bolivianischen Santa Cruz de la Sierra geboren. Ihre Familie lebte mehrere Jahre im Stadtteil "Plan Tres Mill", einem der armen Vororte der Millionenstadt. In der Entwicklungszusammenarbeit lernten sie den Alltag im bolivianischen Tiefland kennen. Bei einem Besuch während den bolivianischen Präsidentschaftswahlen im August 2025 haben sie die Gelegenheit, …
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Eigenen Weg erkennen kostet Kraft, bedeutet aber Neugeburt
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Unfrieden haben wir wirklich genug. Setzt Jesus mit diesen Worten noch eins drauf? Und dann auch noch bis in die Familien hinein? Ein Gott, der Menschen voneinander trennt, gegeneinander sein lässt, sie auf Grund ihres Glaubens aufeinander losgehen lässt, ist das mit diesen Zeilen gemeint? Davon hatten und haben wir genug. Menschen haben sich viel zu lange bekämpft und dies …
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👓 Gerechtigkeit, Konflikte
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Eine Corona-Aufarbeitung: Die Suche nach der Mitte
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Es ist die Suche nach der Mitte, die in der Corona-Zeit verloren gegangen ist. Die Mitte, für die die deutschen Konservativen stehen oder zumindest stehen wollen und das an der Seite der Kirchen. Diese Selbstverständlichkeiten der alten Bonner und der frühen Berliner Republik gelten spätestens seit Corona nicht mehr. Wo ist die Mitte jetzt? Vielleicht an diesem Tag im Juni …
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👓 Corona, Politik, Rezension
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Männer, die den Platz „des Herrn“ einnehmen und ihn repräsentieren
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Warten bedeutet Vorbereiten, gespannt sein, Vorfreude. Warten teilt sich in unterschiedliche Phasen auf: Ankündigung des Kommens, Überlegungen zum Empfang, zum Bewirten, was auch immer. Ein Spannungsbogen entsteht. Er wird um so größer, wie die Erfüllung naht, er wird um so flacher, wie weit sie entfernt erscheint. „Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt“ Das …
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Gefängnisseelsorge stärkt Beziehungen hinter Gittern
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Seit Jahren gibt es in der Justizvollzugsanstalt Paarberatung. Sie hilft Inhaftierten und ihren Partnern, trotz Gitter Kontakt zu halten – und stärkt die Chance auf ein Leben ohne Rückfall. Wie kann das gelingen? "Gedankliche Spiralen sind eine große Belastung", sagt David Reinhaus, der Leiter der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Düsseldorf. Jede Woche kommen in der JVA Düsseldorf-Ratingen Paare …
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👓 Angehörige, Sozialarbeit
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Ein wenig Klassik darf es dann doch beim Rappen sein
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Neun Jugendliche des Jugendvollzuges warten gespannt im Küchen-Pavillon der Anstaltskirche in der JVA Herford, auf das, was ihnen beim zweitägigen "RAP-Projekt" geboten wird. Eingeladen ist Danny Ohler aus Heidelberg, der an der Pop-Akademie in Mannheim studierte und RAP-Workshops in Knästen anbietet. Anfangs beäugen sie den 47-jährigen Referenten etwas skeptisch, es wird vermutet, dass er aus Algerien oder Marokko stammen könnte. …
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👓 Jugendvollzug, Musik, Projekte
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„Für mich war es diese Ohnmacht“, sagt eine Geschädigte
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Wie kann es einem ergehen, wenn man Geschädigte eines Einbruchdiebstahls wird? Frau Müller berichtet im Interview mit der Gefangenenzeitung "PopShop" den Inhaftierten, wie sie das erlebte. Frau Müller verabeitet den Einbruch in ihrer eignenen Wohnung in einer Therapie und sagt: "Der Täter hat richtig viel getan. Er hat richtig viel kaputt gemacht", erzählt sie. Es ist schon etwas her und …
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Gedenktag an Opfer der Gewalt durch Religion und Weltanschauung
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Im Jahre 2019 hat die UNO den Internationalen Gedenktag an Opfer der Gewalt durch Religion und Weltanschauung eingeführt. Dies nahm die im Jahr 2023 geründete interreligiöse Initiative „Rad der Religionen“ in Kooperation mit Prof. Heiner Bielefeldt zum Anlass, auf dem Platz des Westfälischen Friedens in Münster zusammen mit Angehörigen unterschiedlicher Religionen den Gedenktag zu gestalten. Der Internationale Tag zum Gedenken …
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👓 International, Weltanschauungen
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Katholische Arbeiter leisten Widerstand im NS-Regime (Teil II)
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Im Rahmen der Artikelserie über das Zuchthaus Herford und seine Häftlinge von 1934 bis 1939 wurden bisher Tausende von Häftlingskarteikarten verschiedener Strafanstalten überprüft, die im Arolsen Archiv einsehbar sind. Aufgrund dieser Recherchen konnten etwa 600 Strafhäftlinge ermittelt werden, die aus unterschiedlichen Gründen in den Jahren 1934 bis 1939 in jener Strafanstalt inhaftiert waren; mindestens 470 von ihnen saßen dort nachweislich …
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Religionsrecht: Religiöse Pluralität in der Anstaltsseelsorge
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Von der Tradition gibt es evangelische und katholische SeelsorgerInnen im Strafvollzug. Doch wie wird auf die zunehmende religiöse Pluralität und die muslimisch-religiöse Betreuung reagiert? Ausgehend von der Vorschrift zur christlichen Anstaltsseelsorge aus der Weimarer Reichsverfassung wird die aktuelle Praxis der 16 Bundesländer anhand der gesetzlichen Regelungen sowie der Vereinbarungen mit den Religionsgemeinschaften betrachtet. Einer gewachsenen Kooperation mit den Kirchen steht …
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👓 Medien, Recht, Rezension
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Gedenktag der Drogentoten ist mehr als stilles Erinnern
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2.137 Drogentote, 6 Drogentote täglich, sprechen eine klare Sprache. Eine grundsätzliche Neuorientierung in der Drogenpolitik sichert Überleben, so das Netzwerk JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte). Der Gedenktag ist mehr als ein stilles Erinnern – er ist ein Aufschrei gegen die vorherrschende repressive Drogenpolitik, gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung. Vielerorts, wie im baden-württembergischen Heilbronn, fordern die InitiatorInnen ein Handeln der politisch …
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Die Inhalte dieses Newsletters und der Website spiegeln eine Fülle von Meinungen wieder. Sie entsprechen nicht immer die des Vereins. Für die Inhalte der Beiträge sind die AutorInnen* verantwortlich. Fragen und Anmerkungen zum Newsletter sowie neue Beiträge bitte an king@jva-seelsorge.de
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